Markus Feulner: "Warum sollten wir nicht gewinnen?"

Der FC Augsburg fährt als Außenseiter in den hohen Norden. Die Stimmung vor dem Duell gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 23. April, 15.30 Uhr) ist nach zuletzt zwei Siegen trotzdem optimistisch.

Markus Feulner wirkt gelöst. Nach seinem Jochbeinbruch Ende Februar hat er den Weg zurück in die Mannschaft gefunden – mit einer speziellen Karbon-Maske. Die Gesichtsbedeckung, die er auch im Training trägt, behindert ihn dabei nicht. "Ich habe auch keine Angst, in Duelle zu gehen", berichtet der defensive Allrounder. Seine Erfahrung hilft dem 34-Jährigen, in der momentanen Lage nicht zu verkrampfen. Er fokussiert sich allein auf die Leistung des FCA. "Im Abstiegskampf sollte man sich nicht darauf verlassen, was die anderen Teams machen", sagt er.

Da trifft es sich gut, dass Trainer Markus Weinzierl vor der Partie gegen die Wölfe beinahe wieder so etwas wie die Qual der Wahl hat. Das Lazarett lichtet sich – abgesehen vom gelbgesperrten Dominik Kohr fehlen nur die Langzeitverletzten. So ist auch Kapitän Paul Verhaegh wieder eine Alternative, da er Mitte der Woche ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Ob er letztendlich dabei ist und ob er spielt, entscheidet Weinzierl nach dem Abschlusstraining. "Dazu werde ich auch noch einmal ein Gespräch mit Paul führen, um zu erfahren, wie er sich fühlt. Dann werden wir entscheiden", so Weinzierl.

"Für Wolfsburg ist es auch so eine Art Endspiel", warnt der Trainer. Das Team um Dieter Hecking hat zuletzt geschwächelt und muss um die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben zittern. Der Kampf gegen den Abstieg sei jedoch ein viel größerer Antrieb. "Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, dann bedeutet mir das mehr als der fünfte Platz letztes Jahr", sagt Weinzierl. Er betont erneut: Es gehe jetzt nicht um Namen, sondern nur um die Mannschaft.

Das sieht auch Markus Feulner so, der noch nichts über eine Verlängerung seines im Juni auslaufenden Vertrags sagen kann. Er macht aber keinen Hehl daraus, dass er sich in Augsburg wohl fühlt. Auch der kommenden Partie sieht er optimistisch entgegen: „Wir haben schon gezeigt, dass wir auswärts punkten können. Also, warum sollten wir nicht auch in Wolfsburg gewinnen?“
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