Lädierte Panther verlieren mit 5:3 in Hamburg

Auch die zwei Treffer von Jon Matsumoto reichten nicht zum Auswärtssieg in Hamburg.
 
Am Ende jubelten die Untoten wie diese Hamburger Zombie-Deern: Der AEV verlor das "Halloween-Spiel" bei den Freezers mit 3:5.

Gefrierschränke gegen Panther, so lautete die Sonntagnachmittagspartie der DEL in Hamburg. Das zweite Aufeinandertreffen in der aktuellen DEL-Saison bescherte den Augsburgern Panthern aber nichts Zählbares. Frei nach dem Motto „Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele“ mussten die Panther eine 5:3 Niederlage in der norddeutschen Ferne hinnehmen (3:2 / 2:0 / 0:1).

Wie schon am Freitag beim 4:1-Erfolg gegen die Roosters aus Iserlohn, setzte Pantherdompteur Mike Stewart auf Ben Meisner im Tor, der dieses Mal aber keinen guten Tag erwischte. Dazu kam eine lädierte wie dezimierte Verteidigung: Arvids Rekis, James Bettauer und Steffen Tölzer traten angeschlagen an, Evan Oberg blieb gleich ganz in Augsburg. Ums rund zu machen: die Schiedsrichter waren an diesem Nachmittag auch keine Augsburger. Bleibt zu hoffen, dass die medizinische Abteilung, während der anstehenden Länderspielpause, unsere Eisgladiatoren wieder fit bekommt.

1. Drittel

Der Halloween-Spieltag begann unglücklich für die Panther, bereits in der 2. Spielminute gab es das erste Powerplay für die Freezers. Aber lange durfte sich Mark Mancari (Beinstellen) nicht „ausruhen“, bereits nach 30 Sekunden Unterzahl brachte Jerome Flaake die Norddeutschen mit 1:0 in Führung. „Wir müssen (die frühen) Strafzeiten vermeiden“, so ein Panther-Credo, an das man sich auch halten sollte. Aber in der 9. Spielminute musste mit Brady Lamb der nächste Augsburger auf der Strafbank Platz nehmen. Und wieder war es der gebürtige Augsburger Flaake, der auf 2:0 erhöhen konnte (die Strafe war zwar schon abgelaufen, die Panther aber noch nicht in Formation). Das dritte Powerplay für die Freezers ergab sich in der 11. Minute. Und wer „dauernd“ in Unterzahl spielen muss, muss halt per Shorthander ins Spiel zurückfinden. Nach prima Pass von Ben Hanowski konnte John Matsumoto zum 2:1 abschließen. Dem Anschlusstreffer folgte postwendend das 3:1, bei dem Meisner etwas unglücklich aussah (Torschütze Philippe Dupuis). Das erste Panther-Powerplay (13. Spielminute) brachte nichts ein, aber das zweite Panther-Powerplay konnte Adrian Grygiel mit einem Rebound zum 3:2 Anschluss nutzen. In der 18. Spielminute folgte die nächste Unterzahl für die Panther, Bretton Stamler musste nach umstrittener Schiedsrichterentscheidung in die Kühlbox. Alex Polaczek kommentierte dies von der Spielerbank aus und bekam dafür 10 Minuten persönliche Strafe.

2. Drittel

Das zweite Drittel begann deutlich verhaltener, spannend wurde es erst wieder in der 26. Minute. Die nächste Augsburger Überzahlgelegenheit ging aber nach hinten los, weil auch Hamburg Shorthander kann. Einen Puckverlust an der blauen Linie durch Mancari konnte Morten Madsen per Konter zum 4:2 abschließen. Die Vorentscheidung zum 5:2 wurde durch Julian Jakobsen markiert und der in Summe unglücklich agierende Meisner durch die etatmäßige Nr.1, Jeff Deslauriers, erlöst.

3. Drittel

Das letzte Drittel begann erwartbar mit Augsburger Unterzahl, denn Ivan Ciernik ging nach Ansicht von Schiedsrichter Aumüller etwas zu robust gegen seinen Gegenspieler vor. In den folgenden Minuten ergaben sich zwar etliche Chancen für den AEV, den Rückstand zu verkürzen, diese konnten aber nicht genutzt werden, u. a. vergab Thomas Holzmann allein vor dem Hamburger Tor. Im weiteren Verlauf konnte sich Jeff Deslauriers mehrmals beweisen und seinen Kasten sauber halten. Ein bisschen spannend wurde es nochmals nach Foul Hamburg in der 55. Spielminute. Mike Stewart nahm seinen Goalie vom Eis, aber auch mit zwei Feldspielern mehr konnte kein Treffer erzwungen werden. In der 59. Minute - Deslauriers war weiterhin durch einen sechsten Feldspieler ersetzt - konnte Matsumoto auf 5:3 verkürzen, aber mehr war an diesem Sonntag nicht drin. Am kommenden Wochenende ist erstmal Länderspielpause und dann lassen wir uns mal überraschen: Kann der Länderspielpausenfluch gebannt werden? Es geht weiter am 15. November gegen die Eisbären aus Berlin.
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