FCA U23: Viel Arbeit und doch keine Punkte

Die U23 des FCA musste gegen den SV Wacker Burghausen in einem Spiel, das über viel Konzentration und wenig Fehler entschieden wurde, eine unglückliche 1:2-Niederlage hinnehmen.

Kluge Abwehraktionen, taktische Fouls, viele Ballwechsel, wenige Chancen. Damit lässt sich die erste Halbzeit der Partie gut zusammenfassen. Denn seit dem Anpfiff zeigte sich im Rosenaustadion ein Spiel, wie man es sich zwischen zwei defensiv eingestellt Mannschaften vorstellt. Zwar waren beide Teams von Beginn an engagiert und wagten ihre Vorstöße nach vorne, jedoch konnten die gegnerischen Mittelfeld- und Abwehrreihen das Leder immer wieder von dem eigenen Tor fern halten. So spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab, in die Sechszehner gelangten die Bälle nur selten.
Demzufolge gab es in der ersten Halbzeit nur wenige nennenswerte Chancen. Der SV Wacker Burghausen konnte einen Freistoß von Christoph Burkhard in der 19. Spielminute und einen Torschuss aus kurzer Distanz in der 36. Spielminute von Benjamin Kaufmann für sich verbuchen, die jedoch beide keinerlei Probleme für FCA-Torwart Ioannis Gelios darstellten.

Aber auch der FCA kam selten bis in den gegnerischen Strafraum. Bei einer vielversprechenden Chance in der 22. Minute stand Augsburgs Bastian Kurz nach Vorarbeit von Julian Günther-Schmidt im Abseits. Danach entwickelte sich eine der zwei gegnerischen Ecken zu einer weiteren FCA-Chance. Der Konter lief über den schnellen David Spies, der finale Pass in den Strafraum konnte jedoch noch abgefangen werden. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte die U23 dann ihre dritte und bislang beste Chance für sich verbuchen. Nach einer genauen Flanke von Raphael Framberger von der rechten Seite, köpfte Gabriel Önat den Ball aus kurzer Distanz knapp über das gegnerische Tor.

In der zweiten Halbzeit startete der FCA dann mit mehr Druck nach vorne und erarbeitete sich nach fünf Minuten eine Kopfballgelegenheit von Günther-Schmidt. Auf der anderen Seite konnten die 427 Augsburger-Fans durchatmen, als sich FCA-Schlussmann Gelios den Ball nach einem Missverständnis mit Tim Rieder in letzter Sekunde noch vor dem heraneilenden Marius Duhnke angelte. Die nächsten beiden Gelegenheiten lagen dann wieder auf Seiten der Fuggerstädter. Zuerst wurde Bastian Kurz knapp vor dem gegnerischen Sechszehner gefoult, die Aktion blieb von Schiedsrichter Simon Marx allerdings ungeahndet. Bei der nächsten Gelegenheit pfiff der Unparteiische dann – und das auch zurecht. Nach einem Foul an Günther-Schmidt im Strafraum entschied Marx auf Elfmeter. Eine solche Gelegenheit ließ sich David Spies nicht nehmen und verwandelte sicher zur 1:0-Führung (55.).

Diese Führung hielt unglücklicherweise nur sechs Minuten an. Dann legte SVW-Spieler Hama Tsoumou den Ball in den Strafraum zurück und Benjamin Kauffmann konnte zum 1:1 ausgleichen (61). Nach dem Ausgleich wurden die Lücken auf dem Spielfeld größer, beide Mannschaften wollten ihre Chancen nutzen. So kam nach einem Wirrwarr im Strafraum der Gäste die Kugel letztlich zu Efkan Bekiroglu, dessen Angriff allerdings durch die Fahne des Assistenten unterbrochen wurde (75).
Auf der anderen Seite machte es der SV Wacker-Burghausen leider besser. In der 79. Spielminute konnte Gelios einen Fernschuss zunächst noch abwehren, der Ball trudelte jedoch an den Pfosten, an dem Tsoumou richtig stand und den Ball noch zum 2:1 aus Sicht der Gäste abstauben konnte.

Doch auch von diesem Rückschlag ließ sich die U23 nicht beirren. So hatte zunächst der eingewechselte Albion Vrenezi in der 84. Spielminute die Chance zum Ausgleich, sein Schuss von der rechten Seite ging am langen Toreck vorbei. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hatte dann der ebenfalls eingewechselte Efkan Bekiroglu den Ausgleich auf dem Fuß. Vrenezi gewann zuvor sein Duell auf der rechten Seite und steckte den Ball zu Bekiroglu durch. Der Lupfer über den herausgeeilten Keeper ging jedoch knapp über das Tor und landete auf dem Netz. So stand die U23 des FC Augsburg am Ende nach einer guten Leistung und viel Arbeit ohne Punkte dar.

"Es ist wirklich eine wahnsinnig unglückliche Niederlage, weil wir ein wirklich gutes Spiel gemacht haben. Burghausen hatte vielleicht mehr Spielanteile, aber wir hatten die klar besseren Torchancen und am Ende reichen Burghausen dann heute zwei Torschüsse um 2:1 zu gewinnen und das ist natürlich bitter“, ordnet FCA-Trainer Tobias Luderschmid die Partie ein.
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