Panther gewinnen nach Penaltyschießen 6:5 in Hamburg

Da freut sich der Pantherfan, Augsburg entführt zwei Punkte aus Hamburg (Symbolbild Panthersieg) (Foto: George Stadler)
 
Erfolgsgarant Mark Mancari (hier während des Spiels gegen Iserlohn). Der AEV-Stürmer traf in Hamburg doppelt, unter anderem 23 Sekunden vor Spielende zum wichtigen 5:5-Ausgleich und bereitete ein weiteres Tore vor. (Foto: George Stadler)

Die Panther machten es bei den Hamburg Freezers unnötig spannend. Nachdem man zweimal die Führung aus der Hand gegeben hatte, sechs Überzahlsituationen ungenutzt gelassen und zweimal in Unterzahl das Nachsehen gehabt hatte, konnten die Panther doch noch zwei Punkte aus Hamburg entführen. In der wichtigen Partie gegen einen direkten Konkurrenten um die (Pre-) Playoffplätze vertraute Mike Stewart, erstmals im neuen Jahr, wieder auf Jeff Deslauriers im Tor.

1. Drittel

Gleich in der ersten Minute musste sich Jeff Deslauriers im Kasten der Augsburger Panther beweisen, David Wolf scheiterte an den Schonern des Frankokanadiers. Und die Freezers blieben weiter am Drücker, Jon Matsumoto eröffnete das allseits beliebte Strafbanksitzen (Stock-Check, 5.). Aber das Augsburger Unterzahlspiel funktionierte gut und konnte die Angriffsbemühungen der norddeutschen Kühlschränke erfolgreich unterbinden.

Der Hamburger Anfangsoffensive konnte die Panther zunächst wenig entgegensetzten. Die nächste Überzahl der Hamburger dauerte aber nur wenige Sekunden Morten Madsen (Behinderung, 10.) wollte Evan Oberg (Beinstellen, 10.) nicht alleine zusehen lassen. Dementsprechend ging es mit vier gegen vier weiter und Ivan Ciernik bekam die erste gute Möglichkeit der Panther auf die Kelle.

Schließlich war es Mark Mancari der die Panther mit 0:1 in Führung brachte (12.). Der Hamburger Goalie (Dimitrij Kotschnew) konnte noch den Rückhandschuss von Mancari abwehren, aber gegen dessen Nachschuss war er dann chancenlos. Nur 14 Sekunden später war es dann Daniel Weiß, der einen Schuss von Ciernik zum 0:2 abfälschen konnte. Nach diesem Doppelschlag erspielten sich die Panther noch eine weitere gute Chance, aber die Mannen um Mancari waren im Abschluss letztendlich zu verspielt. In Überzahl konnten die Froster, in Person von Thomas Oppenheimer, den Abstand auf 1:2 verkürzen, Rekis musste in die Kühlbox (Haken, 17.). Und weiter ging es in Unterzahl für die Panther (Ben Hanowski, Behinderung, 20.).

2. Drittel

Die Unterzahl aus dem ersten Drittel, die noch abgesessen werden musste, blieb leider nicht ohne Folgen. Deslauriers musste einen harten Schlagschuss prallen lassen und Garret Festerling versenkte die Hartgummischeibe zum 2:2 Ausgleich( 22.).

In der 25. Minute musste der Videobeweis bemüht werden und dann war die Partie erst einmal gedreht. Jerome Flake konnte den Augsburger Goalie zum 3:2 überwinden. In der 29. Spielminute hieß es dann Bully, Schuss, Rebound und Tor für den AEV. Ben Hanowski stand goldrichtig und konnte Kotschnew zum 3:3 Ausgleich überwinden.

In der 31. Spielminute durften die Augsburger Panther erstmals in Überzahlformation antreten, Oppenheimer musste wegen Check gegen den Kopf und Nacken vom Eis (2 plus 10 Minuten). Was in Überzahl nicht gelingen wollte, gelang schließlich in der 36. Spielminute. Drew LeBlanc konnte die Augsburger Panther wieder in Führung bringen. Dem Torerfolg ging ein Schuss von Derek Dinger voraus, der Rebound wurde dankend zum 3:4 vernetzt. Und weiter ging es für den AEV in numerischer Überzahl (Nico Krämmer, Stockschlag, 38.), die aber keinen weiteren Treffer einbrachte.

3. Drittel

Die Hamburger Paradereihe mit Wolf, Festerling und Flake sorgte immer wieder für Gefahr im Augsburger Drittel, so auch zu Beginn des Abschlussdrittels. Letztendlich war es ein abgefangener Pass, den Wolf zum 4:4 versenken sollte (45.).Eine verunglückte Parade von Deslauriers konnte kurz darauf gerade noch von einem Augsburger Verteidiger geklärt werden. Und besagte Paradereihe sorgte weiter für viel Verkehr vor dem Augsburger Tor.

Ein bemühtes Powerplay, ohne Zählbares, wurde dem AEV durch Wolf ermöglicht (Unkorrekter Körperangriff, 50.). Und weiter ging es in Überzahl, diesmal traf es den Hamburger Festerling nach Stockschlag (53.). Aber das Überzahlspiel war an diesem Nachmittag nicht der Augsburger Panther liebstes Kind. In der 55. Spielminute drehten die Kühlschränke die Partie zum zweiten Mal an diesem Nachmittag. Torschütze zum 5:4 war wieder Wolf. Selbiger eröffnete den Panthern nochmals eine Überzahlmöglichkeit (Spielverzögerung, 57.). Und wieder konnte die numerische Überlegenheit nicht genutzt werden. Aber ohne Punkt wollten die Panther die lange Reise in die norddeutsche Niederung nicht abschließen. Trainer Mike Stewart nahm den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das Spielgerät fand seinen Weg in den Slot zu Mancari und dieser netzte 13 Sekunden vor Spielende zum 5:5 ein.

Die anschließende fünfminütige Overtime brachte keine Entscheidung, dementsprechend musste der Zusatzpunkt per Penaltyschießen ausgespielt werden. Den entscheidenden Treffer für die Augsburger Panther konnte schließlich Mike Iggulden erzielen.
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