FCA: Hart umkämpfter, aber hochverdienter Punkt

In einer unterhaltsamen Partie teilten sich am Freitag der FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach beim 2:2 die Punkte. Joker Arkadiusz Milik stach zwei Minuten vor Schluss und rettete so die Heimspielserie der Augsburger: Sie sind in der laufenden Saison in der SGL-Arena noch immer ungeschlagen.

„Es war nach dem Pokalspiel keine leichte Begegnung, aber wir nehmen verdient einen Punkt mit, weil wir immer agiert haben und immer auf Sieg gespielt haben. Auch nach dem Rückstand hat unsere Mannschaft sich nicht entmutigen lassen und sich belohnt. Dafür muss ich ihr ein großes Kompliment machen. Im letzten Jahr hätten wir ein solches Spiel wahrscheinlich 1:3 durch einen Konter in der Schlussphase verloren. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“ – FCA-Trainer Markus Weinzierl zeigte sich nach dem 2:2-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach zufrieden – das konnte er auch sein, da seine Mannschaft erneut famos kämpfte und sich den Ausgleichstreffer redlich verdiente.

Die Heimserie des FC Augsburg bleibt bestehen, in der noch jungen Saison ist man in der SGL-Arena noch unbesiegt. Trotz der Belastung unter der Woche gehörte die erste halbe Stunde den Gastgebern, die das Team von Lucien Favre unter Druck setzten und in die Defensive zwangen.

Ein Freistoß von Jan-Ingwer Callsen-Bracker (6.) blieb in der Mauer hängen und Halil Altintops Fernschuss streifte den Außenpfosten. Zunächst sah es so aus, als könnte der FCA aus seinem Übergewicht kein Kapital schlagen, doch dann setzte Tobias Werner André Hahn in Szene, der das Leder unhaltbar für Gladbach-Keeper Marc-André ter Stegen in die Maschen jagte (27.) – das ersehnte Bundesliga-Premierentor für den Ex-Offenbacher.

Kurz davor verhinderte die Querlatte die Gästeführung nach Juan Arangos feiner Einzelleistung. Die „Fohlen“ legten ihre Passivität jetzt ab und kombinierten sich in der Folge sehenswert Richtung FCA-Gehäuse. Nach Pass von Harvard Nordveidt narrte Nationalspieler Max Kruse seinen Gegenspieler und vollendete eiskalt zum 1:1 (33.).

Nach der Pause entwickelte sich ein völlig offenes Duell mit Feldvorteilen für die Fuggerstädter, die jedoch erstklassige Möglichkeiten in Person von Altintop ausließen, der einmal an ter Stegen scheiterte und einen Kopfball knapp vorbei setzte. Effizienter und kaltschnäuziger agierten die Gladbacher, die mit dem ersten Torschuss in Halbzeit zwei in Führung gingen. Der eingewechselte Branimir Hrgota überwand Alexander Manninger und stellte den Spielverlauf auf den Kopf (71.).

Wie auch schon gegen Freiburg steckte der FCA nicht auf und drängte unter lautstarker Anfeuerung der Fans auf den Ausgleich. Unter der Regie des wieder bärenstarken Daniel Baier rannten die Lechstädter unermüdlich an und wurden zwei Minuten vor Schluss belohnt: Joker Arkadiusz Milik drückte einen verunglückten Hahn-Schuss zum 2:2 über die Linie.

Diese Partie zeigte wieder einmal, was Kampf, Leidenschaft, Wille und Moral für Kräfte frei setzen kann, auch wenn Augsburg dem Gegner nicht immer spielerisch das Wasser reichen konnte – am Ende zählen nur die Punkte. Anerkennende Worte für die Leistung des FCA fand auch Gladbachs Coach Favre: „Der FCA hat viel Druck gemacht, viele präzise lange Bälle gespielt und war in der Balleroberung sehr stark. Daher war es sehr schwer für uns, ins Spiel zu kommen. Diese Spielweise ist schwer zu verteidigen. Insgesamt waren wir nicht so spielstark wie in den letzten Spielen, daher müssen und können wir mit diesem Unentschieden leben, auch wenn der Ausgleich erst spät fiel.“

Am kommenden Spieltag gastiert der FC Augsburg am Samstag, 5. Oktober, um 15.30 Uhr in der Veltins-Arena auf Schalke.
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