"Ich könnt' kotzen": FCA unterliegt Dortmund mit 1:3

Enttäuschte Augsburger, jubelnde Dortmunder. Foto: Alexander Heinle

Der FC Augsburg verliert gegen Borussia Dortmund trotz früher Führung mit 1:3. Dem Führungstreffer von Alfred Finnbogason folgten Tore durch Mkhitaryan, Ramos und Castro. FCA-Außenverteidiger Philipp Max kommentiert's auf seine eigene Art.

Nach dem 2:2 bei Aufsteiger Darmstadt stand für den FC Augsburg das Heimspiel gegen Borussia Dortmund auf dem Programm. Die Personalsituation auf Seiten der Hausherren hatte sich vor dem Spiel wieder etwas entspannt, sodass Trainer Markus Weinzierl auf drei Positionen durchwechselte. Für Konstantinos Stafylidis, Markus Feulner und Alex Esswein rückten Paul Verhaegh, Jeffrey Gouweleeuw und Philipp Max in die Mannschaft. Einen eher unfreiwilligen Tausch musste Weinzierl im Tor vornehmen: So spielte Alexander Manninger für Marwin Hitz, der aufgrund einer Grippe absagen musste.

Der FCA überließ den Gästen von Beginn an den Ball und suchte sein Heil in der geordneten Defensive. Mit einer Fünferkette um das Innenverteidigertrio Gouweleeuw, Ragnar Klavan und Jeong-Ho Hong versuchten die Augsburger, den Spielfluss der Dortmunder zu unterbinden und über blitzschnelle Umschaltaktionen eigene Chancen zu kreieren. Die Taktik schien aufzugehen, als Alfred Finnbogason den frühen Führungstreffer für die Fuggerstädter markierte. Nach einem Konter über die linke Seite bediente Max den durchgestarteten Caiuby im Strafraum, der auf Höhe des Fünfmeterraums auf Finnbogason quer legte. Der Isländer vollendete mit seiner fünften Torbeteiligung in den vergangenen fünf Spielen zur Führung. „Ein wunderschönes Tor“, schwärmte Schlussmann Manninger nach der Partie.

Der BVB tat sich lange Zeit schwer gegen die kompakte Augsburger Defensive, Torabschlüsse zu kreieren. Die erste Großchance der Gäste gab es erst in der 41. Minute, als Marco Reus nach starker Vorarbeit von Henrikh Mkhitaryan im direkten Duell an Manninger scheiterte. Chancenlos war der Torwart-Oldie ein paar Minuten später. Eine tolle Kombination durch die Mitte vollendete Mkhitaryan mit unfreiwilliger Hilfe von Hong zum Ausgleich. „Ein echtes Ei“, kommentierte Philipp Max später in der Interviewzone, „da könnt' ich schon wieder kotzen“.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam der Torschütze der vergangenen Woche, Markus Feulner, für Daniel Baier, der nach einem Schlag auf den Mittelfuß nicht weiter spielen konnte.
Trotz der Doppelbelastung durch die Europa League wirkten die Gäste nun jedoch deutlich frischer und spritziger. „Was in der ersten Hälfte 50 Meter vor unserem Tor passierte, kam nun immer näher“, analysierte Manninger später.

Die Augsburger liefen nun fast nur noch hinterher und konnten selbst kaum noch Akzente im Offensivspiel setzen. Durch den Ballbesitz – am Ende waren es 76 Prozent - „wurde der Druck immer größer“, so Manninger.

Nur eine Frage der Zeit war somit der Führungstreffer für die Dortmunder. In der 69. Minute traf Gonzalo Castro nach Vorarbeit von Adrian Ramos und drehte damit das Spiel. Der Kolumbianer hatte einen langen Ball im Luftduell gegen Hong behauptet und auf den heran eilenden Castro zurückgelegt.

Nur wenige Minuten später dann der endgültige K.O.-Schlag für den FCA. Eine Flanke von Moritz Leitner landete bei Ramos, dessen Kopfball Manninger mit einem sensationellen Reflex vorerst abwehren konnte. Der Ball landete jedoch erneut beim Kolumbianer, der sich nicht zwei mal bitten ließ und auf 3:1 erhöhte.

Der FC Augsburg rutscht durch die Niederlage gegen Borussia Dortmund auf den 15. Tabellenplatz ab und ist bei 27 Punkten punktgleich mit der TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt. Nach der Länderspielpause warten zwei Auswärtspartien: in Mainz und in Bremen.
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