FCA erringt hart umkämpftes Remis in Berlin

Der FC Augsburg startete mit dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC in die Rückrunde der Saison. "Wir fahren mit Selbstvertrauen nach Berlin", kündigte FCA-Trainer Markus Weinzierl vor dem Spiel an. Der FCA wollte an die starke Serie vor der Winterpause anknüpfen. Aber auch die Hertha musste sich keineswegs verstecken, mit Platz 4 waren die Berliner die Überraschungsmannschaft der Hinrunde. Es sollte eine Partie auf Augenhöhe werden, 90 Minuten lang leidenschaftlich umkämpft, mit manchen etwas zu hart geführten Zweikämpfen. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem gerechten 0:0.

Die Partie ist ein kleines Gipfeltreffen: Hier treffen die beiden besten Mannschaften der letzten vier Spieltage aufeinander.Vor der Winterpause konnte die Hertha ihre beiden letzten Spiele gegen Main (2-0 Heimsieg) und gegen Darmstadt (4:0 Auswärtssieg) erfolgreich bestreiten. Besonders Treffsicher waren Salomon Kalou (9 Tore) und Vedad Ibisevic (6 Tore) in der Hinrunde, auf die beiden galt es besonders aufzupassen. Gerade für Vedad Ibisevic, der die letzten drei Hertha-Tore vorbereitete, ist der FCA so etwas wie ein Lieblingsgegner. Er traf in der Bundesliga gegen kein Team öfter als gegen den FCA. Sieben Tore schenkte der Bosnier den Augsburgern bereits ein. Das Prunkstück der Berliner war jedoch die Defensive, gemeinsam mit Ingolstadt stellten sie nach den Bayern die beste Verteidigungsreihe mit nur 18 Gegentreffern. Vor Weihnachten holte der FCA 13 von möglichen 15 Punkten und kassierte in diesen fünf Begegnungen nur einen Gegentreffer.

An das Hinspiel hat die Mannschaft von Markus Weinzierl keine guten Erinnerungen, erst flog Bobadilla in der 45. Minute mit Gelb-Rot vom Platz, danach nutzten die Berliner eiskalt eine ihrer wenigen Gelegenheiten zum 0:1 aus Augsburger Sicht und die eigenen Torchancen konnten nicht verwertet werden.

In der ersten Halbzeit war Berlin optisch überlegen, aber nicht wirklich dominant. Spätestens ab dem Strafraum machte der FCA die Schotten dich. Der Augsburger hatten vor der Winterpause Selbstvertrauen getankt und blieben ruhig und warteten auf ihre Chancen. Chancen blieben aber für beide Teams eine echte Rarität. Nennenswert waren lediglich ein Fernschuss von Ibisevic aus der 38. Minute, den Hitz glänzend zur Seite parierte und auf Augsburger Seite standen ein Fernschuss von Daniel Baier (32. Minute), der knapp übers Tor ging, sowie ein Kopfball von Caiuby (24. Minute) zu Buche. Im Fokus standen teils hart geführte Zweikämpfe, so wurden in den ersten 45 Minuten mit Caiuby, Max, Ibisevic und Brooks bereits vier Spieler verwarnt.

Anfang der zweiten Halbzeit übernahm der FCA langsam das Kommando. Die Chance die Augsburger Tempoverschärfung zu vergolden hatte Raul Bobadilla in der 52. Minute, als er nach einem Befreiungsschlag leicht bedrängt am linken Pfosten vorbeischoss. Nur vier Minuten später köpfte Baier nach Ji-Flanke knapp neben das Tor. Aber in dieser Phase lag die Augsburger Führung in der Luft. Doch den Berlinern gelang es wieder den Zugriff auf die Partie zu bekommen. In der Folge neutralisierten sich beide Teams wieder gegenseitig und es fehlter der letzte Siegeswille. Nach dem Motto: lieber einen Punkt, als keinen.

Auf Augsburger Seite ist es schwer nach dem Spiel einen Spieler herauszuheben, die Mannschaft überzeugte als Kollektiv auswärts bei einem starkem Gegner. Bei den Berlinern war ganz klar Vedad Ibisevic der auffälligste Akteur - sowohl in positiver, wie in negativer Hinsicht. Ibisevic war fast immer anspielbar, riss immer wieder Räume für die anderen und gab keinen Zweikampf verloren. Auf der anderen Seite übertrieb er es aber immer wieder was die Zweikampfhärte anbelangte und hätte zwingend mit Gelb-Rot vom Platz gestellt werden müssen. Bereits in der ersten Halbzeit wurde Ibisevic für ein Foul an Ragnar Klavan verwarnt. In der 62. Minute klärte Marwin Hitz mit spektakulärer Faustabwehr und wurde dabei von Ibisevic unterlaufen und umgerammt. Bereits zwei Minuten vorher fiel der Bosnier mit einem gelbwürdigen Foul auf, als er mit gestrecktem Bein Dominik Kohr im Mittelfeld erwischte.

Am kommenden Samstag, 30. Januar, 15.30 Uhr gastiert die Eintracht aus Frankfurt in Augsburg.
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