Handball-EM in Kroatien: Wird Deutschland Kontinentalmeister?

Am 12.01. startet die Handball EM in Kroatien. Es ist die 13. Auflage des Turniers. Weltmeister Frankreich geht als großer Favorit ins Rennen. Titelverteidiger Deutschland will das Kunststück von 2016 wiederholen, findet sich aber, anders als vor 2 Jahren, ebenfalls in einer Favoritenrolle wieder. Die Redaktion von bwin hat einige interessante Daten, Fakten und Statistiken dazu zusammengestellt! 



Zum 2. Mal nach 2000 findet die Handball-EM in Kroatien statt. In dem 16 Nationen starken Teilnehmerfeld kämpfen die üblichen Verdächtigen um die Kontinentalkrone. An insgesamt 4 verschiedenen Austragungsorten wird Spitzen-Handball geboten. Dabei stellt die Arena in der Hauptstadt Zagreb die größte Halle. 15.200 Zuschauer finden dort Platz. Dagegen wirkt die Halle in der nordwestlichen Küstenstadt Porec mit ihren 3.710 Plätzen vergleichsweise klein. Die deutsche Mannschaft absolviert ab kommendem Samstag in der Gruppe C alle Vorrundenspiele in Zagreb. Außerdem wird in Split und in Varazdin gespielt.

Das DHB-Team hat sich für das anstehende Turnier einiges vorgenommen, trotz schwerer Gruppengegner wie Montenegro, Mazedonien und Slowenien. Torwart-Star Andreas Wolff hält die Mannschaft gar für „stärker als 2016“. Im 16 Mann starken Kader von Bundestrainer Christian Prokop, der die „Bad Boys“ von Dagur Sigurdsson übernommen hatte, sind noch 8 Europameister von vor 2 Jahren vertreten. Dabei schlug die endgültige Nominierung des Trainers vor ein paar Tagen ziemlich hohe Wellen. Einige Handball-Experten äußerten ihr Unverständnis über die Nichtberücksichtigung von Abwehr-Ass Finn Lemke.

So schätzt der frühere Welthandballer Daniel Stephan das Aufgebot als riskant ein. „Wenn diese Entscheidungen nicht zum erhofften Erfolg führen, kann das natürlich für ihn zum Bumerang werden.“ Statt Lemke nimmt Prokop den Rückraumspieler Maximilian Janke und Bastian Roscheck als 4. Kreisläufer mit und setzt damit eindeutig auf die Flexibilität und Variabilität im Kader. Faktoren, die bei einem langen Turnier nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Jedoch geht beiden Neulingen die Erfahrung im Nationaldress völlig ab. Erst am Wochenende debütierten sie für den DHB.

Die üblichen Verdächtigen

Der Topfavorit auf den Titel ist Frankreich. Die Grande Nation hat diesen Status, auch nach dem Umbruch, vor jedem großen Handball-Turnier inne. Der amtierende Weltmeister gewann 7 der letzten 12 großen Turniere (EM und WM). Auch die Dänen mit Weltklassemann Mikkel Hansen sind wieder vorne mit dabei. Gastgeber Kroatien will mit den fanatischen Zuschauern im Rücken endlich den EM-Fluch besiegen. Als einer der Rekordteilnehmer und mit 2 Finalniederlagen (2008 und 2010) will die Mannschaft um Superstar Domagoj Duvnjak vom THW Kiel den ersehnten Titel holen. Bei ihnen bleibt abzuwarten, ob sie mit dem Druck als Favorit und Gastgeber zurechtkommen.
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