FC Augsburg und Markus Kauczinski: Es wird konkret

„Geile Frise, geiler Style, geiler Typ“: Das ist das Urteil des Fußballkultur-Magazins „11Freunde“ über Markus Kauczinski, dem designierten Nachfolger von Markus Weinzierl. Foto: Klaus Rainer Krieger

Der FC Augsburg steht nach dem 2:0-Erfolg in Wolfsburg vor dem Klassenerhalt – und der Wechsel von Markus Weinzierl somit wohl unmittelbar vor der Bekanntgabe. Dass Markus Kauczinski ihn beerbt, ist so gut wie sicher.

Es konnte kaum ein Zufall gewesen sein, dass Markus Kauczinski am Osterwochenende die Augsburger Maximilianstraße entlang schlenderte. Nun steht wohl fest, wovon die StadtZeitung damals in ihrem Bericht ausgegangen war: Der Trainer hatte den Weg von Karlsruhe nach Augsburg nicht auf sich genommen, um noch ein paar Kleinigkeiten zum Verstecken im Garten zu besorgen.

Kauczinski hatte sich mit den Verantwortlichen des FC Augsburg getroffen, um über die Nachfolge von Markus Weinzierl zu sprechen. Das bekräftigt nun ein Bericht des regionalen Fernsehsenders "Augsburg TV".

Absagen an die Münchner Klubs: Der Weg zum FCA ist frei


Gesicherte Quellen bestätigen demzufolge, dass der Abgang von Weinzierl seit Januar feststeht. Und, dass eben jener Kauczinski Favorit auf die Nachfolge sein soll. Aus Vereinskreisen ist zu vernehmen, dass er gar schon über diesen Status hinaus sein soll.

Kauczinski macht Sinn für den FC Augsburg. Allein schon, weil der Fußballlehrer auf dem Markt ist. Der 46-Jährige hat bereits vor der nun ablaufenden Saison seinen Abschied vom Karlsruher SC bekanntgegeben. Seither hat er einigen Interessenten eine Absage erteilt - darunter der FC Bayern, der ihn für seine Jugendabteilung gewinnen wollte und zuletzt der TSV 1860 München.

Kauczinski: Mehr als ein Laptop-Trainer


TV-Experte Mehmet Scholl tat ihn einst als einen dieser Laptop-Trainer ab, die ein Fußballspiel als Wissenschaft behandeln. Jene, die am Bildschirm Pass für Pass, Laufweg für Laufweg und Zweikampf für Zweikampf durchplanen. Doch Kauczinski ist mehr als das. Zum einen, weil er trotz durchgestylten Matchplans ein echter, ein emotionaler Fußball-Leber ist. "Geile Frise, geiler Style, geiler Typ", urteilte nicht umsonst das Fußballkulturmagazin 11Freunde.

Zum anderen aber kann er gut mit Nachwuchskickern. Und das ist wohl der entscheidende Faktor, der für Kauczinski auf der Bank des FC Augsburg spricht. Die Personalie Weinzierl hängt eng zusammen mit gestandenen Profis - mit Daniel Baier, Halil Altintop oder Paul Verhaegh. Spieler, die mittlerweile über 30 sind. Kauczinski traut man beim FCA offenbar den Umbruch zu.

Kauczinski soll wohl Durchlässigkeit ins Profiteam verbessern


Er soll die Durchlässigkeit zwischen dem neuen Nachwuchsleistungszentrum und der Profiabteilung verbessern. Er soll junge Talente in die Bundesligamannschaft integrieren. Etwas, das Markus Weinzierl kaum gelungen ist. Und etwas, das vielleicht auch gar nicht das Ding des Markus Weinzierl ist.

Der Wechsel könnte genau zur richtigen Zeit kommen - denn das alles ist etwas, was der FC Augsburg in den kommenden Jahren brauchen wird.
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6 Kommentare
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Hans Meixner aus Diedorf | 25.04.2016 | 16:45  
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Rene T. aus Augsburg - Haunstetten | 25.04.2016 | 17:38  
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Emil Augsburg aus Bobingen | 25.04.2016 | 18:17  
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Rene T. aus Augsburg - Haunstetten | 25.04.2016 | 18:22  
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Rene T. aus Augsburg - Haunstetten | 25.04.2016 | 18:23  
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Hans Meixner aus Diedorf | 26.04.2016 | 09:33  
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