Mark Cundari mit Doppelpack: Auswärtssieg in Düsseldorf

Vier Spiele gegen Düsseldorf, vier Siege für den AEV. Hier wird gerade ein Tor im zweiten Aufeinandertreffen bejubelt.
 
Mark Cundari traf zum 1:0 im Powerplay und zum entscheidenden 3:2 in der Verlängerung.
Düsseldorf: ISS Dome |

Auch schlechtes Eis im ISS Dome konnte die Augsburger Panther nur kurz stoppen: Drei Verteidigertore besiegelten den vierten Sieg im vierten Spiel gegen die DEG. Erst erzielte Mark Cundari die 1:0-Führung im Powerplay, dann rettete Scott Valentines Hammer zum späten 2:2-Ausgleich den AEV in die Verlängerung. Dort entschloss sich Cundari allein gegen drei Düsseldorfer einfach mal aufs Tor zu schießen: Sudden Death - und zwei Punkte mehr bei Augsburgs Aufholjagd zum Playoffplatz.

Arvids Rekis laboriert weiter an der Verletzung aus dem Bremerhaven-Spiel, Olivier Roys Einsatz zwingt Trainer Stewart einen ausländischen Feldspieler auf die Tribüne zu schicken: Wieder traf es TJ Trevelyan, und mit Sezemsky als Rekis-Ersatz stand in Düsseldorf das siegreiche Team vom Freitag auf dem Eis. Und es begann gut, mit  „Panthers-Hockey“ à la Stewart wurde die DEG gleich mächtig unter Druck gesetzt. Die hielt zwar besser dagegen als Freitags-Gegner Wolfsburg, aber nachdem Trevor Parkes beim Torschuss gehakt wurde musste der erste Düsseldorfer auf die Strafbank. Gegen das tolle Überzahlspiel der Augsburger hatte die DEG zunächst keine Chance: Der AEV setzte sich wiederholt im Angriffsdrittel fest, ließ den Puck laufen und kam nach einer schnellen Kombination zum 1:0 – Seitenwechsel hinterm Tor von Matt White zu Evan Trupp, Pass auf Verteidiger Mark Cundari – und der versenkte den Puck (9. Minute).

Auf und ab im Powerplay

Nicht so toll verlief Augsburgs zweites Powerplay: Erst konnten sich die Rheinländer immer wieder befreien, dann verhoppelte Gabe Guentzel an der Blauen Linie der Puck und der Ex-AEVler Daniel Weiß rannte allein auf Roy zu. Ein kurzer Blick zurück, keiner begleitete ihn beim Kurzausflug, also war er selbst der Mann, der die über 8.000 Zuschauer im Dome zum Jubeln brachte. In der Drittelpause meinte der Torschütze, dass das Eis im ISS Dome ziemlich schlecht war, aber „damit müssen beide Teams leben“. Nutznießer der einer Veranstaltung am Vorabend geschuldeten Bedingungen waren jedoch nur er und seine Eislaufgemeinschaft (15. Minute).

Im Mitteldrittel wurde das Spiel langsamer, lebte oft nur von der Spannung des Spielstands, denn die Teams egalisierten sich weitgehend. Die wenigen Schüsse aufs Tor parierten die Goalies Bakala und Roy, letzterer hatte mehr und schwieriger zu halten. Die größte Chance der 20 Minuten vereitelte er wieder gegen Weiß, der nach einem Strodel-Pass sofort abgezogen hatte.

Der Schlussabschnitt sah ein drückendes Heimteam, das jedoch an guten Einschussmöglichkeiten gehindert wurde, während die Gäste Bakala nur selten prüften. Richtig gefährlich für den AEV wurde es immer, wenn sich Düsseldorf im Drittel der Schwaben festsetzen konnte. So entstand auch die Führung der Rheinländer nach 46 Minuten: Nach einer langen Eiszeit ohne Möglichkeit den Puck über die Blaue Linie zu spielen setzte sich Alex Barta an der Bande durch, passte hinters Tor zu Spencer Machaceck und fuhr selbst sofort vors Tor. Der Ex-Augsburger passte in den Torraum, wo der Puck vom fliegenden Barta versenkt wurde.

Scott Valentine hämmert Augsburg in die Overtime,
Mark Cundaris zweites Tor bedeutet den Sieg

Düsseldorf wollte nachlegen, nach den Siegen bei den ersten drei Begegnungen roch es nach der ersten AEV-Niederlage gegen Düsseldorf. Bis sechs Minuten vor Schluss Mike Davies den mitgelaufenen Scott Valentine sah – und der Verteidiger die Scheibe zum Ausgleich in den Winkel hämmerte.

Ein Punkt war sicher nach 60 Minuten, während der Overtime erspielte sich die DEG mehrere gute Chancen und erlitt in der 64. Minute selbst den Sudden Death: Alex Barta hatte den Platz auf dem Eis genutzt, war zweimal ums AEV-Tor gekurvt - etwas zu viel Schaulaufen, denn aus dem folgenden mäßigen Abschluss entwickelte sich der finale Konter. Während zwei Augsburger zum Wechseln fuhren nahm es Mark Cundari mit drei Düsseldorfern auf und zog Richtung Bakala. Mangels einer Anspiel-Alternative musste er schießen, zielte präzise und verdeckt: Puck ins Kreuzeck, Sudden Death!

Sonderzug der Haie am Sonntagnachmittag

Am Freitag steht die nächste schwere Auswärtspartie in Nürnberg an, am Sonntag kommen die Kölner Haie ins Curt-Frenzel-Stadion, begleitet von einem ausverkauften Sonderzug, weshalb das Match schon um 14:00 Uhr beginnt.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.