FCA verliert nach Führung in Ingolstadt

Konstantinos Stafylidis bejubelt den Treffer zum 1:0 aus Augsburger Sicht. (Foto: Klaus Rainer Krieger)
 
Die Freude nach dem Ausgleichstreffer war groß auf Seiten von Marvin Matip. (Foto: Klaus Rainer Krieger)

Lange sah es nach der frühen 1:0 Führung durch Konstantinos Stafylidis in der 14. Minute nach einem Auswärtssieg für den FCA im Derby gegen den FCI aus, bevor in der 59. Minute erst Marvin Matip den Ausgleich für die Schanzer erzielte und Ingolstadt dann in der 85. Minute sogar das Spiel mit dem Elfmetertreffer durch Moritz Hartmann das Spiel drehte. Bitter aus Augsburger Sicht - der Elfmeter war unberechtigt, da der eingewechselte Jan Moravek im Zweikampf gegen Ingolstadts Dario Lezcano den Ball spielte. Damit entschied Schiedsrichter Michael Weiner das Spiel zugunsten des FCI. Die Szene war für den Schiedsrichter sehr schwer zu sehen. Das Ergebnis wäre aber vermeidbar gewesen, wenn die Mannschaft von Markus Weinzierl nicht so ungewohnt passiv agiert hätte.

Nach den zwei 0:0-Remis zum Rückrundenauftakt erwartete FCA-Trainer Markus Weinzierl im Derby gegen den FC Ingolstadt kein Schützenfest. Ihm waren drei Punkte wichtig. "Es treffen zwei defensiv stabile Teams aufeinander. Da kann man nicht von vielen Toren ausgehen", gab Weinzierl in der Pressekonferenz vor dem Derby zu Protokoll. In der Tat sind die Ingolstädter die Effizienzmeister der Liga, mit nur zwölf geschossenen Toren holte die Mannschaft von Ralph Hasenhüttel satte 23 Punkte und damit zwei mehr als der FCA. Das Hinspiel in Augsburg gewannen die Schanzer ebenfalls durch 1:0. Mit einem Sieg in Ingolstadt hätte der FCA in der Tabelle am FCI vorbeiziehen können. Verzichten musste Markus Weinzierl bei diesem Unterfangen auf die Verletzten Jan Ingwer Callsen Bracker und Daniel Baier. Baier wurde durch Ya Cheol Koo ersetzt. Augsburgs neue Sturmhoffnung Alfred Finnbogasson kam erst in der 70. Minute zu seiner Premiere im Trikot des FCA.

Das Spiel war über weite Strecken von Zweikämpfen geprägt. Beide Mannschaften lauerten auf Fehler. Den ersten Fehler der Ingolstädter nutzte Konstantinos Stafylidis in der 14. Minute zu einem Traumtor. Erst verpasste Caiuby nach einer Flanke von rechts den Kopfball. Den Abpraller zimmerte Stafylidis mit seinem Nachschuss aus 25 Metern unter die Latte. Ingolstadts Keeper Özcan sah den Schuss zu spät und war ohne Abwehrchance. Danach wirkten die Ingolstädter geschockt. Der FCA dominierte in dieser Phase die Partie und hatte unter anderem durch Alexander Esswein die Chance auf 2:0 zu erhöhen. Doch Augsburgs Sturm und Drang Phase währte nur kurz, dann übernahmen die Ingolstädter mehr und mehr das Kommando. Glück hatte der FCA als Stafylidis nach einer FCI-Ecke den Ball gerade noch auf der Linie klären konnte (38. Minute).

Nach der Halbzeit kam die Elf von Weinzierl aktiver aus der Kabine und Caiuby hatte in der 47. Minute nach Flanke von Esswein die Chance zum 2:0. Aber Caiuby bekam die Kugel im fünf Meter Raum nicht unter Kontrolle und dahin war die Chance. Ab der 50. Minute wurde Ingolstadt wieder aktiver und gefährlicher. Die Ingolstädter hatten sechs der letzten sieben Tore nach ruhendem Ball erzielt. In der 59. Minute klingelte es dann nach dem fünften Eckball im Augsburger Kasten. Gute Ecke von Pascal Groß von der rechten Seite, Roger mit der Vorlage per Kopf auf Marvin Matip, der die Kugel aus kurzer Distanz mit dem Kopf unter die Latte drückte. Marvin Hitz war ohne Chance. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt verdient, da Ingolstadt die deutlich aktivere Mannschaft war und sich Augsburg nach der Führung ungewohnt passiv präsentierte. Ingolstadt hielt den Druck hoch und wurde in der 84. Minute durch Schiri Michael Weiner mit einem unberechtigten Elfmeter belohnt. Moritz Hartmann entschied mit seinem fünften Saisontor (alle per Elfmeter) das Spiel zugunsten des FCI.

In der kommenden Woche steht das nächste Derby an. Dann empfängt der FCA den FCB in der heimischen WWK-Arena. Auch dieses Derby wurde in der Hinrunde von einem Schiedsrichter zuungunsten der Augsburger entschieden. Wenn sich die Mannschaft von Markus Weinzierl gegen die Bayern ähnlich passiv verhält wie heute, dann wird das Spiel ein Debakel.

Fotos: Klaus Rainer Krieger
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