Null Punkte am Wochenende: AEV verliert knapp in Straubing

Etwa 300 Augsburger hatten den Weg nach Niederbayern angetreten, insgesamt 3949 sahen das Derby am Pulverturm. Zuletzt jubelten nur die Straubinger, denn der AEV konnte den späten Treffer zum 3:2 nicht mehr beantworten. Nach der Heimniederlage gegen die DEG am Freitag bleibt Augsburg am Wochenende punktlos.



Die Begegnung mit Ex-Trainer Larry Mitchell stand unter keinem guten Stern: Zu den verletzten Arvids Rekis (Gehirnerschütterung) und Drew LeBlanc (Handverletzung) gesellte sich nämlich kurzfristig Stürmer TJ Trevelyan, der wegen einer Handverletzung geschont wird, aber im Radio meinte, am Freitag gegen Ingolstadt wieder an den Start zu gehen. Trotzdem erwartete Mike Stewart von seinem Team eine Reaktion nach der 4:8-Niederlage gegen Düsseldorf, vor allem vermisste er Effektivität vor dem Tor - nur vier Tore bei 44 Versuchen gegen DEG-Goalie Bobby Goepfert waren ihm zu wenig, ebenso bemängelte er Stellungsspiel und Zweikampfverhalten in der Defensive.

Die ersten beiden Strafzeiten gegen den AEV wurden souverän verteidigt, bei der dritten packte Maury Edwards dann den Hammer aus und überwand Ben Meisner in der 18. Minute zum ersten Mal.

Thomas Holzmanns Traumtor reicht nicht


Mit 0:1 ging's ins Mitteldrittel, den Spielabschnitt, in dem der AEV zuletzt meist geglänzt hatte. So auch in Straubing, wo Augsburg mit Dampf startete und Climie im Tigers-Tor unter Beschuss nahm. Mit Erfolg, denn in der 22. Minute nahm Daniel Weiß einen abgeprallten Puck direkt und versenkte ihn im Tor. Kurz darauf musste mit Mike Conolly einer der vielen Ex-Augsburger in Mitchells Team auf die Strafbank, ohne weiteren Erfolg. Dasselbe auf der anderen Seite, aber auch die Niederbayern kamen während mehreren Minuten Powerplay nicht zum zweiten Treffer - im Gegenteil! Thomas Holzmann bekommt in Unterzahl den Puck, tanzt mit Piourette die Straubinger Abwehr aus und verwandelt eiskalt zur Führung. Die hielt jedoch nur bis zur 40. Minute, dann schlug Straubing zurück: Dylan Yeo traf zum 2:2.

Das Spiel blieb spannend bis zum Ende: Im Schlussabschnitt ging es hin und her, denn die Niederbayern hatten sich nach einem schwachen zweiten Drittel wieder gefangen, und beide Goalies hatten einiges zu tun. Die letzten zehn Minuten musste Augsburg weitgehend auf Topscorer Jon Matsumoto verzichten, der einen Puck ans Knie bekommen hatte. Nach dem verletzten LeBlanc fiel also ein weiterer Kreativspieler aus, und Steven Zalewski traf für die Niederbayern im Powerplay zur Führung (53. Minute). Augsburg versuchte es mit allen Mitteln, zuletzt auch mit einem sechsten Feldspieler - aber es blieb beim knappen 2:3, und es gab keinen Punkt am Wochenende.

Nächste Woche gibt es wieder ein Derby - am Freitag um 19.30 Uhr gegen Ingolstadt - und ein Spiel gegen ein rheinisches Team: Am Sonntag machen sich 400 AEV-Fans mit dem "Sonderschiffzug" auf zur Kaperfahrt nach Krefeld.
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