FCA U23 erkämpft Punkt gegen Nürnberg

Die U23 des FC Augsburg trennte sich am 19. Spieltag der Regionalliga Bayern nach einem großen Kampf 2:2-Unentschieden (0:2) gegen den 1. FC Nürnberg II.

In den ersten Spielminuten tasteten sich die beiden Mannschaften erst einmal ab und spielten hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen hin und her. FCA-Interimstrainer Manuel Baum präsentierte sich an der Seitenauslinie direkt sehr präsent, gab Anweisungen, coachte und trieb die Jungs nach vorne. So gehörte die erste Ecke der Partie der Augsburger U23, die dem FCA jedoch mehr Unglück als Glück einbrachte. Denn aus dieser Ecke konnte die Nürnberger Zweitvertretung kontern und musste durch ein Foul gestoppt werden. Den Freistoß verwandelte Özgür Özdemir in der neunten Spielminute direkt zur 1:0-Führung für die Gäste. Im Gegenzug wollte die U23 das Ergebnis direkt egalisieren und spielte daher schnell nach vorne, verlor jedoch das Leder und eröffnete den Nürnbergern somit den zweiten Konter, den der Manuel Feil kaltschnäuzig zum 2:0 nutzte (11.).

Doch auch diesen Rückschlag steckten die Fuggerstädter weg, spielten weiter mutig nach vorne und erarbeiteten sich Chancen, bei denen es jedoch ein ums andere Mal am finalen Pass oder am Abschluss scheiterte. So verpasste Julian Günther-Schmidt den Anschlusstreffer als er den Ball aus spitzem Winkel im Strafraum knapp links am Tor vorbeizog. Die nächste Augsburger Chance konnte David Spies nicht nutzen. In der 23. Spielminute setzte er sich gut auf der linken Seite durch und hämmerte die Kugel dann jedoch rechts über das Tor. Nürnberg spielte nun ruhiger, zeigte sich aber auch immer mal wieder gefährlich vor dem Augsburger Tor. In der 44. Minute kam die U23 dann zu einer vielversprechenden Freistoßsituation, Orkun Tugbays Schuss wurde jedoch noch abgefälscht und ging daher knapp am rechten Pfosten vorbei. So ging es mit dem 0:2- Rückstand in die Halbzeitpause. "In der Pause haben wir angesprochen, dass wir Nürnberg vor allem vorne gnadenlos unter Druck setzen wollten und das haben wir dann auch überragend gemacht", blickte Manuel Baum auf die Begegnung zurück.

Doch obwohl der FCA in den zweiten 45 Minuten nochmal alles in die Waagschale werfen wollte, startete die Mannschaft zunächst nervös, kam dann aber immer besser ins Spiel. In der 53. Spielminute gelang FCA-Spieler Maik Uhde vor 275 Zuschauern der 1:2- Anschlusstreffer, nachdem ein Nürnberger-Spieler den Ball im Strafraum nicht ausreichend klären konnte.

Der FCA witterte nun wieder Luft und wollte das Spiel unbedingt drehen. So verpasste der eingewechselte Albion Vrenezi nur sechs Minuten nach dem Anschlusstreffer den Ausgleich. Die Nummer 9 zog aus 25 Metern ab und setzte den Ball an das Kreuzeck (59.). Auch danach erspielte sich der FCA weiter gute Möglichkeiten, bei den nächsten beiden vielversprechenden Chancen entschied das Schiedsrichtergespann jedoch auf abseits. "Beide Mannschaften hatten in der zweiten Halbzeit noch gute Chancen, auch wenn wir den Club fast gar nicht mehr zum Durchatmen haben kommen lassen, waren sie trotzdem gefährlich", bilanzierte Baum. Denn auch wenn der FCA nun eindeutig mehr vom Spiel hatte, kamen die Nürnberger in der 75. Spielminute wieder zu einer guten Freistoßchance. Wieder trat Özdemir an, doch dieses Mal war FCA-Torwart Ioannis Gelios zur Stelle und klärte zur Ecke, die dem Club nichts einbrachte.

In der 77. Spielminute lies dann Tim Rieder den FCA nach einer schönen Ballstafette zum zweiten Mal jubeln. Nach Doppelpass mit U23-Kapitän Yannik Thiel wuchtete er den Ball zum verdienten Ausgleich ins Tor. Fünf Minuten später hatten die Augsburger dann das Glück auf ihrer Seite. Der eingewechselte Cedric Teuchert verpasste aus kurzer Distanz freistehend die erneute Nürnberger-Führung (82.). Die letzten fünf Minuten bestritt die U23 dann sogar noch in Überzahl, Nürnbergs Özdemir wurde nach einem Foul an Günther-Schmidt mit einer gelb-roten-Karte vom Platz gestellt. In der letzten Situation der Begegnung hätte die Augsburger U23 dann sogar noch den Siegtreffer erzielen können, doch Orkuns Freistoß blieb in der Nürnberger Mauer hängen.

"Ich bin mit der Einstellung zu 100 Prozent zufrieden. Man sieht es der Mannschaft auch an - der eine blutet, der andere kann gar nicht mehr laufen vor Krämpfen. Jeder hat sich völlig verausgabt", lobte Baum seine Jungs.
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