Kanu-Weltcup auf dem Eiskanal in Augsburg: Toller erster Finaltag

 

Die Slalom-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) haben bei ihrem ersten Heimweltcup auf dem Augsburger Eiskanal einen glänzenden ersten Finaltag absolviert.

Medaillensatz am ersten Finaltag vor eigenem Publikum
Die Slalom-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) haben bei
ihrem ersten Heimweltcup auf dem Augsburger Eiskanal einen
glänzenden ersten Finaltag absolviert.

Am Samstag gewann das deutsche Team im zweiten Rennen der diesjährigen Weltserie einen kompletten Medaillensatz und erzielte zahlreiche Finalplatzierungen.

Gold holten im Canadier-Zweier die Merseburger Robert Behling und Thomas
Becker. Die Europameister von 2015 verwiesen die Tschechen Jonas Kaspar/Marek
Sindler sowie Gauthier Klauss/Matthieu Peche (Frankreich) auf die Plätze. „Es ist
immer was Besonderes vor eigenem Publikum zu gewinnen. Die Zuschauer haben
uns runtergeschrien zu der Musik, die wir uns vorher ausgesucht hatten“, freute sich
Thomas Becker. Der Disco-Pogo von den Atzen war ganz offensichtlich eine gute
Wahl. „Endlich mal fehlerfrei“, war der Hintermann der Besatzung erleichtert, „wir
waren schon zur EM in Tacen supergut drauf, haben dann zweimal berührt, auch in
Prag hatten wir einen Fahrfehler. Wir haben viel gemacht im Winter und es ist
einfach toll, jetzt etwas wiederzubekommen.“ Mit den beiden Leipziger Booten
Franz Anton/Jan Benzien auf Rang vier sowie David Schröder/Nico Bettge auf dem
achten Rang machten die deutschen Zweier einen starken Eindruck.
Die zweite Medaille des Tages kam im Canadier-Einer der Damen etwas unverhofft,
denn die als Zehnte des Halbfinals zuerst in die Entscheidung gestartete Lena
Stöcklin (Leipzig) war alles andere als glücklich über ihren Eingang in den Finallauf der am Ende trotzdem zu Bronze reichte. „Die anderen sind halt schlechter
gefahren, aber zufrieden bin ich mit meinem Finale trotzdem nicht. Aber eine
Bronzemedaille bei einem Heimweltcup nimmt man gerne mit – besser geht’s
nicht“, strahlte Lena Stöcklin am Ende mit der Sonne um die Wette.
Den Weltcupsieg holte sich überlegen Australiens Weltmeisterin Jessica Fox vor Mallory Franklin aus Großbritannien. Die Augsburgerin Birgit Ohmayer schied im
Halbfinale auf Rang 17 aus.
Im Kajak-Einer der Herren machte dann Hannes Aigner (Augsburg) den
Medaillensatz für die deutsche Mannschaft komplett. Der Vierte der Spiele von Rio
hatte bei den Qualifikationen im Frühjahr den Sprung ins A-Team verpasst,
profitiert vom vierten Weltcupstartplatz der Deutschen in dieser Kategorie mit der
höchsten Leistungsdichte. „Es freut mich total, dass ich nicht nur zu den besten
Deutschen, sondern auch zur Weltspitze gehöre, obwohl ich nicht im Team bin“,
sagte der Olympia-Bronzemedaillengewinner von London.
„Das ist ein super Erfolg für mich, weil der Gesamtweltcup mein Jahreshöhepunkt ist und es freut mich, dass ich jetzt einen guten Start habe.“ Der vierte Platz von Sebastian Schubert (Hamm) und Rang fünf für Alexander Grimm (Augsburg) machten den starken Auftritt der deutschen Kajaks komplett. Fabian Schweikert (Waldkirch) war als Elfter ebenfalls nur knapp am Finaleinzug gescheitert.
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