Panther holen Punkt bei Tabellenführer Berlin

Wichtig nach zuletzt vier Niederlagen in Folge: Die Defensive steht! Jonathan Boutin (hier beim Spiel gegen Schwenningen) ließ am Wochenende nur drei Gegentreffer zu und hielt so drei Punkte fest.
 
Trevor Parkes erzielte die 1:0-Führung; am Donnerstag glich er gegen Wolfsburg beim Penaltyschießen aus.
Berlin: Mercedes Benz Arena |

Die vier Niederlagen am Stück beendeten die Panther durch den Shootout-Sieg gegen Wolfsburg, in Berlin beim Tabellenführer sollte die nächste Niederlagen-Serie angegangen werden: Drei Pleiten gab es zuletzt in Ingolstadt, Köln und München. Angesichts der Torflut – im Schnitt kassierten die Panther bei diesen drei Partien fünf Gegentreffer – wurde zuletzt am Defensivkonzept gearbeitet. Durchaus erfolgreich, erst kurz vor Schluss konnte Berlin erstmals treffen und sich in Verlängerung und Penaltyschießen retten. Durch zwei verwandelte Schüsse blieb der Zusatzpunkt in der Hauptstadt.
Spielbericht zum Sieg über Wolfsburg

Der AEV konzentrierte sich also in erster Linie aufs Toreverhindern. Viele gute Chancen ließ die Abwehr nicht zu, was aufs Tor durchkam entschärfte Goalie Jonathan Boutin. Die Schussstatistik sah nach zwanzig Minuten eindeutig aus: Berlin hatte Jonathan Boutin 13 mal geprüft, Augsburg nur vier „Nadelstiche“ setzen können. Die von den Fernsehkommentatoren immer wieder erwähnten Piekser hatten es jedoch in sich: In der Anfangsphase war Petri Vehanen im Eisbären-Tor schon geschlagen, ein Feldspieler musste die Scheibe von der Linie kratzen. Auch während der beiden Überzahlsituationen für Berlin verhinderten die Panther erfolgreich Berlins Powerplay und hatten selbst die größeren Chancen. Zum Beispiel als sich Vehanen weit neben dem Tor nur mit einem Pass auf Polaczek zu helfen wusste, aber rechtzeitig vor dem Einschlag zurück vor seinem Kasten war.

Trupp auf Parkes: Messerstich nach vielen Pieksern

Im Mitteldrittel hatte dann der AEV bald zweimal Überzahl – und schon während der ersten zwei Minuten mit einem Mann mehr sah das wesentlich überzeugender aus, war aber nicht von Erfolg gekrönt. Der AEV hielt den Druck nach Rückkehr des Sünders aufrecht und wieder wussten sich die Eisbären nur durch ein Foul zu helfen: Wieder Powerplay für Augsburg, und diesmal zappelte der Puck im Netz. Evan Trupp täuschte hinter dem Tor einen Bauerntrick an, passte überraschend zurück auf Trevor Parkes, der die Scheibe ins leere Tor wuchtete – nach vielen Nadelstichen bekamen die Eisbären endlich das Messer in die Brust.

Die konzentrierte Abwehrarbeit, kombiniert mit starkem Forechecking machte sich auch weiterhin bezahlt. Zwar trafen auch die Eisbären bei einem Mann mehr, der Treffer fiel jedoch irregulär und wurde wegen Hohen Stocks nicht gegeben. Auch nach einem Penalty von Fischbuch stand es weiter 1:0 für Augsburg, Boutin rettete mit dem Schoner die knappe Führung in die Pause.

Ausgleich erst durch den zweiten Penalty

Auch der Anfangsdruck der Heimmannschaft im Schlussabschnitt verpuffte am souveränen „Boots“ im Panthertor, nach mehreren Schüssen der Berliner war wieder der AEV gefährlich. Aber sowohl Davies scheiterte an Vehanen als auch Schmölz und Guentzel bei einem Zwei-auf-eins-Konter. Berlin machte noch nicht ganz auf, einige Zeit verlief das Spiel ausgeglichen und von Taktik geprägt. Berlin behielt zwar weiterhin die Feldhoheit, die großen Chancen ergaben sich jedoch weiterhin auf der Gegenseite. Denn Berlin wurde konsequent zu Verzweiflungsschüssen gezwungen, die Blaue Linie gut verteidigt und durch Zweikämpfe im Verteidigungsdrittel von gefährlichen Schüssen abgehalten. Kam der AEV einmal durch brannte es vor Vehanen: Trupp passte trotz schwerer Bedrängnis zurück auf Parkes, aber ein zweites Tor gelang dem Kanadier nicht.

Zusatzpunkt bleibt in der Hauptstadt

Berlin versuchte es weiter umständlich, und hatte dann mit einer Einzelaktion Erfolg: James MacQueen war durchgebrochen, Mark Cundari verhinderte mit einem Stockschlag den Torschuss und dem Gefoulten wurde der zweite Penalty des Spiels zugesprochen. MacQueen machte es besser als Fischbuch und traf zum Ausgleich. In den verbliebenen knapp vier Minuten fiel kein weiteres Tor, genausowenig während der fünfminütigen Overtime. Wie gegen Wolfsburg musste das Penaltyschießen entscheiden, mit dem besseren Ende für Berlin: Erst visierte Cundari das Außennetz an und Boutin wurde noch einmal von MacQueen verladen, dann hielt Vehanen gegen Parkes und Sheppard traf zum Sieg – der zweite Zusatzpunkt des Wochenendes ging an den Gegner.

Am kommenden Wochenende muss der AEV freitags nach Bremerhaven reisen, am Sonntag stellen sich die Adler Mannheim im Curt-Frenzel-Stadion vor. Spielbeginn am Sonntag ist um 19:00 Uhr.
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