Panther bleiben mit 5:4 auch gegen Straubing ungeschlagen

Viel Trubel vor dem Straubinger Tor beim 5:4 Heimsieg der Augsburger Panther (Foto: G. Stadler)
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Was für ein Auftakt der Augsburger Panther in die DEL Saison 2017/18. Nach dem erfolgreichen Ausflug ins Karnevalsdreieck stand ein bayerisches Wochenende an. Den Auftakt machte das erste Heimspiel der Saison gegen die niederbayrischen Donaukatzen aus Straubing. Am Sonntag folgt auswärts gleich das zweite Lokalderby. Dann geht es gegen die falschen Panther aus den Donauniederungen bei Ingolstadt. Bleibt die Frage zu klären, konnten die Panther am Freitag genau da weiter machen wo sie vergangene Woche aufgehört hatten? Und ja sie konnten! Das Spiel blieb zwar bis zur letzten Sekunde spannend, aber mit 9 Punkten aus 3 Spielen haben die Panther immer noch eine blütenweiße Weste.

Erfolgstrainer Mike Stewart konnte nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Derek Dinger (verletzungsbedingt) und Alexander Thiel waren nicht auf der Bank. Scott Valentine hingegen war nach seiner Verletzung wieder kampfbereit. Im Tor ging Jonathan Boutin an den Start. Den Heimauftakt wollten 5871 Zuschauer sehen.

1. Drittel

Beide Mannschaften starteten von Beginn an mit viel Druck nach vorne. Das muntere Hin-und-Her dauerte aber nur bis zur 3. Minute. Da konnten die Panther erstmals in Führung gehen. Michael Davis bediente Neuzugang Matt White von hinter dem Tor und dieser schloss mit seinem vierten Saisontreffer aus der Nahdistanz ab. In der Folge traten die Panther deutlich abgezockter, wie die Kätzchen aus Straubing, auf. In der 5. Minute hatte Mark Cundari eine gute Chance aus der Ferne, der Puck ging nur knapp am Straubinger Käfig vorbei. In der 6. Minute konnten sich die Gäste nur noch mit einem Foul helfen, Thomas Brandl musste wegen Stockcheck kurzfristig vom Eis. Deutlich mehr Anteil an dieser Überzahl hatten aber die Straubinger, den Parthern wollte der Aufbau nicht so recht gelingen. In der 9. Minute in versuchte sich erst Steffen Tölzer mit nem Schlagschuss, aber Sebastian Vogel hatte die Scheibe im nachfassen. Noch in der gleichen Minute die Panther einen klasse Break fahren, der formvollendet von Neuzugang Daniel Schmölz zum 2:0 eingenetzt wurde. Die nächste Großchance hatte David Stieler in der13. Minute, aber der Schuss war etwas zu hoch angesetzt und hat das Gestänge nur gestreift. In der 15. Minute konnten die Straubinger ein 2 auf 1 gehen und auf 2:1 verkürzen, Torschütze Alexander Oblinger. In der selben Minute gab es aber noch ein Strafe gegen Straubing, Sandro Schönberger musste wegen Haken runter. Und diesmal lief es deutlich besser für die Panther. Ein schöner Pass, quer durch den Slot von Braden Lamb, fand Drew LeBlanc und der ließ sich nicht lange bitten: 3:1 für die Panther in der 17. Minute. Resümee nach dem ersten Drittel: Augsburg agierte sehr abgeklärt, sowohl in der Verteidigung wie im Sturm. Jonathan Boutin war, abgesehen vom Anschlusstreffer, kaum in das Spiel involviert.

2. Drittel

In der 22. Minute war dann Boots zur Stelle und konnte einen Alleingang von Ex-Augsburger Michael Connolly entschärfen. In den ersten drei Spielminuten des 2. Drittels war Boots mehr gefordert wie im ganzen ersten Drittel! Da hatte wohl der Straubinger Trainer klare Worte zur Leistung im Anfangsdrittel gefunden. Das Strohfeuer währte aber nicht lange. In der 25. Minute war Publikumsliebling T. J. Trevelyan zur Stelle und überwand den Straubinger Goali, hoch oben im langen Eck, zum 4:1. Nach kleinem Gerangel in der 28. Minute ging es kurzfristig mit 4 gegen 4 weiter. Mit abgelaufener Strafzeit konnte sich Connolly körperlich stark gegen die Pantherabwehr durchsetzen und Boutin zum 4:2 überwinden (30.). Eine weitere Überzahl der Panther, Stockschlag von Zalewski, konnten die Panther trotz gutem Powerplay nicht in ein fünftes Tor ummünzen. Und wer seine Chancen nicht nutzt wird bekanntlich gerne mal bestraft. So geschehen in der 37. Minute, Austin Madaisky mit dem Straubingern Anschlusstreffer zum 4:3. Ärgerlich: die Panther waren auch in diesem Drittel das dominierende Team, aber die Straubinger verflixt effektiv.

3. Drittel

Und die Straubinger Effektivität zeigte zumindest personell bei den Panthern für Wirkung. Boutin hatte in der Drittelpause zu Gunsten von Benjamin Meisner seinen Posten geräumt. In der 42. Minute musste Michael Hedden wegen Beinstellen in die Kühlbox. Und kaum war Straubing komplett konnte Trevor Parkes mit der Rückhand den Puck am Straubinger Vogel vorbei ins Netz befördern (44.), 5:3. Und den Straubingern gefiel es auf der Strafbank, diesmal gab es einen Hohen Stock von Stefan Loibl. Dem guten Powerplay ohne Torerfolg folgte wiederum Straubinger Effektivität. Ein 2 auf 1 wurde durch Madaisky erfolgreich zum 5:4 abgeschlossen (48.). Im Anschluss brannte es vor dem Panthertor, aber mit vereinten Kräften konnte man den Ausgleich verhindern. In der Folge nahmen die Nicklichkeiten deutlich zu, das Spiel wurde von beiden Seiten zuzunehmend aggressiver geführt. Ein Solo von White in der 53. Minute hätte die Vorentscheidung für die Panther bringen können, hätte... Mit vier gegen vier ging es in der 55. Minute weiter, Christian Kretschmann und Dylan Yeo waren aneinander geraten. Mit viel Kampf konnten die Panther schlussendlich den dritten Sieg in Folge nach Hause bringen.
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