Freitag der 13. wird Kölns Glückstag: Haie siegen gegen den AEV

Ernste Mienen auf der Bank: In Köln lief es nicht wie erhofft.
 
Die Unterstützung von Mama und Sohn Voorhees half nichts, der AEV verlor am Freitag dem 13.

Freitag der 13. - für die Kölner Haie stellte er sich als Glückstag heraus. Denn die gewannen ein lange offenes Spiel gegen den AEV mit 6:1 (1:1, 2:0, 3:0). Augsburg konnte nur das erste rheinische Tor schnell beantworten; saß dann zu oft auf der Strafbank um ins Spiel zurückzufinden. Die meisten der über 18.000 Zuschauer in der fast ausverkauften Kölner Lanxess-Arena feierten den (zu) hohen Sieg im Spitzenspiel.



Denn in Köln trafen sich die Teams der Stunde des noch jungen Jahres: Vier Siege am Stück verbuchten die Kölner Haie zuletzt, der AEV gewann sogar fünf Spiele in Serie - eine musste also reißen. Es entwickelte sich von Beginn an ein schnelles und hochklassiges Eishockeyspiel, auch wenn hochkarätige Chancen zunächst noch ausblieben und die beiden Goalies - Gustav Wesslau und der den kranken Jonathan Boutin vertretende Ben Meisner - wenig zu tun hatten. Zu gut standen die beiden Defensiv-Abteilungen, zu schwer fiel angesichts des aggressiven Forecheckings des AEV der Spielaufbau der Haie, die wiederum das Mitteldrittel und die eigene Blaue Linie gut zustellten.

Ausgleich nach 18 Sekunden

Es kam also auf die Special Teams an. Während der ersten Strafzeit ab der vierten Minute hielt Augsburg dagegen, auch die erste Minute der zweiten sah gut aus, dann legte Köln vor: Viel Verkehr vor Ben Meisner und Kölns Paradereihe Gogulla, Hager und Jones kombinieren sich zum 1:0. Kein Problem für den AEV: Die rheinischen Fans hatten noch nicht ausgejubelt, da fiel schon der Ausgleich. Querpass an der Blauen Linie von Arvids Rekis auf Gabe Guentzel, der zieht ab, Evan Trupp hält den Schläger in die Flugbahn des Pucks und fälscht unhaltbar ab. 18 Sekunden hatte die kölsche Führung gehalten, dann setzte sich das weiter schnelle Spiel fort.

Ins Mitteldrittel startete der AEV mit einem Powerplay, aber die Paradedisziplin Überzahl klappte nicht wie gewohnt - und viele Möglichkeiten dazu bekam Augsburg auch nicht zugesprochen. Am Schluss standen vier Strafminuten gegen Köln und 24 gegen den AEV im Spielbericht. Für die erneuete Führung brauchten die Haie jedoch keine Schiedsrichter-Unterstützung, das 2:1 fiel bei fünf gegen fünf Spieler. Wieder war es die erste Reihe, die den Unterschied ausmachte, diesmal schoss Ex-NHL-Star Christian Ehrhoff und Ryan Jones fälschte ab.

Jetzt blieb die schnelle Antwort aus und durch die Strafen war sie auch kaum möglich. Im Gegenteil, das erste Unterzahlspiel wurde noch schadlos überstanden, während des zweiten bauten die Haie die Führung aus. Kai Hospelt schubste einen Reinhart-Schuss zum 3:1 unter Meisner ins Tor. Köln verteidigte jetzt gut und bei den Augsburgern bemerkte man die fehlende Spritzigkeit durch das anstrengende Penaltykilling und das Fehlen von Reihe-eins-Center Stieler. Trotzdem ergaben sich Chancen zum Anschlusstreffer, während des zweiten Powerplays und vor allem in der Schlusssekunde des Drittels, wo Wesslau einen Schuss von Mike Davies aus kurzer Distanz parieren konnte.

Einbruch im Schlussabschnitt - Sonntag zuhause gegen Mannheim

Zehn Minuten lang hielt der AEV noch dagegen und versuchte heranzukommen, dann ging die Strafbanktüre wieder auf und die Haie-Tore fielen: Gogulla und Jones trafen jeweils in Überzahl (51. und 52. Minute), den Schlusspunkt zum 6:1 verbuchte Ex-Augsburger Sebastian Uvira. Der Rekonvaleszent absolvierte gegen den AEV sein erstes Spiel 2017 und lochte erstmals in dieser Saison ein.

Köln ließ sich von der vollen Hütte feiern, der AEV hat mit Mannheim den nächsten Brocken vor der Nase: Die Adler landen am Sonntagnachmittag um 16:30 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion. Mit weniger Strafzeiten und einer Leistung wie im ersten Drittel in Köln ist gegen den Ex-Meister wieder was drin.
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