Historisches Heimdebüt: Gute Leistung, keine Punkte

 

Donnerstagabend war es soweit: Der FC Augsburg feierte gegen den FK Partizan Belgrad seine Heimpremiere in der Europa League. Auch im zweiten Europa League Spiel gab es eine 1:3-Niederlage. Allen voran Raul Bobadilla spielte sich in den Vordergrund, vergab aber zahlreiche Chancen.

Vor dem Spiel hatte der Verein einige Vorkehrungen treffen müssen. So wurden in der gesamten Arena Sitzplätze eingebaut, was die Gesamtfassung des Stadions auf 26.000 Plätze verringerte. Das so etwas mehr als 4000 Zuseher weinger in die Arena passten, merkte man kaum. Entsprechend der Bedeutung der Partie zeigten sich die FCA-Fans bei ihrem ersten Heim-Auftritt auf europäischer Bühne euphorisch.

Bereits beim Auswärtsspiel in Bilbao hatten die mitgereisten Fans einen guten Eindruck hinterlassen und den Verein und die Stadt vorbildlich repräsentiert. Das Belgrad-Spiel zelebrierten die Augsburger mit einer großen Choreographie in den Vereinsfarben mit einem abgebildeten römischen Legionär. Darunter stand auf einem Schriftzug: „Seht ihr diese Pracht - Augsburg ist erwacht.“

Klavan nicht im Kader - Matavz vergibt erste Chance


Markus Weinzierl vertraute beim zweiten Spieltag in der Euro League auf das Südkorea-Trio Hong, Koo und Ji. Einen Platz auf der Bank hatte der zuletzt formstarke Esswein, Klavan stand erst gar nicht im Kader für das Spiel. Augsburg legte gleich nach dem Anpfiff los und hatte in der ersten Minute die erste Torchance durch den Slowenen Tim Matavz.

Es ging munter weiter in dem ausgeglichenen Spiel zwischen dem FCA und Partizan. Auffälligster Akteur auf dem Platz war dabei der Argentinier Raul Bobadilla. Wenn der Offensivspieler an den Ball kam, wurde es gefährlich. In der 13. Minute setzte sich Bobadilla auf dem rechten Flügel durch und spielte den Ball zu Ji, der den Ball aber nicht versenken konnte.

Ein Haken und vorbei an Hong: Zivkovic macht das 1:0


In der 15. Minute wurde Bobadilla von Ji bedient, doch auch sein Schuss zappelte nicht im Netz. Augsburg spielte weiter nach vorne und hatte beste Möglichkeiten in der 29. Minute durch einen Schuss von Bobadilla und Matavz, dessen Kopfball am Tor vorbeiflog. Der 19-jährige Andrija Zivkovic, der als großes serbisches Talent gilt, beendete Augsburgs Träume aber vorerst. Mit einem schnellen Haken setzte er sich gegen Hong durch uns erzielte aus 16 Metern in der 31. Minute das 0:1.

Der FCA gab sich nach dem Tor nicht geschlagen und kam immer wieder durch Bobadilla (41. und 48. Minute) gefährlich vor das Tor der Gastmannschaft. Der Argentinier verzweifelte im Angriff förmlich. Eine nach der anderen Chance wurde von ihm vergeben. Ein anderer Augsburger trat an seine Stelle und bugsierte den Ball ins Tor – allerdings ins eigene. In der 54. Minute prallte die Kugel von Ji zum 0:2 ins Netz.

Bobadilla macht sein Tor, Belgrad dezimiert - es reicht dennoch nicht


Minuten später war es dann endlich soweit und Bobadilla kam zu seinem Tor. Nach einem Zusammenspiel mit Altintop schoss "Boba" das 1:2 in der 58. Minute. Doch die Hoffnung auf die ersten Punkte in der Europa League hielt nicht lange. In der 62. Minute war es erneut Zivkovic, dessen Ball hinter Marwin Hitz einschlug. Das 1:3 hatte dabei einen faden Beigeschmack. Der Arm von Babovic landete im Gesicht von Verhaegh, was der Schiedsrichter nicht ahndete.

Kurz darauf sah Belgrads Subic die Gelb-Rote Karte. Danach setzte Weinzierl auf volle Offensive und brachte Trochowski für Callsen-Bracker. Das Bild änderte sich in den letzten 20 Minuten nicht mehr. Augsburg mühte sich, doch brachte den Ball nicht im Kasten unter. Den Zuschauern boten die beiden Teams eine hochkarätige und spannende Partie. Der FCA zeigte eine ansehnliche Leistung – einzig der Punktgewinn fehlte wieder.
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