Panther unterliegen mit 0:3 gegen Nürnberg – Spiel sieben muss die Serie jetzt entscheiden

Nicht zu überwinden: Jochen Reimer beim Auswärtssieg im CFS in Spiel 6 der Viertelfinalserie (Foto: G. Stadler)

Nürnberg gleicht in der Viertelfinalserie aus. Die Panther konnten den Matchball im eigenen Stadion nicht verwandeln. Das sechsten Aufeinandertreffen mit den Nürnberg Ice Tigers war über weite Strecken ein sehr zerfahrenes Spiel, mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Gäste immer besser auf das Angriffsspiel der Panther einstellen und ließen kaum Chancen zu. Zudem konnten die Panther Jochen Reimer im Tor der Ice Tigers nicht überwinden.

Wieder mit von der Partie war Michael Davies und Evan Trupp. Somit musste Trainer Mike Stewart nur noch auf Jonathan Boutin verzichten. Den Leistungsträgern Marc Cundari und T. J. Trevelyan wurde eine Regenerationspause verordnet, für Matt MacKay wurde Hans Detsch aufgestellt. Im Tor begann wieder Benjamin Meisner, der mit einer außerordentlichen Fangquoten in den letzten beiden Spielen, ein Garant für den möglichen Matchball im CFS war. Auch in Spiel 6 zeigte Meisner sein Können.

1. Drittel

Für ein Playoff-Spiel gab es ein regelrecht verhaltenen Auftakt, man konnte die Anspannung bei beiden Teams spüren, es ging ja um alles (für die Panther) oder nichts (für die Nürnberger). In Summe kam Nürnberg mit mehr Schwung nach vorne auf das Eis, aber wie schon in den letzten Spielen fehlten die entscheidenden Ideen. In der 3. Spielminute testet Jaroslav Hafenrichter erstmals Jochen Reimer. In der 5. Minute war erstmals Meisner gefordert und ließ sich nicht von Ehliz aus kurzer Distanz überwinden. In der gleichen Minute übertrieb es dann Sasa Martinovic gegen Trupp, das erste Powerplay für den AEV gab es schließlich wegen Behinderung. In der 6. Spielminute konnte die Nürnberger einen Break fahren, aber Reinprecht setzte etwas zu hoch an. Zu Beginn der Strafzeit konnten die Ice Tigers aggressiv verteidigen, zum Schluss und im Anschluss konnten sich die Panther endlich gute Chancen erarbeiten. Die Schlagschüsse von Braden Lamb und Justin Shugg konnte aber J. Reimer gut parieren. Ein harter Open-Ice-Check von Alex Polaczek gegen Patrick Buszas setze ein klares Zeichen der Panther. In der 12. Spielminute konnten sich die Icetigers wieder nur unfair zur Wehr setzten. Steckel zog wegen Bandenchecks gegen Justin Shugg die nächste Zweiminuten-Strafe. Zwei Versuche von Parkes über das kurze Eck konnten wiederum von J. Reimer entschärft werden. Dann Glück für die Panther, die im Aufbauspiel den Puck im eigenen Drittel verloren. In der 17. Minute gab es den ersten Fight-on-Ice des Tages. Sieger im römisch-griechischen Stil blieb Ben Hanowski gegen Philippe Depuis (jeweils 2 plus 2 plus 10 wegen übertriebener Härte). In der 19 Spielminute zeigte wieder Meisner seine Klasse gegen Mebus.

2. Drittel

Das zweite Drittel begann mit ordentlich Dusel für den AEV, die Nürnberger konnten eine 3 auf 2 Situation in Person von Steckel nicht verwerten. Gleich im Anschluss konnten die Panther, hier hatte LeBlanc die Chance, ein 3 auf 1 gehen, aber auch hier blieb das Erfolgserlebnis aus. In der 26. konnte sich Meisner stark gegen Pfleger behaupten. Nürnberg kam aber zunehmend zu besseren Möglichkeiten, aber Meisner war stets zur Stelle und hoch konzentriert. In der 27. Minute bekam Polaczek einen Puck harten an den Kopf und blieb erst mal verletzt auf dem Eis liegen, konnte dann aber weiter spielen. Insgesamt nahm das Spiel mehr Fahrt auf. In der 33. Minute konnte Nürnberg das 0:1 erzielen. Ein harter Schlagschuss aus der Mitteldistanz, den Meisner noch parieren konnte, wurde schließlich von Ehliz durch Meisners Schoner gestochert. Im Anschluss bettelte Brandon Prust mit übertriebenem Körperspiel auf den nächsten Fight. Und Hans Detsch (dafür war er wohl auch heute aufgestellt) nahm dankend an. Aus Sicht der Nürnberger muss man festhalten, clever geht anders. Beide Kontrahenten mussten nach der kleinen Einlage nämlich zum duschen mit 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe. In der 30. Minute musste LeBlanc wegen Halten vom Eis, die Unterzahl wurde pantherstark verteidigt. Zwei Minuten vor Drittelende nochmals Riesenglück für die Panther, aber die Querlatte verhinderte schlimmeres. Kurz darauf hatte Shugg die Chance zum Tipp-In ins Nürnberger Tor, war aber Sekundenbruchteile zu spät an der Scheibe. In der letzten Minute wurde Lamb wegen Beinstellens mit zwei Minuten vom Eis geschickt.


3. Drittel

Die Panther mussten in Unterzahl ins dritte Drittel starten. Ein Solo von Reinprecht konnte von Meisner stark pariert werden, ein Break von Polaczek und Hanowski sorgte für etwas Entlastung. Dummerweise mussten die Augsburger gleich wieder in Unterzahl ran, Parkes wurde wegen Crosschecks vom Eis verwiesen (44.). Aber auch diese Unterzahl konnte schadlos gehalten werden. Im weiteren Verlauf taten sich die Panther ausgesprochen schwer, die Nürnberger Verteidigung zu durchbrechen, die Gäste hatten ihr Spiel nahezu perfekt auf das Pantherspiel eingestellt und ließ kaum bis gar keine Chance mehr zu. 57. Minute, Augsburg kann eine Solo von Ehliz nur per Foul stoppen. Den ausgesprochenen Penalty verwandelte Ehliz zum 0:2. Der Treffer zum 0:3 Endstand war schließlich ein Emptynetter. Am Dienstag kommt es nun zum Showdown in Nürnberg mit Spiel sieben aus der Best-of-Seven-Serie.
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