Pech für Bremerhaven gegen die Panther: Schwarze Raubkatzen siegen am Freitag den 13.

Siegtorschütze Thomas Holzmann
 
Der nächste Jubilar: Arvids Rekis machte in Bremerhaven sein 500. DEL-Spiel. Bereits am letzten Wochenende feierten Steffen Tölzer (600 Spiele, alle für Augsburg) und Aleksander Polaczek (800 Spiele)

Für wen würde sich Freitag der 13. als Unglückstag herausstellen? Für die Fischtown Pinguins, die auch dieses Jahr trotz vieler Abgänge überraschen oder für die Augsburger Panther, die in der Ferne etwas schwächeln und nur einen Punkt aus den letzten vier Auswärtsspielen nach Augsburg mitnehmen konnten? Zunächst sah es für die Nordlichter gut aus, die 2:0 und 3:2 in Führung gingen, im letzten Drittel wendete das Glück und der AEV drehte durch Tore von LeBlanc und Holzmann die Partie.

Ein kleiner Vorteil für den AEV war der Kader: Während bei Bremerhaven einige Leistungsträger verletzt sind (Dejdar, Nehring, dazu kam im ersten Drittel Hooton), sind bei den Panthern Drew LeBlanc und Derek Dinger zurück auf dem Eis. War es die angespannte Personallage, dass Bremerhaven gleich in die Vollen ging, oder ist der Anfangsdruck die übliche Taktik der Heimmannschaft? Die Pinguins hatten jedenfalls gleich mehrere Chancen, aber der AEV verteidigte solide und kam zur ersten Gelegenheit im Powerplay nach drei Minuten. Mike Davies vergab, und verlor nach einem schlecht getimeten Pass kurz darauf den Puck an der Blauen Linie. Jason Bast fuhr auf und davon und duschte die Panther eiskalt ab: Shorthander in Minute vier, so hatten sich die ca. 40 mitgereisten Fans das zweitbeste Überzahlspiel der DEL nicht vorgestellt. Bis auf den Fehler zum Gegentor sah das zwar wie so oft gefällig aus, auf der Anzeigentafel änderte sich jedoch nichts.

Shorthander und Powerplay-Tor:
Die Special-Teams der Pinguins legen vor

Auch nicht beim bald folgenden ersten Powerplay der Norddeutschen: Zwar kreierten die Pinguins viele Chancen, fanden aber keinen Weg vorbei an Jonathan Boutin. Als Jubilar Arvids Rekis – der Lette absolvierte sein 500. DEL-Spiel – kurz darauf ein zweites Mal auf der Strafbank Platz nehmen musste konnten die Pinguins erhöhen: Chris Newbury passte scharf von rechts vors Tor, wo Mike Höffel den Puck zum 2:0 ins Tor tippte. Bremerhaven wollte nachlegen, aber Boutin hielt sein Team im Spiel. Zum Schluss des ersten Abschnitts stand dann sein Gegenüber Pöpperle verstärkt im Mittelpunkt und trieb die AEV-Stürmer zur Verzweiflung.

Cody Lampl befand sich zu Beginn des Mitteldrittels noch auf der Strafbank, gefährlicher war wieder der dezimierte REV. Aber auch die größte Chance – ein abgefälschter Hammer von Jensen – landete in Boutins Fanghand. Das Spiel war im ersten Abschnitt schon schnell, im zweiten zog das Tempo nochmal an, mit Chancen auf beiden Seiten. In der 35. Minute fuhr Augsburg einen Drei-auf-zwei-Konter, doch statt den gut platzierten Evan Trupp anzuspielen überraschte Mike Davies Pöpperle selbst mit dem Anschlusstreffer. Es wurde ruppiger, nach Guentzels Fight mit Rumble hatte Augsburg wieder einen Mann mehr auf dem Eis und nutzte diesmal die numerische Überlegenheit: White traf von rechts den Pfosten, der Puck sprang nach links in den Lauf von Valentine, und der Verteidiger wuchtete die Scheibe zum Ausgleich ins Tor.

Nach Aufholjagd und Ausgleich:
Erneute Führung für Bremerhaven

Bremerhaven spielte weiter gut mit und kam zum psychologisch günstigen Zeitpunkt zur erneuten Führung. 14 Sekunden vor der zweiten Sirene zog Bremerhavens Kapitän Mike Moore ab, der Puck wurde von einem Panther abgefälscht und Boutin hatte das Nachsehen.

Nach einem ersten Versuch durch Davies wollten die Pinguins die Führung ausbauen, aber zweimal Urbas und George scheiterten. Jetzt machte der AEV auf und drückte auf den Ausgleich. Nach einem Querpass von Parkes fiel er dann: TJ Trevelyan musste den Puck schwer bedrängt durchlassen, neben dem Tor wartete LeBlanc und lupfte die Scheibe zum 3:3 ins Netz. Und es kam noch besser: Schmölz rettete bei einem der jetzt weniger werdenden Pinguins-Angriffe im eigenen Drittel, passte über die Bande zu Thomas Holzmann und der hämmerte einen Schlagschuss aus vollem Lauf in die Maschen. Die schwarze Raubkatze von links am Freitag dem 13. erwies sich fünf Minuten vor Spielende als Unglück für die Nordlichter. Die versuchten natürlich weiterhin wenigstens die Verlängerung zu erreichen, aber auch als Trainer Thomas Popiesch seinen Goalie zog konnte Boutin den Sieg festhalten.

Mit NHL-Verstärkung:
Am Sonntag kommt Ex-Meister Mannheim

Nach dem ersten Auswärtssieg nach längerer Durststrecke stellen sich am Sonntag (Spielbeginn 19:00 Uhr) die Adler Mannheim im Curt-Frenzel-Stadion vor. Der leicht kriselnde Ex-Meister hat personell nachgelegt, gegen Augsburg wird Verteidiger Mark Stuart auflaufen, der direkt von den Winnipeg Jets aus der NHL wechselte, in der kommenden Woche stößt auch noch Stürmer Andrew Desjardins von den Chicago Blackhawks zum Kader des MERC.
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