Iserlohn Roosters demütigen Augsburger Panther mit 6:0

Nicht viel zu lachen gab es für Mike Stewart bei der 6:0 Auswärtspleite in Iserlohn (Symbolbild) (Foto: G. Stadler)

Und für die Panther wird es immer enger im Kampf um einen Pre-Playoffplatz, bei den favorisierten Sauerländern kamen die Panther mit 6:0 (1:0 / 3:0 / 2:0) gewaltig unter die Räder. Die gute Leistung im ersten Drittels wurde letztendlich durch individuelle Fehler und Ladehemmung vor dem gegnerischem Tor zunichte gemacht. Mangelnde Disziplin und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, zumindest nach Stewartscher Leseart, taten ihr Übriges. Egal wie, 70 Strafminuten sind eindeutig zu viel. Einen positiven Aspekt gab es am Freitagabend doch noch. Die direkten Kontrahenten um Platz 10, Ingolstadt und Hamburg, verloren ebenfalls ihre Begegnungen.

Alle Mann an Bord, so der Statusbericht der Augsburger Panther vor dem DEL Endspurt in der Regular Season. Der wieder genesene T. J. Trevelyan und Neuzugang Blake Kessel mussten sogar die erste Partie nach der Länderspielpause von der Tribüne aus verfolgen. Als überzählige Spieler mit ausländischem Pass, insgesamt dürfen 9 Spieler aus dem Ausland pro Partie eingesetzt werden, wurde der Ein noch geschont, der Andere befindet sich noch in der Integrationsphase in das Stewartsche Systems.

Mit Jeff Deslauriers im Tor gingen die Panther die Auswärtsbegegnung in Iserlohn an, der Gastgeber selbst startete mit viel Druck in die Partie. Daraus resultierte auch schnell eine erst Überzahl für die Hausherren, James Bettauer musste in der 3. Minute wegen Stock-Check auf die Strafbank. Jason Japers beendete die Augsburger Unterzahl per Haken. Eine generell gut eingestellte Panther Abwehr ließen wenige Chancen für die Rooster zu, eine davon hatte Ex-Panther Luigi Caporusso, der aber gestoppt werden konnte (10.). Eine erste Augsburger Drangphase wurde durch eine Regelwidrigkeit von Arvids Rekis beendet (14., Behinderung). Und diesmal fackelten die Rooster nicht lange, per Schlagschuss konnte Ryan Button auf 1:0 stellen. Die Chance zum Ausgleich ergab sich bereits Sekunden später, der zweite Ex-Panther Ched Bassen, dezimierte seine Farben mittels Beinstellens (16.), aber viel gab es hier nicht zu holen für den AEV. Kurz vor Drittelende hatte Mark Mancari die Möglichkeit zum Ausgleich auf der Kelle, aber Mathias Lange im Kasten der Iserlohner konnte seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels wurde es wieder gefährlich vor dem Pantherkasten, Evan Oberg musste in die Kühlbox (21.). Die gefährlichste Situation endete am Außenpfosten. Im Anschluss hatte wieder Mancari eine gute Chance für den AEV, aber er vertändelte die Scheibe. Die Augsburger präsentierten weiterhin ein gutes Forechecking. Aber wiederholte Augsburger Undiszipliniertheiten ermöglichte die nächste Überzahl für die Rooster, (Daniel Weiß, Stockschlag, 26.). Und kaum war die überstanden gingen die Iserlohner mit 2:0 in Führung, Torschütze aus spitzestem Winkel war Mike York (29.). Nach einem Riesenbock von Stefen Tölzer konnten die Rooster kurz darauf durch Brooks Macek mit 3:0 in Führung gehen. Nach Beinstellen Bassen gab es Faust auf Faust (27.), Ross und Oberg gerieten aneinander (jeweils 2 plus 2 plus 10 Minuten), insgesamt resultierte diese Begebenheit in einer Überzahl für die Panther. Aber war mal wieder nix. Die darauffolgende Überzahl der Roosters hingegen war mit freundlicher Unterstützung von Deslauriers deutlich erfolgreicher (Tölzer, Haken, 39.). Zum 4:0 der Roosters (Torschütze Connolly, 40.) kam auch noch eine Strafe für Deslauriers wegen Spielverzögerung hinzu.

Und somit gingen die Iserlohner in numerischer Überzahl in das dritte Drittel. Für Deslauriers war mal wieder vorzeitig Schluss, Ben Meisner musste in aussichtloser Situation übernehmen. Und Deslauriers Undiszipliniertheit musste der Backup mit dem Treffer zum 5:0 ausbaden, Torschütze Caporusso (42.). Nachdem ein Spieler hart gegen Ben Meisner gecheckt wurde, kam es zu einer wilden Keilerei, die letztendlich in einer 5 gegen 3 Situation für Iserlohn mündete (die Panther wurden insgesamt mit 18 Strafminuten bedacht, Iserlohn mit 14). Und kaum komplett mussten die Panther schon wieder in Unterzahl ran (Rekis, Haken). Und diesmal waren die Hähne, in Person von Michel Pèriard, wieder in Spiellaune: 6:0 in der 50. Spielminute. Kurz vor Drittelende kamen die Panther zu ihrer ersten Chance im letzten Drittel, aber Tölzer verpasste die Gelegenheit zum Ehrentreffer.

Und dieser Weg wird ein steiniger sein. So muss man wohl die Augsburger Bemühungen um einen Pre-Playoffplatz charakterisieren. Um 16.30 Uhr geht es am Sonntag bereits weiter. Zu Gast kommt das Spitzenteam aus Berlin.
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