Mannheim eiskalt: Effektives Powerplay besiegt den AEV

Den Doppelschlag im Powerplay - hier jubeln die Mannheimer über das 2:0 - konnte der AEV nicht ausgleichen.
Der Mannheimer ERC ist im Lauf, vor dem Gastspiel in Augsburg hatte der amtierende Meister dreimal in Folge gewonnen. Und mit dem AEV hatten die Kurpfälzer auch noch eine Rechnung offen: Das erste Spiel in Mannheim endete 6:2 für Augsburg. Die Revanche gelang, die Adler siegten nach zwei frühen Powerplaytoren und einem Shorthander mit 3:0 - und der AEV blieb nach der 5:7-Niederlage am Freitag in Iserlohn an diesem Wochenende punktlos.

Das Spiel begann sehr flott, auf vorsichtiges Abtasten legten beide Teams keinen Wert, und es gab Torchancen auf beiden Seiten, doch Dennis Endras und Jeff Deslauriers hielten zunächst alles. Doch das änderte sich ab der fünften Minute, als mit Mark Mancari und Aleksander Polaczek zwei AEV-Spieler gleichzeitig auf der Strafbank saßen. Denn Mannheim spielte ein äußerst effektives Powerplay: Erst traf Yip aus kurzer Distanz, und kurz darauf erhöhte Ullmann auf 2:0, der einen Abpraller hinter dem chancenlosen Deslauriers unterbrachte.

Dennis Endras hält alles

Anders sah das Powerplay des AEV aus: Zwei Mal hintereinander hatte Augsburg diese Chance, aber immer fehlten ein paar Zentimeter - oder Dennis Endras brachte ein Körperteil zwischen Puck und Tor.

Dasselbe Bild im Mitteldrittel: Weiterhin vergaben Augsburgs Stürmer Chance um Chance, nachdem Mannheim jetzt aber konsequenter verteidigte hatte der Ex-Augsburger Endras etwas weniger zu tun.

Spieldauerstrafe nach einem kinky Check

Das Spiel wurde ruppiger, und durch die inkonsequente Spielführung der Unparteiischen eskalierte es in der 32. Minute: Zuvor waren Spieler immer wieder wegen Lappalien auf die Strafbänke geschickt worden, die eindeutigen und harten Fouls übersahen die Schiedsrichter jedoch, wie zum Beispiel einen Check ins Gesicht von Arvids Rekis.

Nicht zu übersehen war dann ein dreckiger Hit von Marcus Kink, der Daniel Weiß von hinten mit dem Ellenbogen gegen den Kopf checkte. Fünf Minuten und Spieldauerdisziplinarstrafe, und mutmaßlich eine längere Sperre erwarteten den Mannheimer. Leider konnten die Augsburger mit dem folgenden fünfminütigen Powerplay nicht viel anfangen: Vorne ging wenig zusammen, und Mannheim hatte in Unterzahl die größeren Chancen, wie eine Penaltysituation von Yip, dessen Alleingang Jeff Deslauriers entschärfen konnte. In der letzten Sekunde des AEV-Powerplay war er dann machtlos, Richmond verwertete einen Konter.

0:3 nach 37 Minuten, doch der AEV gab sich nicht auf , und rannte auch im Schlussdrittel gegen Endras' Tor - vergeblich, auch bei Powerplay und sechstem Feldspieler - es spielten also sechs Augsburger gegen vier Mannheimer - hielt Endras den Shut-out fest.

Am kommenden Wochenende kann sich der AEV am Freitags-Sieger Iserlohn revanchieren, die Roosters gastieren ab 19.30 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion. Am Sonntag steht dann in Hamburg das letzte Spiel vor der Deutschlandcup-Pause an, Spielbeginn ist dort bereits um 14.30 Uhr.
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