Panther machen mit 7:4 Steckerlfisch aus den Kölner Haien

Trevor Parkes zum 4:0 gegen die Kölner Haie (der Puck zappelt links oben im Nezt) (Foto: G. Stadler)
 
So macht man in Köln Steckerlfisch (Foto: G. Stadler)
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Nach dem Deutschland Cup im Curt-Frenzel-Stadion war an diesem Freitag wieder DEL-Alltag angesagt. Aber so darf DEL-Alltag gerne aussehen! Mit 7:4 haben sich die Panther, nach drei Niederlagen in Folge, wieder in den Kampf um die Playoff-Plätze zurückgemeldet. Bis zum 5:0 war es eine eindrucksvolle Vorstellung. Die anschließenden Minuten hingegen "vogelwild" bis das Momentum nach dem sechsten Panthertreffer wieder an die Hausherren zurückfiel. 

Die Augsburger Panther gingen ohne Nationalspieler Thomas Holzmann und Derek Dinger an der Start, dafür rutschte Hans Detsch ins Aufgebot. Auf Kölner Seite liefen die letztjährigen Panther Justin Shugg und Ben Hanowski auf. 5889 Zuschauer wollten das Duell Beutegreifer gegen Raubfisch sehen.

Drittel 1

Die Partie begann auf beiden Seiten verhalten. Die erste gefährliche Situation für den AEV gab es schließlich in der 4. Minute. Und da war T.J.Trevelyan zur Stelle. Der Kölner Goalie Justin Peters konnte einen verhältnismäßig harmlosen Schuss von David Stieler nicht festhalten. Und Trevelyan konnte den Rebound zielsicher zum 1:0 unterbringen.

In der 5. Minute war, nach einem Kölner Schlagschuss, der Pfosten ein Freund der Panther und Boutin konnte mit starkem Stellungsspiel den Ausgleich verhindern. In der 10. Minute bewies Jonathan Boutin sein Können dann spektakulär mit den Schonern. Abgezogen hatte Ex-Panther Ben Hanowski aus einem Meter Distanz. Die Panther blieben auch in der Folge das bessere Team und konnten sich etliche Chancen erarbeiten, die beste hatte wiederum T.J. Trevelyan (10.). Belohnt wurde der Einsatz schließlich in der 18. Minute. Mit Gewalt konnte Mark Cundari, von der Blauen Linie aus, seine Farben mit 2:0 in Führung bringen. Die erste Strafzeit wurde in der 19. Minute ausgesprochen.

Ein Hai, Shawn Lalonde, konnte sich nur noch mittels Haken erwehren. Kurz vor der Sirene legt Trevelyan noch ein sehenswertes Solo aufs Parkett, Sieger blieb aber der Kölner Torhüter.

Drittel 2

Prima Hochgeschwindigkeitskombination über mehrere Stationen in der 24. Minute. Aber Jaroslav Hafenrichter kam nicht mehr an den Puck. Doch die Panther gingen weiter mit viel Biss und Einsatz zu Werke. Und dieser Einsatz wurde wiederum in der 26. Minute belohnt. Auf Pass von Stiehler, quer durch den Slot, konnte Mark Cundari seinen zweiten Treffer markieren.

Im Anschluss daran folgte die zweite Überzahlsituation des Abends. Sebastian Uvira brachte mit einem unnötigen Foul im Pantherdrittel die Hausherren wiederum in numerische Überzahl. Und diesmal bedankte sich Trevor Parkes mit dem 4:0 (28.). Dieser Treffer war zu viel für das Gemüt von Peters, Daniar Dshunussow übernahm. Und der durfte schon drei Minuten später hinter sich greifen. Torschütze zum 5:0 war Spielmacher Drew LeBlanc (31.).

In einer weiteren Überzahlsituation hatten die Panther Glück, Hanowski konnte sich bei Kölner Unterzahl zweimal versuchen. In der 36. Minute konnte Köln seinen ersten Treffer durch den ehemaligen Augsburger Shugg erzielen, Spielstand 5:1. Eine Minute später musste Alexander Polaczek wegen Spielverzögerung vom Eis. Und da ließen sich die Kölner nicht lange bitten. Der Schütz' zum 5:2 war Felix Schütz. Beide Tore konnten verhältnismäßig einfach erzielt werden, so macht man den Gegner auch nach einem 5:0 Vorsprung wieder stark. Die Pausensirene kam dementsprechend zur rechten Zeit.

Drittel 3

Allerdings: Die Kölner hatten nach den zwei schnellen Toren im Mitteldrittel Blut geleckt. Mit viel Schwung gingen sie ins letzte Drittel. In der 46. Minute war der Vorsprung der Panther weiter zusammengeschmolzen, Ryan Jones über das kurze Eck zum 5:3. Das Momentum hatte erst mal die Seite gewechselt.

In der 47. Minute wurde (kleinlich) eine Strafe gegen die Panther gepfiffen (Schmölz). Ein Break von Valentine wurde brutal unterbunden (Erhoff Beinstellen), der fällige Penalty verweigert, die zwei Strafminuten aber gegeben. Im anschließenden Spiel Vier-gegen-Vier konnten die Haie auf 4:5 verkürzen.

Aber die Panther durften ja noch ein wenig in Überzahl spielen. Und Powerplay kann man ja in Augsburg. Ein Schlagschuss von Braden Lamb konnte von Michael Davies unhaltbar zum 6:4 abgefälscht werden. Und Köln ging weiter hart zur Sache, die Panther ließen sich aber nicht provozieren und hielten spielerisch dagegen. Treffer Nummer sechs war zudem ein Wirkungstreffer. Der K.o. folgte in der 55. Minute. Das 7:4 erzielte, nach scharfer Hereingabe von Matt White, Daniel Schmölz per Tipp-in. Resümee: Wahnsinn!
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