Philipp Max: Der Zweikampfsieger

Nicht nur gegen Frankfurt stets Zweikampfsieger: Philipp Max hat auch das Rennen um die FCA-Startelf gewonnen. (Foto: Moni Pfaff)

Philipp Max hat sich beim FC Augsburg durchgebissen. Seine Entwicklung ist beachtlich und könnte ihn eines Tages in die Nationalelf führen. Max profitierte auch von einem Wechseltheater.

Mit seinem insgesamt zweiten Bundesligator zur Führung des FC Augsburg in Frankfurt hatte Philipp Max entscheidenden Anteil an den ersten Auswärtspunkten der noch jungen Saison. Doch auch in der Defensive lieferte der 23-Jährige mit einer perfekten Zweikampfbilanz eine herausragende Leistung ab. Dabei hat er den entscheidenden Zweikampf, den um die Position des Linksverteidigers, bereits vor Wochen gewonnen.

Die 20. Spielminute war auf der Anzeigetafel der Frankfurter Commerzbank Arena zu lesen, als Philipp Max und Jonathan Schmid aus spitzem Winkel nahe der rechten Eckfahne zum Freistoß bereitstanden. Ein kurzer Anlauf, der Schuss mit dem starken linken Fuß und ein Ball, der an Freund und Feind vorbei ins lange Eck des Frankfurter Kastens segelte. „Eigentlich wollte ich den Ball nur scharf aufs Tor bringen, dass er dann direkt reingeht ist natürlich umso schöner“, freute sich Torschütze Max nach Schlusspfiff über sein zweites Bundesligator, das den FCA früh in Richtung Auswärtsdreier brachte.

Seit 2 Jahren in Augsburg unter Vertrag

Dabei stand vor Saisonbeginn noch nicht einmal fest, ob Max überhaupt auf regelmäßige Einsatzzeiten unter Manuel Baum kommen würde. Lange Zeit sah es danach aus, als würde Konstantinos Stafylidis, ein ebenfalls hochveranlagter Freistoßschütze, den Kampf um die Linksverteidigerposition gegen Max gewinnen.

Es folgte jedoch ein bis zum Ende des Transferfensters andauerndes Wechseltheater um den Griechen, der Augsburg letztlich nicht verließ – in der Zwischenzeit aber zuschauen musste, wie sein Konkurrent ihm auf dem Platz mit starken Leistungen den Rang ablief.

Seit 2015 steht der Sohn des ehemaligen Bundesligastürmers Martin Max in Augsburg unter Vertrag. Ganze 57 Bundesligaspiele und sieben Scorerpunkte stehen seitdem für den Linksverteidiger auf dem Papier.

Max bleibt bis 2022: "Entwicklung des FCA und auch meine Persönliche noch nicht abgeschlossen"

Vor der neuen Spielzeit belohnte der FC Augsburg Max gestiegenen Stellenwert mit der Ausweitung seines Arbeitspapiers bis 2022. „Ich bin überzeugt, dass die Entwicklung des FCA und auch meine persönliche noch nicht abgeschlossen sind“, begründete der 23-Jährige seine Entscheidung, sich langfristig an die bayerischen Schwaben zu binden.

Den vorläufigen Höhepunkt der fußballerischen Entwicklung des Linksverteidigers, der auch im linken Mittelfeld eingesetzt werden kann, stellt neben dem sportlichen Aufschwung in der laufenden Saison die Teilnahme an den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr dar. Dort konnte Max in drei Einsätzen mit einem Tor und einer Vorlage für die deutsche Auswahl glänzen und musste sich erst im Finale der brasilianischen Truppe um Superstar Neymar geschlagen geben.

Das Ziel des 23-Jährigen - Die A-Nationalmannschaft

Das langfristige Ziel des 23-Jährigen ist nun die A-Nationalmannschaft. Für diese Aufgabe will er sich durch starke Leistungen beim FC Augsburg empfehlen. Die ersten wichtigen Schritte hat er mit dem gewonnenen Zweikampf um die Startelf und Leistungen wie gegen Frankfurt bereits getan. Ein Philipp Max auf diesem Niveau ist jedoch nicht nur eine zukünftige Option für den Bundestrainer, sondern vor allem eine Bereicherung für den Bundesligisten FC Augsburg.
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