FCA vor Gladbach: Weinzierl bekennt sich zu Augsburg, Kohr schläft viel

FC-Augsburg-Trainer Markus Weinzierl beschäftigt sich nicht mit einem möglichen Interesse der Gladbacher Borussia. Das sagte er vor der Bundesligapartie am Mittwochabend - in Mönchengladbach. Weinzierl und Dominik Kohr über die prekäre Situation des Gegners, die wichtige Woche und jede Menge Schlaf.

Es war der 34. Spieltag der vergangenen Saison. Der Borussiapark in Mönchengladbach sollte die Kulisse sein, in der der FC Augsburg den historischen Einzug in die Europa League klarmachte und sich mit dem 3:1-Sieg gar auf Rang fünf der Abschlusstabelle wuchtete. Nun kehrt der FCA an diesen für ihn geschichtsträchtigen Ort zurück.

Dieses Mal unter anderen Vorzeichen. Für die Elf von Markus Weinzierl ist es die zweite Begegnung der bislang wichtigsten Woche der Saison. War der Einzug in den Europapokal damals noch ein Zuckerl, ist im Sonntag-Mittwoch-Samstag-Rhythmus der Sprung ins Mittelfeld der Tabelle ein Muss. Der erste Kellernachbar Hannover wurde souverän 2:0 besiegt, es folgt die Partie beim Schlusslicht in Mönchengladbach, am Samstag gastiert das ebenfalls krisengeschüttelte Hoffenheim (15.) in der Augsburger Arena.

Kohr zur Jetzt-zählt's-Woche des FC Augsburg: "Großen Schritt machen"
Um die Bedeutung der Jetzt-zählt's-Woche nach dem verpatzten Saisonstart weiß auch Dominik Kohr. "Wir können in den nächsten Spielen einen großen Schritt machen und wollen das nutzen", sagte der zuletzt formstarke Mittelfeldspieler in der Pressekonferenz am Dienstag. Er sei froh, dass er "bisher immer von Beginn an spielen darf. Dieses Vertrauen möchte ich zurückgeben."

Dabei mache ihm auch die Dreifachbelastung nicht zu schaffen, sagt Kohr. "Wir regenerieren schnell und schlafen viel. Das ist in diesen intensiven Wochen auch wichtig", erklärt er das Rezept. Gefragt, wie die bittere Pille des Favre-Abgangs auf Gegner Mönchengladbach wirkt, wählt Kohr zunächst eine simple Floskel des Fußballs: "Wir schauen nur auf uns." Jedoch könne "der Umbruch vielleicht ein Vorteil sein", meint er und ergänzt: "Wir wollen die drei Punkte."

Markus Weinzierl: "Gladbach starker Gegner, Schubert guter Mann"
Die selbe Phrase wie Kohr zog auch Trainer Markus Weinzierl, der um die Einsätze von Daniel Baier, Alex Esswein (beide reisten mit nach Gladbach) und Tobi Werner (am Dienstag bei Dr. Müller-Wohlfahrt) bangt, zu Rate. Augsburg wolle sich auf sich selbst konzentrieren, klar, aber "ungewöhnlich" sei es dennoch, "dass zwei Tage vor einem Spiel der Trainer wechselt". Als "starken Gegner" schätze er die bislang punktelosen Fohlen dennoch ein. Zudem sei Interimscoach André Schubert "ein guter Mann". Einer, "der jetzt sicher auch neue Einflüsse reinbringt", sagte Weinzierl.

Daher hoffe er eine frühe Führung. Vielleicht ja durch Tim Matavz, der ja bereits im Mai, an jenem Nachmittag für die Geschichtsbücher, im Borussiapark getroffen hatte. "Tim ist zum ersten Mal richtig fit und macht einen engagierten Eindruck", lobte der Fußballlehrer und fügte hinzu: "Ich wünsche ihm ein Tor."

Weinzierl zu möglichem Borussia-Interesse: "Bin Trainer in Augsburg"
Glückwünsche anderer Art kann nun auch Markus Weinzierl entgegen nehmen. Nach Favres Rücktritt ist er der dienstälteste Trainer der Bundesliga, wirkt in Augsburg seit Mai 2012. "Die Zeit vergeht schnell. Schon überraschend", kommentierte Weinzierl, der versicherte, dass sich seine Spitzenposition auch wegen Borussia Mönchengladbach nicht ändern werde.

Denn freilich waberte nach dem Rücktritt von Lucien Favre auch der Name Weinzierl als potenzieller Nachfolger durch die Medienlandschaft. Diese Spekulationen tat Weinzierl, der im Sommer bereits Schalke 04 abgesagt hatte, ab: "Darüber mache ich mir keine Gedanken, ich bin Trainer in Augsburg."
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