FCA-Stürmer muss für Faustschlag zahlen

Erhielt am Freitag einen Strafbefehl wegen seines Faustschlags auf dem Augsburger Presseball: FCA-Stürmer Raul Bobadilla. Foto: Alexander Heinle

Vier Monate nach der Auseinandersetzung auf dem Augsburger Presseball hat das Gericht nun Strafbefehl gegen FCA-Stürmer Raul Bobadilla erlassen. Der soll wegen gefährlicher Körperverletzung 90 Tagessätze zahlen - und würde so einer Vorstrafe entgehen.

Der Augsburger Presseball im November vorigen Jahres war ein denkwürdiger. Nicht etwa weil Sängerin Lisa Stansfield als Stargast ihre erkrankte Kollegin Anastacia vertrat. Das, worüber am nächsten Tag gesprochen wurde, war in der Nachspielzeit der Veranstaltung passiert. Raul Bobadilla, argentinischer Stürmer des FC Augsburg, geriet gegen 5 Uhr morgens mit Gästen aneinander - und das wohl handfest.

Nun hat das Amtsgericht Augsburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen den Fußballprofi einen Strafbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung erlassen. Der Strafbefehl sieht eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen vor.

"Dem Angeklagten liegt zur Last, auf dem Presseball am 9. November einen anderen Gast mit einem Faustschlag gegen den Kopf verletzt zu haben. Dem Schlag soll nicht ausschließbar eine Provokation oder Beleidigung durch diesen Gast vorausgegangen sein", so das Gericht. Bobadilla soll die Tat eingeräumt haben.

Bobadilla hat nun zwei Wochen Zeit gegen den Strafbefehl Einspruch einzulegen. In diesem Fall käme es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung. Sollte der Argentinier innerhalb der genannten Frist keinen Einspruch einlegen, stünde der Strafbefehl einem Urteil gleich, Bobadilla wäre dann aber nicht vorbestraft - das ist man erst bei einer Geldstrafe von über 90 Tagessätzen.

"Auskünfte zur Tagessatzhöhe oder zur Gesamthöhe der Geldstrafe können aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt werden, äußerte sich das Gericht zur Summe der Strafe.

Bobadilla ist kein unbeschriebenes Blatt. Höhepunkt mehrerer Verkehrsdelikte: Im Sommer 2013 wurde der 27-Jährige auf einem Weg zum Testspiel seines damaligen Klubs FC Basel innerorts mit 111 Stundenkilometern geblitzt. Dafür verurteilte ihn ein Schweizer Gericht im Mai vergangenen Jahres zu 16 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe.
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