Panther drehen 0:3 in Krefeld und gewinnen endlich wieder auswärts

Matt White (hier beim Heimspiel gegen Krefeld) leitete mit dem 1:3 die Aufholjagd ein.
 
Evan Trupp: Equalizer und Matchwinner in Krefeld
Krefeld: KönigPalast |

Was für ein Comeback: Der AEV holt in Krefeld einen 0:3-Rückstand auf und gewinnt nach einem Tor von Evan Trupp in der Verlängerung mit 4:3. Krefeld hatte durch Pietta, Grygiel und Berglund vorgelegt, erst ab der 32. Minute schlug Augsburg zurück. Mit zwei Toren im Mitteldrittel von Matt White und Jaroslav Hafenrichter meldeten sich die Panther zurück, der Schluss gehörte dem zuletzt oft gescholtenen Evan Trupp: Den Ausgleich nach tollem Doppelpass mit Daniel Schmölz und den Siegtreffer in der Verlängerung erzielte der kleine Stürmer aus Alaska.

Mike Stewart vertraute dem siegreichen Team vom Freitag, der einzige Wechsel fand auf der Back-up-Position statt: Jonathan Boutin durfte bei seiner Frau bleiben, die ihr zweites Kind erwartet, deshalb saß Ben Meisner auf der Bank.

Das Tor hütete wieder Olivier Roy, der wie sein Gegenüber Dimitri Pätzold zunächst nicht viel zu halten hatte, denn die Teams hielten sich gegenseitig von aussichtsreichen Schüssen ab. Die etwas besseren Chancen hatte Augsburg, das Tor fiel wie so oft auf der anderen Seite. Pietta hatte Roy in die falsche Ecke gelockt, kurvte hinterm Tor vorbei und traf über den Schlittschuh des zu spät heranrutschenden Goalies zur KEV-Führung (15. Minute).

Augsburg war während der verbleibenden fünf Minuten des Startabschnitts die gefährlichere Mannschaft, das änderte sich im Mitteldrittel. Denn jetzt gewannen die Pinguine die wichtigen Zweikämpfe an der Bande, konnten immer wieder gefährlich vors Tor passen und führten nach 28 Minuten mit 3:0. In der 23. Minute hatte Adrian Grygiel im Powerplay mit einem harten Schlagschuss in den Winkel und damit ins Herz seines Ex-Clubs getroffen, in der der 28. Minute bereitete er das 3:0 durch Berglund vor.

White und Hafenrichter schaffen den Turnaround

Die Felle der Panther schienen davon zu schwimmen, die neunte Auswärtsniederlage in Folge zeichnete sich ab – bis in der 32. Minute der Knoten platzte und nach einem Schlagschuss aus dem Halbfeld von Matt White der KEV-Goalie das Nachsehen hatte. Damit kippte das Momentum, jetzt spielten die Krefelder sichtlich angeschlagen, ließen die Panther offensiv immer besser ins Spiel kommen. Zunächst hielt Pätzold den Abstand, aber in der 37. Minute schlug die Sekunde von Jaroslav Hafenrichter und der Puck im Netz ein.

Krefelds Raubein Tim Miller versuchte mit einer Prügelei sein Team wieder aufzuwecken, verlor den Fight nach Punkten gegen Mark Cundari. Beide mussten 14 Minuten lang von der Strafbank zusehen, wie drittelübergreifend der AEV bei vier gegen vier das bessere Team war. Tore fielen keine, auch weil mit Cundari ausgerechnet ein Spieler nicht mitspielen durfte, der zuletzt einer von Mike Stewarts wichtigsten war. Deshalb ging die Verwaltung des knappen Vorsprungs durch das Heimteam eine Viertelstunde lang gut und langsam lief dem AEV die Zeit davon.

Trupp schießt den Ausgleich…

Ausgerechnet der zuletzt von den Fans oft als inneffektiv gescholtene Evan Trupp war es dann, der mit einer tollen Aktion und einem glücklichen Tor für den Ausgleich sorgte: Erst störte er früh den Aufbau des KEV, stibitzte den Puck, passte mit der Rückhand auf Daniel Schmölz. Der scheiterte an Pätzold, aber Trupp war gleichvors Tor gelaufen, wurde von den Beinen geholt und lenkte den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor. Nach Videobeweis zählte der Ausgleich, denn Trupp hatte sich nicht freiwillig aufs Eis geworfen.

… und beendet die Niederlagenserie

In der Verlängerung hatten beider Torhüter Schwerstarbeit zu verrichten und konnten mehrmals glänzen, gegen Trupps Nachschuss in der 63. Minute war Pätzold machtlos – endlich wieder ein Auswärtssieg für den AEV!

Angesichts des dichten Spielplans mit drei Auswärtsspielen in Folge – nach dem „Spiel der Herzen“ zuhause gegen Düsseldorf am kommenden Freitag geht es in Köln (Sonntag, 17.12.), Mannheim (Dienstag, 19.12.) und in Straubing (Samstag, 23.12.) zur Sache – wurde die Schwächephase in der Fremde genau zum richtigen Zeitpunkt beendet.
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