FCA zittert sich gegen Elversberg in die zweite DFB-Pokal-Runde

Der FCA trat zum Saisonstart im Pokal gegen Elversberg an. Foto: Archiv

Für den FC Augsburg hat die neue Saison mit einem Zittersieg in der ersten Runde des DFB-Pokals begonnen. Gegen den Regionalligisten Elversberg mussten die Rot-Grün-Weißen in die Verlängerung. Drei Jokertore brachten am Ende den Erfolg.

Nach dem Erstrundenaus im Vorjahr in Magdeburg hatte FCA-Trainer Markus Weinzierl bereits im Vorfeld der Partie gegen Elversberg davor gewarnt, dass "wir ein blaues Auge kassieren, wenn wir nicht 100 Prozent geben". Und der Regionalligist begann auch gleich mutig. Die Elversberger präsentierten sich gut organisiert.

Die erste richtige Torchance hatte jedoch der FC Augsburg: Paul Verhaegh flankte in der 12. Minute von der rechten Seite, am zweiten Pfosten kam Caiuby per Kopf an den Ball - knapp am Tor vorbei.

FC Augsburg mit überraschender Startaufstellung

Die Aufstellung, die Trainer Weinzierl zum Sasionstart wählte, überraschte. Linksverteidiger Abdul Rahman Baba spielte - trotz aller Wechselgerüchte - von Beginn an, im Sturmzentrum setzte Weinzierl auf Tim Matavz. Der Dauerstürmer der Vorsaison, Raul Bobadilla, nahm genauso wie etwa Tobias Werner, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Dominik Kohr zunächst auf der Bank Platz.

Augsburg tat sich in der ersten Hälfte schwer. Zwar hatten die Rot-Grün-Weißen weitaus mehr Ballbesitz als der Regionalligist, doch der Abwehrriegel der Hausherren war nicht zu knacken. In der 28. Minute hatte Alexander Esswein eine gute Torchance, als er den Ball nach einer Ecke volley nahm. Doch die Kugel ging über das Gehäuse. Kurz danach vergab auch Matavz eine Chance. Aus kurzer Distanz schoss er ebenfalls über das Tor. Und auch im Anschluss verpassten die Gäste einige gute Gelegenheiten. Das 1:0 für den FCA war eigentlich überfällig.

In der zweiten Hälfte kam es für den FCA zunächst anders
In der zweiten Halbzeit, in der Trainer Weinzierl zunächst Tobias Werner für Caiuby einwechselte, kam es dann jedoch erst einmal anders. In der 52. Minute köpfte Kevin Maek das Tor für den Außenseiter. Nachdem Daniel Baier den Ball leichtfertig gegen Leandro verlor, nickte Maek dessen Flanke am zweiten Pfosten ein. Weinzierl reagierte sofort und brachte in der 57. Minute Raul Bobadilla für Alexander Esswein.

Der südamerikanische Angreifer sorgte auch gleich für mächtig Wirbel: In der 59. Minute legte er für Matavz quer. Dieser verfehlte das Tor jedoch aus etwa 15 Metern knapp. Im Anschluss machte der FCA vor allem über die linke Seite und über Baba mächtig Druck, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Auch die Einwechslung von Sascha Mölders in der 73. Minute brachte vorerst nicht die Wende.

Bis zur 83. Minute ließ der FCA seine Fans zittern. Das erneute Erstrundenaus drohte. Doch dann netzte Raul Bobadilla aus spitzem Winkel souverän zum Ausgleich ein.

FCA in Überzahl in die Verlängerung

In einer hitzigen Schlussphase - mit Chancen auf beiden Seiten - sah der Elversberger Markus Obernosterer in der Nachspielzeit nach einem Foul an Werner Gelb-Rot. Mit einem Mann mehr hieß es für den FCA dann schließlich: Verlängerung.

In dieser sorgte in der 101. Minute schließlich Sascha Mölders für das zweite FCA-Tor. Werner, nach dem Foul von Obernosterer mit Turban unterwegs, hatte sich über links durchgesetzt und in den Rücken der Abwehr geflankt. Mölders versenkte den Ball volley im langen Eck.

Drei Jokertore für den FC Augsburg

Elversberg gab danach nochmal alles und kam auch noch zu Chancen. In der 109. Minute machte Tobi Werner dann jedoch für den FCA alles klar. Nach einem Doppelpass mit Mölders zog er mit links zum 3:1 aus Augsburger Sicht ab. Die Entscheidung.

Mit Tobi Werner, Sascha Mölders und Raul Bobadilla stachen alle drei Joker von Trainer Weinzierl - und brachten am Ende einen holprigen, aber klar verdienten Sieg für die Augsburger.
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