Gäubodencup: Augsburger EV verliert das Finale im Penaltyschießen

Wenig Spielfluss, harte Zwei- und Mehrkämpfe an den Banden wie hier beim Spiel im vergangenen Dezember prägten auch das Finale um den Gäubodencup in Straubing. Der ERC Ingolstadt setzte sich im Penaltyschießen durch.

Das „Main-Event“ des Gäubodencups ist immer das Spiel der gastgebenden Straubinger, auch wenn es bei deren Spiel nur um Platz 3 geht, und das findet am Abend statt. Deshalb kommt es immer wieder zu kuriosen Spielansetzungen wie am Sonntag: Das Finale findet vor dem Spiel zwischen Straubing und Wolfsburg statt. So auch bei der neunten Auflage, die Gewinner vom Freitag, der ERC Ingolstadt und der Augsburger EV, zeigten ein kampfbetontes und bis zum Schluss spannendes Finale, das Ingolstadt erst im Penaltyschießen entscheiden konnte.

Trevor Parkes nach Olympia-Sichtung im Kader

Der AEV musste weiter auf TJ Trevelyan verzichten, dafür stand erstmals Trevor Parkes im Aufgebot. Das Tor hütete Ben Meisner, der zum Spielbeginn ordentlich zu tun hatte und schon nach einer Minute den Puck aus den Netz fischen musste: 1:0 für den ERCI, der Ex-Augsburger Benedikt Kohl hatte mit einem weiten Pass Berglund bedient und der traf bei seinem Alleingang. Erst nach ein paar Minuten kämpfte sich der AEV ins Spiel, Torszenen waren abgesehen von einigen Powerplays für beide Teams Mangelware, zu sehr spielte sich das Geschehen bei Zweikämpfen an der Bande ab.

Holzmann und White gleichen aus

Ins Mitteldrittel startete Mike Stewarts Team mit verbleibenden 70 Sekunden Überzahl, Kohl büßte für einen Ellbogencheck aus dem Eröffnungsabschnitt – leider ohne Erfolg. Der stellte sich bei fünf gegen fünf Spieler ein: In der 25 Minute sieht Matt White Holzmann und der verwandelt zum Ausgleich. Lang währte der Jubel darüber nicht: Erst konnte Mark Cundari den durchgebrochenen Ex-Augsburger Darin Olver nur mittels eines Fouls stoppen und während der folgenden Strafzeit traf wieder Berglund zur erneuten Schanzer Führung (30. Minute) – das Momentum lag jetzt bei den Oberbayern, die daraus jedoch keinen weiteren Vorteil ziehen konnten.

Fast wie aus dem Nichts fiel in der 36. Minute der Ausgleich zum 2:2: Mike Davies und Matt White kontern, nur ein Ingolstädter und Goalie Jochen Reimer sehen sich den beiden gegenüber – und White schiebt den Puck durch die Beine des ERCI-Torhüters.
Wenige Chancen reichten Augsburg zum Unentschieden, mit Kampf um jeden Zentimeter Eis hielten sie gegen die zum Teil schon gut eingespielten Schanzer dagegen, so dass es auch nach vierzig Minuten noch 2:2 stand.

Das Ergebnis hielt sogar noch länger: Bis zur Schlusssirene fielen keine weiteren Treffer, so dass der Sieger des Gäubodencups im Penaltyschießen ermittelt werden musste. Das war schnell vorüber: Reimer hielt gegen Davies und Cundari, Berglund vollendete gegen Meisner einen Hattrick und nachdem auch Mauldin getroffen hatte musste der dritte AEV-Schütze nicht mehr antreten.

Erster Testspielgegner Linz kommt mit D’Aversa und DaSilva ins CFS

Am kommenden Freitag findet die Heimpremiere des Teams 2017/18 statt, Gegner im Curt-Frenzel-Stadion ab 19:30 Uhr ist der EHC Black Wings Linz, zwei Tage darauf kommt es in der Linzer Keine-Sorgen-Arena zum „Rückspiel“.

Zwei Spieler der Black Wings sind alte Bekannte: Verteidiger Jonathan D’Aversa und Stürmer Dan DaSilva trugen schon einmal das AEV-Trikot.
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