Keine Finanzen für die Fassade

Ganz so alt wie die alten Römer ist die Diskussion um die Fassade der SGL-Arena noch nicht. Doch bereits bis in das Jahr 2009 zurück reicht die Auseinandersetzung um das Antlitz des Stadions. Die StadtZeitung hatte im vergangenen Jahr mehrere - nicht ganz ernst gemeinte - Fassaden-Vorschläge gemacht. Einer war diese Kolosseums-Optik. Foto: Michejew/Libossek

Das Stadion des FC Augsburg wird weiter ohne eine Hülle bleiben. Die Stadt vertagt das Thema Fassade erneut, denn für eine Verkleidung der Spielstätte ist kein Geld vorhanden.

Die FCA-Arena muss auch weiter ohne Fassade auskommen. Die Stadt hat kein Geld für eine Verkleidung der Spielstätte. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Mittwoch. Die Außenhülle würde wohl zwischen vier und sechs Millionen Euro kosten.

Der Erbaurechtsvertrag aus dem Jahre 2007 verpflichtete den FCA, bis 31. Dezember 2009 eine Fassade zu errichten. Diese Frist wurde vom Stadtrat erstmals am 30. April 2009 bis zum 31. Dezember 2010 und zum zweiten Mal am 25. November 2010 auf 31. Dezember 2011 verlängert. Im Sommer 2014 entließ der Stadtrat den FCA endgültig aus der Verpflichtung, die Arena einzukleiden. Jedoch "ohne dafür eine Befreiung zu erteilen", wie Volker Schafitel von den Freien Wählern kritisierte. Der "peinlichen Hängepartie" gelte es ein Ende zu setzen. Die "ehrliche Konsequenz" sei, dass die Stadt die Fassade selbst baue.

Mehrheitlich stimmten die Stadträte jedoch für den Kurs von Wirtschaftsreferentin Eva Weber (CSU) und damit gegen einen Fassadenbau. Das Stadion gehöre dem FCA und bevor die Stadt nicht wisse, ob der FCA die Arena erweitert, könne man auch keine Fassade planen. Auf den Einwand, dass doch der FCA zahlen solle, erwiderte Weber, dass dieser Zug abgefahren sei.
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