Kanu: Doppelsieg für Rendschmidt/Groß und Brendel, weitere Titel gehen an Hoff, Weber und Rauhe/Liebscher

Mit sieben Titeln sowie drei Silber- und einer Bronzemedaille avancierte das zehn Athleten umfassende DKV-Rennsportteam bei den Europameisterschaften am Wochenende in Racice/Tschechien mit Abstand zur erfolgreichsten Mannschaft.


Mit einem Doppelsieg über 1000 und über 500m wiederholte der Herren-K2 Max Rendschmidt (Essen) und Marcus Groß (Berlin) seinen Erfolg von der EM 2013 in Montemor-o-Velho, als beide erstmals bei einer internationalen Meisterschaft gemeinsam im Boot saßen und auf beiden Distanzen gewannen. Über 1000m verteidigten Rendschmidt/Groß am Samstag ihren Titel vom Vorjahr in Brandenburg vor Bialko/Piatrushenka aus Weißrussland sowie Havel/Sterba aus Tschechien. Im heutigen 500m-Finale gewannen sie vor den Weltmeistern von Moskau Vlcek/Tarr (SVK) und den 1000m-Silbermedaillengewinnern Bialko/Piatrushenka.
C1-Olympiasieger und -Weltmeister Sebastian Brendel (Potsdam) verteidigte sowohl über 1000m als auch über 5000m seine EM-Titel vom Vorjahr. Brendel siegte auf der olympischen 1000m-Strecke vor dem Polen Tomasz Kaczor und Pavlo Altukhov aus der Ukraine. In den abschließenden Langstreckenrennen setzte er sich vor dem Russen Pavel Petrov und dem Weißrussen Maksim Piatrou durch. Über 500m kam der 27-jährige Bundespolizist bedingt durch ungünstige Windverhältnisse auf Rang sieben.
Mit einem unangefochtenen Sieg holte sich im K1 der Herren über 1000m Max Hoff (Essen) den zuletzt 2012 errungenen EM-Titel zurück, er verwies den Dänen Rene Holten Poulsen und den Portugiesen Fernando Pimenta auf die Plätze. Über 5000m kam Hoff zum Abschluss hinter Poulsen noch zu EM-Silber.
Im nichtolympischen K1-Finale der Damen über 1000m erkämpfte Franziska Weber (Potsdam) ihren ersten EM-Sieg auf dieser Distanz. Die Weltmeisterin von 2010 setzte sich vor Florentina Caminescu aus Rumänien und der Italienerin Irene Burgo durch. Im 500m-Finale paddelte sie hinter der Polin Ewelina Wojnarowska auf den Silberrang.
Für einen weiteren EM-Titel in den olympischen Disziplinen sorgte der Sprintzweier Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) im K2 über 200m. Ihnen gelang mit einem Sieg vor den Weltmeistern des Vorjahres Grujic/Novakovic aus Serbien die WM-Revanche, Bronze ging an das litauische Duo Lankas/Ramanauskas. Im K1 über 500m paddelte Tom Liebscher zu Silber, er musste sich im Finale lediglich dem amtierenden Weltmeister Rene Holten Poulsen geschlagen geben.
Im C2 der Herren über 1000m sicherten sich die WM-Dritten von Moskau Yul Oeltze (Magdeburg) und Ronald Verch (Potsdam) mit einer starken kämpferischen Leistung EM-Bronze. Im C1 über 200m erreichte Stefan Kiraj (Potsdam) einen guten sechsten Rang.
Chefbundestrainer Reiner Kießler zog vor den abschließenden Langstreckenrennen ein positives Fazit: „Wir wollten hier schauen, wo wir zum frühen Saisonzeitpunkt stehen. Das Ergebnis ist überaus erfolgreich. Mit dem letzten olympischen Rennen haben wir die sechste Goldmedaille geholt, vier davon in den olympischen Disziplinen – so gesehen ist das Abschneiden der kleinen Mannschaft als sehr effektiv zu werten. Man darf aber nicht vergessen, dass sich wohl kaum jemand gezielt auf die EM vorbereitet hat, auch wir im Prinzip nicht. Wir müssen nun konzentriert weiterarbeiten, in Selbstsicherheit darf und wird sich niemand von uns wiegen, denn das eine oder andere starke Konkurrenz-Boot wird bei den nächsten Prüfungen mit den Weltcups noch auf uns zukommen. Die Sportler sind aber erstmal froh, sich mit ihren Leistungen hier für die erweiterte Weltcup-Mannschaft qualifiziert zu haben.“

Parakanuten sorgen für 4-fachen Silberglanz


Zum erfolgreichen Abschneiden des DKV in Racice trugen auch die Parakanuten mit insgesamt vier Vize-Europameistertiteln bei. WM-Bronzemedaillengewinner Tom Kierey (Berlin) holte in der Klasse KL3 men ebenso Silber wie Brit Gottschalk (Wiesbaden-Schierstein) in der Klasse VL3 women und Ivo Kilian (Halle) in der Klasse VL2 men. Über ihre erste internationale Medaille im Kanusport durfte sich auch die Paralympics-Goldmedaillengewinnerin 2012 im Basketball Edina Müller (Hamburg) mit Silber in der Klasse KL1 women freuen.
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