Panther ringen den Tabellenzweiten aus Iserlohn mit 4:3 nieder

Daniel Weiß nach dem Ausgleich zum 3:3 gegen Iserlohn (Foto: G. Stadler)
 
Das Curt-Frenzel-Stadion vor dem Spiel gegen die Roosters. Außen kalte Pracht, innen die heiße Hölle, in der die Hühnchen gebraten wurden.

Die 4250 Zuschauer im CFS sahen am Freitagabend ein gutes, ein schnelles Eishockeyspiel. Bis zur 51. Minute sah es aber nicht nach einem Erfolg für den AEV aus. Aber die Panther hatten sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen gegeben und sich dafür letztendlich selbst belohnt. Ein beinstarkes Abschlussdrittel ließen das CFS in seinen Grundfesten beben. Somit konnten die Augsburger Panther das Duell der torgefährlichsten DEL-Mannschaften mit 4:3 (1:1 / 0:1 / 3:1) für sich entscheiden. Über das Manko der schlechten Chancenverwertung bis zur 51. Minute sollte bei diesem Ausgang großzügig hinweggesehen werden.

1. Drittel

Nach einer Spielverzögerung durch Mike Iggulden(2.) nahm die Partie langsam Fahrt auf. Ein schöner Break von Ben Hanowski konnte von Chet Pickard im Tor der Roosters zunichte gemacht werden. Diesem Save ging aber ein Haken voraus und somit war die Überzahl der Rooster egalisiert (Boris Blank, 3.). Mit 4 gegen 4 ging es weiter und Ben Meisner konnte stark mit dem Schoner klären. Mit abgelaufener Pantherstrafe konnten die Hausherren noch eine Minute lang in Überzahl ran. Die beste Chance konnte Brady Lamb generieren, der den Hammer von der „Blauen“ auspackte. In der 6. Spielminute lag der Puck im Netz der Iserlohner Hühner, aber der Treffer wurde nach Videobeweis nicht gegeben. Alexander Polaczek hatte den Puck per Schlittschuh ins Tor befördert. Darauf folgte ein sehenswerter, eröffnender Pass der Gäste auf Nicholas Peterson (7.), der Ben Meisner links oben keine Chance ließ, 0:1. Im Anschluss versuchten es die Panther einige Male aus der Distanz (u. a. Steffen Tölzer, Lamb), aber große Gefahr auf den Hühnerkasten ging von diesen Schüssen nicht aus. Colten Teubert (13., Haken) eröffnete die nächste Überzahlgelegenheit für die Panther. Und diesmal klingelte es im Hühnerkasten. Nach schönem Pass, quer durch das Angriffsdrittel, traf Adrian Grygiel den Puck perfekt und versenkte den Onetimer ebenfalls oben links im Eck: 1:1.

2. Drittel

Die erste Möglichkeit im Mitteldrittel war ein verdeckter Schuss von Arvids Rekis aber Pickard hatte den Braten gerochen und war mit der Kelle zur Stelle (22.). Nach schlechtem Aufbauspiel der Panther, der in einem Puckverlust endete, konnte wiederum Meisner das Iserlohner Break entschärfen (23.) Die Roosters hatten zunehmend mehr Spielanteil und dementsprechend auch mehr Chancen. In der 25. Spielminute waren dann die Spezialteams der Panther fürs Penaltykilling gefragt (Daniel Weiß, Halten). Aber die konnten nicht lange ihre Defensivkünste zeigen. Boris Blank brachte den Tabellenzweiten mit 1:2 in Front. Und Iserlohn blieb vorerst das gefährlichere Team. Die Panther konnten sich zwar auch Chancen erarbeiten, Bettauer im Slot über das Tor und Lamb mit einem Blueliner, aber der Rebound konnte nicht verwertet werden (29.), aber die Chancenauswertung war zum Haare raufen. Ein Stockschlag in der 34. Spielminute (Robert Raymond) eröffnete die Chance für die Augsburger Überzahlspezialisten. Ein knallharter Schuss von Mark Mancari verfehlte nur knapp das Gehäuse, mehr war aber nicht geboten. Und dann musste der Schiedsrichter lange die Hand gehoben halten, eine Strafe gegen Iserlohn war angezeigt und Meisner zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis geeilt. Erst ein zweites Foul der Roosters beendeten die Leibesertüchtigung für den unparteiischen (jeweils Stockschlag von Zach Hamill und Kevin Lavalleé, Raymond 10 Minuten persönliche Strafe). Und so durften die Panther in doppelter Überzahl antreten. Und aus dieser Situation hätte man mehr machen müssen. Letztendlich war das Powerplay zu statisch und im Slot zu wenig Verkehr. Die doppelte Überzahlspiel wurde durch Drew LeBlanc per Stockschlag beendet.

3. Drittel

In der 45. Minute sorgte ein harter Schlagschuss aus der Halbdistanz für einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Rooster. Torschütze zum 1:3 war, zum wiederholten Mal an diesem Abend, Peterson. Mehr oder wenig im Gegenzug scheiterte Thomas Holzmann aus ähnlicher Position am Torhüter der Hühnchen. Nicht, dass die Panther sich aufgegeben hatten, aber das Scheibenglück war bis dato nicht auf Seiten des AEVs. Nach Strafe gegen Grygiel (Behinderung, 47.) konnten Matsumoto und Polaczek zum x-ten Male einen Konter nicht an Pickard vorbeibringen. Die Chance zum Anschluss brachte eine Spielverzögerung der Iserlohner (Lavallee, 49.), die wieder nicht genutzt werden konnte. In der 52. Spielminute gelang dann doch noch der Anschlusstreffer, LeBlanc konnte Pickard aus dem Handgelenk zum 2:3 überwinden. Und die AEV-Fans peitschten ihren Verein stimmgewaltig an, mit Erfolg! Der Ausgleich zum 3:3 fiel in der 54. Spielminute, Torschütze Daniel Weiß. Und dann loderte die Hölle des Südens auf höchster Flamme. Quell steter Gefahr für den Hühnerkäfig war das ganze Spiel über Mr. Blueliner Brady Lamb, und dem gelang in der 58. Spielminute ein „Strahl“, direkt ins Tor zum 4:3 Siegtreffer. Am Sonntag geht es nach Hamburg zu den Freezers, das Anfangsbully gibt es bereits um 14.30 Uhr.

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