Kanulegende Karl Heinz Englet erhält höchste Auszeichnung des BLSV im Augsburger Rathaus verliehen

Verdienstplakette in Gold
 
OB Dr. Kurt Gribl, Sportreferent Dirk Wurm, Karl Heinz Englet, Olympiasiegerin Elisabeth Micheler-Jones, BLSV Bernd Kränzle
Augsburg: Rathaus | Große Feierstunde im Augsburger Rathaus – Der BLSV Bayerische Landessportverband ehrt Karl Heinz Englet mit der höchsten Auszeichnung – der Verdienstplakette in Gold!

Der Vizepräsident des BLSV und BLSV Bezirksvorsitzende Schwaben hat eine großartige Feierstunde organisiert und überreichte der Kanulegende Karl Heinz Englet im Augsburger Rathaus die höchste Auszeichnung des BLSV - die Verdienstplakette in Gold -nach einer bewegenden Laudatio. Zuvor hatte er die zahlreich anwesenden geladenen Gäste einzeln vorgestellt. Zahlreiche bekannte Gratulanten wohnten der Feierstunde bei. Vertreter vom BLSV, der Augsburger Allgemeine, es war auch der Chefredakteur Walter Roller und sein Stellvertreter Jürgen Marks anwesend, viele ehemalige Stadtratskollegen und Kolleginnen aber auch Weltklassekanuten wie die Olympiasiegerin Elisabeth Micheler-Jones, Melanie Pfeifer und Hannes Aigner (Olympioniken Rio de Janeiro 2016), langjährige Weggefährten, sowie natürlich der Kanu Schwaben Präsident Horst Woppowa, um nur einige zu nennen.

Bernd Kränzle: „Karl Heinz Englet hat die Sportstadt Augsburg über 60 Jahre lang geprägt und immer wieder Akzente gesetzt“. Der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Dr. Kurt Gribl hob hervor, dass „Karl Heinz Englet nicht nur den Kanusport in Augsburg geprägt hat, sondern auch die Kultur und das gesellschaftliche Leben. Ein Mann des Feuers“, so lautet auch sein in Kürze erscheinendes Buch.

Spannend wurde es dann, als Karl Heinz Englet in seiner Rede einen kurzen Rückblick gab „wie Olympia nach Augsburg kam“. Ende Oktober wird sein Buch „der Mann des Feuers“ offiziell vorgestellt.

Karl Heinz Englet: „Der Kampf um Olympia 1972“

Mit dem Kanu-Slalom sollte das olympische Programm für München 1972 erweitert werden. Der Deutsche Kanuverband hatte beim IOC den nötigen Antrag gestellt. Die Chance, den Wunsch der Kanuten zu erfüllen, stand gut. Die Slalom-Kanuten hofften nicht vergebens. Beim IOC Kongress 1968 wurde bestätigt, dass der Kanu Slalom 1972 seinen ersten großen Auftritt hat. Die Freude war riesengroß. Noch vor diesem IOC Kongress bewarb sich die Stadt Augsburg mit dem Oberbürgermeister Wolfgang Pepper für die Ausrichtung dieser Premiere auf dem Augsburger Eiskanal. Als München für 1972 den Zuschlag bekam, gehörte der Kanuslalom zum ersten Mal zum olympischen Programm. Die Isar in München war zuerst als Strecke im Gespräch, aber im August führt die Isar ziemlich wenig Wasser. Zudem wäre die Strecke in München nicht nachhaltig gewesen, denn die Demontage der Einbauten nach dem Wettkampf wurde diskutiert. Da kam Helmut Handschuh mit seiner Überzeugung „wir Augsburger jagen den Münchnern den Slalom ab“ ins Spiel. Ein „Dreamteam“ entstand, gebildet von Medien, Politik und Sport – darunter Karl Heinz Englet – überzeugte das IOC und den Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel davon, dass der Kanuslalom am Augsburger Eiskanal die bessere Variante wäre, am 12. Mai 1970 hatte das bange Warten ein Ende, Augsburg hatte es geschafft. Die Arbeiten für den neuen Kanal dauerten ein Jahr. Die spannende Erstbefahrung erfolgte durch Karl Heinz Englet auf dem ersten künstlichen Wildwasserkanal „welch ein völlig neues Fahrgefühl. Das Wasser brodelt und pulsiert, es wird von den steilen Wänden zurückgeworfen, eine völlig neue Fahrtechnik ist ab sofort angesagt“ so zitierte Karl Heinz Englet aus seinem Buch, welches in Kürze vorgestellt wird. Am Augsburger Eiskanal hatte er seinen größten Auftritt, er entzündete 1972 bei den olympischen Spielen vor 30.000 Zuschauern das olympische Feuer. “Ein Mann mit Feuer eben“. Nach der offiziellen Feier hatte Karl Heinz Englet noch viele Fototermine durch die anwesende Presse und Gratulanten zu absolvieren, eine gelungene Feierstunde für die 77-jährige „Kanulegende“ Karl Heinz Englet.
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