FC Augsburgs - Pokalgegner: FV Ravensburg

Endlich ist es soweit: Der FC Augsburg läutet die Saison 2016/ 2017 ein. Am Freitag, 19. August, (20.45 Uhr) warten im DFB-Pokal die Amateure des FV Ravensburg.

Einen gewissen Humor kann man ihnen schon mal nicht absprechen: Die Ravensburger haben eine Videobotschaft an den FCA aufgenommen und diese mit dem Zusatz "#keinesau-andersrum" versehen. "In Deutschland kennt uns keine Sau", erklären die Spieler in dem Video. Fügen aber hinzu, die Fuggerstädter sollten sich auf einen heißen Tanz gefasst machen.

Der FV ist Gründungsmitglied der fünftklassigen Oberliga Baden-Würtemberg, die 1978 ins Leben gerufen wurde. Zwei Mal stieg der Verein ab, zwischenzeitlich ging es bis in die Landesliga hinunter. 2013 dann die Rückkehr in die Oberliga, in der die Saison bereits begonnen hat. Am Mittwochnachmittag waren die Ravensburger sogar noch Tabellenführer, wobei sie allerdings bereits ein Spiel mehr absolviert hatten als der Großteil der Ligakonkurrenz. Die letzte Partie, das Heimspiel gegen den FC Astoria Walldorf II, hielt dabei eine Hiobsbotschaft für die Mannschaft bereit: Der für das Team enorm wichtige Innenverteidiger Sebastian Mähr erlitt einen mehrfachen Bänderriss.

Die Motivation vor dem Highlight gegen den FCA ist dennoch riesig. Für die Ravensburger ist es der erste Auftritt im DFB-Pokal. Die Qualifikation gelang durch den Sieg des Würtembergischen Verbandspokals, an dem auch höherklassige Mannschaften aus dritter und vierter Liga teilgenommen hatten. Nachdem Ravensburg im Vorjahr noch im Finale am SSV Reutlingen gescheitert war, gelang dieses Mal ein 5:2-Sieg gegen den FSV Bissingen.

Die Schwaben sind eine Vereinspartnerschaft mit dem SC Freiburg eingegangen, von der beide Seiten profitieren: Der SC stellt den FV-Übungsleitern Fortbildungsmaterial zur Verfügung, die Ravensburger Talente kommen in den Genuss von Trainingseinheiten mit den Freiburger Trainern. Wer sich dabei gut anstellt, kann in die Fußballschule der Breisgauer aufgenommen werden und schließlich den Sprung zu den Profis gehen. Das gelang etwa Ömer Toprak, der 2001 bis 2005 für den FV Ravensburg auflief und vermutlich der namhafteste Ex-Spieler der Schwaben ist.

An Know-How mangelt es den Ravensburgern also nicht, genauso wenig an Humor. Wenn es nach den FCA-Profis geht, hat das Team um Trainer Wolfram Eitel am Freitag dennoch nichts zu lachen.
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