Heißer Tanz im CFS – Augsburg Panther besiegen die Berliner Eisbären mit 7:4

"Der" Spielmacher der Augsburger Panther: Drew LeBlanc, mit 2 Toren und einer Vorlage maßgeblich am 7:4 gegen Berlin beteiligt (Foto: G. Stadler)
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

4946 Zuschauer sahen ein packendes Spiel. Krachende Checks, Überzahltore am laufenden Band, (ein) Shorthander, sensationelle Saves und einen Sieg auf der richtigen Seite, zeigten warum Eishockey die geilste Sportart der nördlichen Hemisphäre ist.

Nachdem Iserlohn in München und Düsseldorf gegen Bremerhaven gewonnen hatte, mussten die Panther nachziehen, um unter den ersten 10 der Tabelle zu bleiben. Und das ist auch spektakulär gelungen. Die Panther rangen die Berliner Eisbären mit 7:4 nieder. Als Doppeltorschützen durften sich sowohl T. J Trevalyan, Drew LeBlanc wie Trevor Parkes feiern lassen. Die Panther gingen mit Jonathan Boutin in die Partie, Backup war Ferdinand Dürr.



Drittel 1

Die erste Chance für die Panther konnte Evan Trupp in der 2. Minute herausspielen, sein Gewaltschuss aus der Halbdistanz aber von Petri Vehanen pariert werden. Die erste Strafzeit des Spieles wurde in der vierten Minute gegen Berlin ausgesprochen (Charlie Jahnke, Halten), aber die Freude währte nicht lange. Nur wenige Sekunden später musste der Augsburger Gabe Güntzel wegen Behinderung vom Eis. Das anschließende Spiel vier gegen vier sah nach Berliner Powerplay aus, die Panther konnten sich kaum befreien. Mit Ablauf der Berliner Strafzeit wurde Boutin vom eigenen Mitspieler (Scott Valentine) kompromisslos aus dem Weg geräumt. Und ohne Goalie im Kasten hatte Jonas Müller wenig Mühe die Hauptstädter mit 0:1 in Führung zu bringen (6.). Kurz danach musste der nächste Berliner das Eis kurzfristig verlassen (Martin Buchwieser, Beinstellen, 7.). Und dann ging es ganz schnell. Innerhalb von 20 Sekunden konnten die Panther ihren Spielmacher Drew LeBlanc klasse freispielen und der hatte keinerlei Probleme den Puck einzunetzen. Und es sollte fröhlich weiter gehen. Ein schöner Schlenzer von Trevor Parkes fand in der 9. Minute seinen Weg ins Tor, ein Panther nahm Vehanen im entscheidenden Moment die Sicht.
Im Anschluss agierten die Panther deutlich bissiger, nahezu jeder Check wurde zu Ende gefahren. In der 12. Spielminute war Boutin mit einem Big Save zur Stelle. Der Berliner James Sheppard konnte aus zwei Meter Nahdistanz ungestört abziehen, aber die Fanghand von Boots war im richtigen Moment an der richtigen Stelle. In der 15. Minute zeigte Parkes einen robusten Einsatz, mittels Ellbogencheck (so die offizielle Wertung) wurde Nicholas Petersen ganz schön ausgehebelt.. Aber auch die Berliner wollten in Sachen Regelwidrigkeiten nicht nachstehen. Nur eine Minute später musste Buchwieser wegen Beinstellens vom Eis und hob damit die Berliner Überzahl auf.

Drittel 2

Ein schnelles Tor in der 21. Minute brachte die Panther mit 3:1 in Front. Nach einem Schuss von Trupp kam der Puck vom Schlittschuh eines Berliner Verteidiger zu Parkes und der ließ sich diese Einladung nicht entgehen. Minuten später war Boots hellwach und hielt die Panther mit zwei wahnsinns Saves im Spiel (24.), u.a. konnte er einen Alleingang von MacQueen zunichte machen.
In der 25. Minute war Boutin aber chancenlos. Ein Strahl von Backman unter die Querlatte brachte den Berliner Anschlusstreffer. Der Ausgleich für Berlin fiel dann in Augsburger Überzahl. Nachdem Petersen wegen Hakens des Spielfeldes verwiesen wurde, konnte MacQueen doch noch eine Alleingang, per Shorthander, erfolgreich abschließen. Aber diese Überzahl sollte auch zählbares für die Panther bringen. Nach einem Schlagschuss von Mark Cundari musste Vehanen prallen lassen und T. J Trevelyan hatte keine Mühe, den Puck ins verwaiste Tor zum 4:3 einzuschieben ( 26.). Und es ging weiter Schlag auf Schlag. In der 27. Minute musste Kretschmann wegen Beinstellens vom Eis und schon stand es 4:4. Das Tor war eine Kopie des vorangegangenen Panthertors, Boots muss prallen lassen und MacQueen „nur“ noch einschieben. Und weiter ging es im Sekundentakt, diesmal gab es zwei Minuten gegen die Eisbären, Michael Dupont musste wegen Hohem Stocks vom Eis. Und das nicht sehr lange. Das 5:4 wurde von T. J. flach an Vehanen vorbei geschlenzt und war sein zweiten Tor an diesem Spieltag. Etwas abseits des Spielgeschehens gab es in der 33. Minute einen Hohen Stock von Maximilian Adam gegen Christian Kretschmann, da hatte einer der Schiedsrichter ein gutes Auge gehabt. Der Sünder durfte aber sehr schnell wieder mitspielen. Innerhalb von 20 Sekunden konnte Nationalspieler Woody Holzmann, nach schönem Zuspiel von LeBlanc, das 6:4 aus nächster Nähe einnetzen.

Drittel 3

Nach dem Feuerwerk aus Drittel 2 ging das Abschlussdrittel nahezu verhalten an. Berlin war bemüht, Augsburg lauerte auf Konter. Alex Polaczek musste in der 48. Minute wegen Hakens vom Eis und somit war Berlin in numerischer Überzahl. Aber die Unterzahlspezialisten der Panther ließen nichts anbrennen. 52., gutes Stellungsspiel von Boots, der mit seinem Oberkörper einen Versuch von Mark Olver unschädlich machte. Und weil Toreschießen halt Spaß machten, hatten die Panther noch was für ihre Anhänger. Das 7:4 fiel in der 55. Minute, Torschütze „der“ Spielmacher der Panther: Drew LeBlanc. Die Vorarbeit war auch sehenswert, Daniel Schmölz erkämpfte sich den Puck hinter dem Berliner Tor, passte auf Polo Polaczek und der bediente den besagten Augsburger Kreativposten. Zum Ende hin zeigten die Hauptstädter, dass sie mit der Situation nicht gut umgehen konnten. Die Aktionen der Eisbären nahmen zunehmend an Härte zu. Höhepunkt war ein Check gegen den Kopf von Martin Buchwieser, der mit 2 plus 10 bestraft wurde (59.).
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