Mit 2:1 gegen Berlin macht der AEV einen Riesenschritt Richtung direkter Viertelfinalqualifikation

Da zappelt das 1:0 im Berliner Kasten - AEV bezwingt die Hauptstädter mit 2:1 (Foto: G. Stadler)

Die Eisbären Berlin waren am Freitagabend zu Gast im CFS. Mit viel Dusel, harter Arbeit und einem überragendem Jonathan Boutin konnten die Augsburger mit 2:1 gewinnen (1:0/0:1/1:0). 5661 Zuschauer sahen eine schnelle und abwechslungsreiche DEL Partie.

Brady Lamb verlängert


Nur noch 8 Spieltage verbleiben in der Punkterunde. Mit dem heutigen Sieg sind die Panther der fixen Qualifikation für das Viertelfinale einen großen Schritt nähergekommen. Das Verfolgerduell fand in Wolfsburg statt. Dort standen sich die Grizzlys und die falschen Panther aus Ingolstadt gegenüber. Mit 5:2 halten die Wolfsburger Ingolstadt auf deutlicher Distanz (der AEV hat 10 Punkte Vorsprung), sind aber selbst nur einen Punkt hinter den Panthern auf Tabellenplatz 6. Schöne Überraschung vor Spielbeginn: Brady Lamb gab seien Verlängerung per Videowürfel-Auftritt bekannt, und unterstrich mit dem Gamewinning Goal seine Bedeutung für die Panther. Während der Woche hatten schon Arvids Rekis und Alexander Polaczek für die kommende Saison unterschrieben. Die Panther gingen wieder mit Jonathan Boutin in die Partie, die Langzeitverletzten Adrian Grygiel und T. J. Trevelyan sind immer noch nicht einsatzbereit.

1. Drittel


Die Panther gingen von Anfang an mit ordentlich Druck nach vorne ins Spiel. In der 4. Spielminute konnten sich die Eisbären nur noch mit unfairen Mittel zur Wehr setzen, Neuzugang Louis-Marc Aubry hakte sich auf die Strafbank (5). Und diese Gelegenheit ließen sich die Panther nicht nehmen. Mark Cundari brachte sich mitsamt des Pucks gut in Stellung und konnte aus der Mitteldistanz zum 1:0 einetzen. Ein Minute später musste Rekis wegen Behinderung vom Eis. Und auch die Penalty-Killing Spezialisten konnten überzeugen und verteidigten die Unterzahl pantherstark. In der 11. Minute konnte sich Jonathan Boutin auszeichnen und einen, im Spielaufbau verloren Puck, reaktionsschnell mit den Schonern abwehren. Und Boots stand weiterhin im Mittelpunkt des Geschehens, in der 13. Minute blieb er Sieger gegen Charles Linglet. 90 Sekunden vor Drittelend zogen die Berliner ihre zweite Strafe, Linglet musste wegen Behinderung auf die Kühlbank.

2. Drittel


Die erste spannende Szene im 2. Drittel hatte Trevor Parkes, sein Bauerntrick scheiterte aber am wachsamen Marvin Cüpper. Wenig später konnte Berlin ein 2 auf 1 fahren, das kann man aber deutlich besser spielen. Und Augsburg wollte einen weiteren Treffer. Chancen gab es reichlich, die beste Möglichkeit hatte Parkes, der aber zweiter Sieger bei seinem Penalty gegen Cüppers blieb. In der 25. Minute hielt Boots seine Panther mit einem Bigsave vorne, aus der Nahdistanz konnte er mit seiner Fanghand den Ausgleich verhindern. Und weiter ging es mit besten Chancen auf beiden Seiten. Auf Augsburger Seite konnte sich Boots ein um das andere mal beweisen, auf der anderen Seite fehlte die Präzession beim Abschluss. In der 32. war schließlich Boots die Sicht genommen und ein abgefälschter Schuss fand den Weg ins Panthergehäuse, Torschütze zum 1:1 Jamie MacQueen. Auch im Anschluss hatten beide Mannschaften auf offensiv gestellt, frei nach dem Motto „wer bremst verliert“. Die Eisbären kamen aber zunehmend besser ins Spiel und die optische Überlegenheit der Panther aus dem ersten Drittel war passé. Ein Stockschlag vom Berliner Barry Talackson kam zur passend Zeit und brachte etwas Entlastung für die Panther (36. ), mehr war auch nicht in dieser Überzahl. Kurz vor Drittelende musste Scott Valentin wegen Beinstellens vom Eis aber die Panther konnten wenigstens das Unentschieden in die Kabine verteidigen.

3. Drittel


In Spielminute 42. gab es einen hohen Stock gegen Daniel Fischbuch. Das anschließende Augsburger Powerplay war deutlich engagierter wie kurz vor Drittelende, aber nicht von Erfolg gekrönt. Die Krönung kam aber Sekunden später. Kaum war Berlin wieder zu fünft, konnte Mr. Schlagschuss, Brady Lamb, zum 2:1 einnetzen. In der 50. Minute gab es kein Tor für Berlin, der Puck war zwar im Netz, aber das Spiel wegen Torraumabseits bereits unterbrochen. Und Berlin antwortete mit wütenden Angriffen, für Boutin bedeutete das Dauerstress. Für Zuschauer mit schwachen Nerven war dieser Spielabschnitt definitiv eine Herausforderung. 46. Spielminute, Berlin sorgte mittels Beinstellen für eine weitere Entlastung. Die Schiedsrichter erkannten in diesem Powerplay auch den Augsburgern einen Treffer ab. Das Spiel war (warum auch immer) schon vorher unterbrochen. Nervenkitzel bis zum Schluss garantierte ein sechster Berliner Feldspieler (der Goalie hatte 90 Sekunden vor Spielende schon "Feierabend"), aber die Panther erkämpften sich schließlich den nächsten Heimsieg mit 2:1.
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