Niederlage im Jubiläumsspiel: FC Augsburg verliert spät gegen Frankfurt

Der 1:1-Ausgleich durch Marco Fabian war für den FC Augsburg in Frankfurt der Anfang vom Ende. Marwin Hitz und Kevin Danso kommen zu spät. (Foto: Klaus Rainer Krieger)
Frankfurt am Main: Commerzbank Arena |

Der FC Augsburg verliert das Jubiläums-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt mit 1:3 (1:0). Nach der frühen Führung durch Jeffrey Gouweleeuw konzentrierten sich die Fuggerstädter vorwiegend auf die Ergebnisverwaltung. Die lange Zeit erfolgreiche Defensivtaktik zu Lasten der eigenen Offensive wurde spät, jedoch nicht unverdient, von den Frankfurtern bestraft

Das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt sollte ein ganz besonderes in der Geschichte des FC Augsburg werden. Es war nicht nur das 200. in der sechsjährigen Bundesligageschichte der Schwaben, sondern sollte auch zu einem Meilenstein im Kampf um den Klassenerhalt werden.
Um dieses Jubiläum erfolgreich zu gestalten vertraute Trainer Manuel Baum nahezu der gleichen Startelf wie beim Heimsieg gegen den 1. FC Köln. Lediglich die gesperrten Ja-Cheol Koo und Alfred Finnbogason wurden durch den wieder genesenen Jeffrey Gouweleeuw und Dong-Won Ji ersetzt.

Gouweleeuw meldet sich erfolgreich zurück

Große Anlässe produzieren große Geschichten. Nach eben so einer Heldengeschichte sah es auch kurz nach Spielbeginn aus als Jeffrey Gouweleeuw den FC Augsburg in der neunten Spielminute in Führung schoss. Lange war unklar ob der Niederländer, der in dieser Saison mit großem Verletzungspech zu kämpfen hatte, gegen die Eintracht überhaupt im Kader stehen könnte. Spätestens als Halil Altintop den Defensivspieler mit einem überragenden Pass bediente und dieser den Ball an Keeper Hradecky zur 1:0 Führung vorbei spitzelte waren auch die letzten Zweifel an der Aufstellung Gouweleeuws verschwunden.

Defensivschlacht statt Offensivspektakel

Was folgte war jedoch kein Offensivspektakel des FC Augsburg, sondern eine Defensivschlacht sondergleichen. Lediglich rund 30 Prozent Ballbesitz standen nach einer halben Stunde auf Seiten des FCA. Mit einer gut gestaffelten Defensive rund um das erneut stark aufspielende Innenverteidigerduo Martin Hinteregger und Kevin Danso überließen die Augsburger dem Gegner zwar das Spiel aber konnten jegliche größere Gefahr vom eigenen Tor fernhalten. Das eigene Angriffsspiel litt zeitgleich zwar enorm, die Führung gab der Strategie von Trainer Baum jedoch recht.

Lediglich eine weitere ernst zu nehmende Chance konnte der FCA vor der Pause verbuchen als Martin Hinteregger nach einer Ecke frei zum Kopfball kam, den Ball aber nicht platzieren konnte.

Kaum Entlastung für den FC Augsburg im zweiten Durchgang

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Eintracht stetig den Druck auf die FCA-Defensive und kam vor allem durch Ante Rebic wiederholt zu guten aber erfolglosen Abschlussaktionen. Auf Seiten der Fuggerstädter versuchten der eingewechselte Julian Günther-Schmid (63.) sowie Dong-won Ji (65.) für Entlastung zu sorgen ohne dabei für ernsthafte Gefahr sorgen zu können.

Fabian und Rebic drehen spät das Spiel

In der 78. Spielminute wurde die Defensivtaktik des FC Augsburg schließlich bestraft. Nach einer Hereingabe von Timothy Chandler konnten weder Hinteregger noch Danso den Ball frei vor dem Tor klären ehe Marco Fabian per Kopf zum Ausgleich versenkte. Erst jetzt entdeckte der FCA notgedrungen wieder seinen Mut im Offensivspiel.

Die Chancen nutzte allerdings nicht der FCA sondern abermals die Eintracht. In der 86. Spielminute kam Marco Fabian nach einem selbst eingeleitetem Angriff in zentraler Position im Strafraum zum Abschluss. Den ersten Versuch konnte Danso zwar noch klären, im zweiten Anlauf versenkte der Mexikaner jedoch gnadenlos und drehte damit unglücklich für den FCA, jedoch nicht unverdient, das Spiel. Den Sack zu machte schließlich Ante Rebic, der einen Fehler vom in der Nachspielzeit weit aufgerückten Marwin Hitz ausnutzte und zum 1:3 ins leere Tor einschob.

So gab es am Ende keine Helden, sondern lange Gesichter beim FC Augsburg. Durch die Resultate der ebenfalls erfolglosen Konkurrenz bleibt die Lage im Tabellenkeller weiterhin eng. Im kommenden Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Hamburger SV ist ein Sieg Pflicht um nicht den Anschluss an die rettenden Tabellenplätze zu verlieren. Und vielleicht gibt es dann ja auch eine umso schönere Heldengeschichte beim FC Augsburg.


Die Aufstellung des FC Augsburg: Hitz – Verhaegh (74. Rieder), Danso, Hinteregger, Max – Baier, Gouweleeuw (81. Leitner), Schmid, Altintop, Usami (56. Günther-Schmid) – Ji

Ersatzbank: Luthe (Tor), Janker, Stafylidis, Teigl

Hier gibt's die Bilder zum Spiel des FC Augsburg bei Eintracht Frankfurt

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1 Kommentar
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Sebastian Summer aus Aystetten | 22.04.2017 | 18:35  
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