Ingolstadt siegt im sogenannten Pantherderby

Er weckte kurz Hoffnung bei den mitgereisten Fans: TJ Trevelyan traf zum zwischenzeitlichen 1:2.
Ingolstadt: Saturn Arena |

Seit 2015 hatte der ERCI zuhause nicht mehr gegen Augsburg gewinnen können, ausgerechnet nach dem AEV-Traumstart mit drei Siegen riss diese Serie. Bei Ingolstadt hatte Licht und Schatten gewechselt, die Schanzer gaben eine 2:0-Führung gegen Straubing her, gewannen bei Meister München und verloren freitags in Krefeld.

Spielbericht vom Sieg gegen Straubing
Bildergalerie vom Straubing-Spiel

Gegen Augsburg schien bei den Oberbayern wieder die Sonne, schon das erste Powerplay konnten sie nutzen: Brandon Buck schoss aufs Tor, Laliberte stand im Sichtfeld Ben Meisners und zog im letzten Moment den Fuß aus der der Schussbahn – 1:0 nach gut zwei Spielminuten. Meisner stand im Tor, da sich Jonathan Boutin gegen Stzraubing leicht verletzt hatte, außerdem ersetzte Alex Thiel den erkrankten Hafenrichter. Durch den Gegentreffer schien Mike Stewarts Team aufgewacht zu sein, drückte auf einen schnellen Ausgleich. Erst prüfte Matt White Timo Pielmeier, dann zielte Trevor Parkes knapp vorbei, während Gegenüber Meisner das zweite Buck-Tor verhinderte. TJ Trevelyan verpasste das Tor, Davis kam knapp zu spät, so dass Pielmeier den Puck sichern konnte und White konnte einen Pass nicht richtig annehmen – er stand dabei frei vor dem Tor.

Augsburg patzt bei Paradedisziplin Powerplay

Es folgte das erste Überzahlspiel für Augsburg – bisher die Paradedisziplin. Aber der ERCI verteidigte gut, ließ zu viert weniger Chancen zu als mit komplettem Team. Und konterte den AEV nach Ablauf der Strafe eiskalt aus: Darin Olver – der AEV-Vizemeister kam frisch aus Berlin an die Donau – spurtete auf Meisner zu, traf den Keeper am Kopf, gegen Olvers zweiten Schuss aus kurzer Distanz war Augsburgs Torhüter dann machtlos und es stand 2:0 nach neun Minuten.

Bald danach wurde er von seinem Verteidiger Mark Cundari geprüft, der Kanadier hatte neben dem Tor den Puck an den Schlittschuh bekommen, und dieser bewegte sich Richtung Tor. Ingolstadt hatte nach dem zweiten Treffer Oberwasser und hätte kurz vor der ersten Pause erhöhen können: Olver und Mouillierat waren durch, Olver lupte den Puck über den übers Eis rutschenden Augsburger Defender auf die Kelle seines Mitspielers, aber der scheiterte am Pfosten.

Meisner hält sein Team im Spiel

Es ging also nur mit 0:2 ins Mitteldrittel, Meisner und Glück hatten den AEV im Spiel gehalten. Im Abstand von nur 17 Sekunden mussten Evan Trupp und John Laliberte jeweils wegen Hakens auf die Strafbank, Brandon Buck vergab während des Vier-gegen-vier-Spiels die größte Chance. Danach neutralisierten sich beide Teams weitgehend, denn mit der Führung konnte Ingolstadt defensive spielen und das Mitteldrittel zumachen – der Weg über die gegnerische Blaue Linie fiel Mike Stewarts Jungs sichtlich schwer. Chancen gab es natürlich trotzdem: Gefährlich wurde es bei einem Gewühl vor Meisner, danach wirkten sowohl Augsburgs Goalie als auch Trevor Parkes leicht angeschlagen. Beim oberbayerischen Powerplay kurz darauf war er wieder auf dem Posten und rettete gegen Buck, mehrmals gegen Mouillierat und Greilingers Schlenzer.

Eiskalte Duschen nach dem Anschlusstreffer

Auch Augsburg durfte noch einmal mit einem Mann mehr spielen, jetzt war Pielmeiers Können gefragt, der unter anderem TJ Trevelyan verzweifeln ließ. Ohne weitere Tore ging es also in den Schlussabschnitt, wo endlich die vielen mitgereisten AEV-Fans jubeln konnten: TJ Trevelyan bekam den Puck von Trevor Parkes zugespielt und Pielmeier hatte gegen seinen platzierten Schuss keine Chance. Lang währte die Freude über den Anschluss nicht, denn eine halbe Minute darauf stellte Mauldin ins laute „Jetzt geht’s los!“ der Augsburger Kurve den alten Vorsprung wieder her (beide Tore in der 45. Minute). Und es kam schlimmer, wieder eine Minute später lochte Mike Collins zum 4:1 ein (47. Minute). Unterbrochen nur durch eine Strafe gegen Parkes in der 50. Minute startete Augsburg jetzt die Schlussoffensive und belagerte den Schanzer Kasten. In der 55. Minute fuhr Gabe Guentzel links ins Drittel und zog einfach mal ab – Pielmeier hatte wohl auf einen Pass spekuliert und wurde vom Schuss in den Winkel überrascht. Der Druck nahm zu, Ingolstadt verteidigte mit Mann und Maus und Pielmeier hatte jetzt mehr zu tun als in den vorangegangenen 55 Minuten. Die Oberbayern retteten den Vorsprung auch gegen sechs Augsburger Feldspieler – zwei Minuten vor dem Ende hatte Mike Stewart Meisner vom Eis geholt und durch Brady Lamb ersetzt – und gewannen letztlich verdient.

„Game eight“ gegen Nürnberg und Wiedersehen mit Hanowski und Shugg in Köln

Im Curt-Frenzel-Stadion steht am Freitag ein Spitzenspiel mit Revanche-Charakter an: Tabellenführer Nürnberg kommt zum „Game eight“ nach Augsburg, dem ersten Spiel nach der langen Viertelfinalserie. Spielbeginn ist wie immer freitags um 19:30 Uhr. Am Sonntag müssen die Augsburger Panther nach Köln, dort ist das Eröffnungs-Bully um 16:30 Uhr.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.