Sechs-Punkte-Wochenende nach Sieg gegen Köln

500 DEL-Spiele, alle für den AEV. Kapitän Steffen Tölzer wurde vor dem Spiel geehrt - und führte sein Team zum 4:3-Sieg gegen die Kölner Haie. Auch in der kommenden Saison bleibt er seinem Club treu: Bei der Ehrung wurde seine Vertragsverlängerung verkündet.
 
Auch die Fans bedankten sich bei ihrem Kapitän.

In den vergangenen Jahren kam pünktlich nach der Deutschland-Cup-Pause der Einbruch beim AEV. Dieses Jahr wurden die Länderspiele erstmals im Curt-Frenzel-Stadion ausgetragen, und der Fluch ist gebannt: In sechs Spielen nach der Pause gab fünf Siege, verbunden mit dem Sprung auf Platz vier. Auch der KEC - vor dem Spiel direkter Verfolger des AEV - wurde mit 4:3 (1:1, 3:1, 0:1) besiegt und ohne Punkte zurück an den Rhein geschickt. Nebeneffekt der Erfolgsserie: Der Abstand zu Platz 11, der nicht mehr zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt steigt von Woche zu Woche.


Kapitän Tölzer bleibt an Bord


Das Spiel begann mit der Ehrung für Kapitän Steffen Tölzer, der gegen den KEC sein 500. Spiel in der DEL bestritt - alle für "seinen" AEV. Und Tölzer setzte gleich den ersten Akzent, mit einem Schlagschuss, der Kölns Jones zunächst außer Gefecht setzte. Es folgte ein Lattenknaller von Daniel Weiß und weitere tollen Chancen für den AEV - aber Gustav Wesslau konnte den Haie-Kasten sauber halten, wie gegenüber Jeff Deslauriers, der im flotten Spiel ebenfalls gut beschäftigt wurde. Das 1:0 für Köln fiel trotzdem wie aus dem Nichts, als sich Mackay von Falk den Puck abluchsen ließ und der falsche Weiß-Bruder Alexander einnetzen konnte.

Ausgleich kurz vor Drittelende


Augsburgs Daniel Weiß hatte beim Spiel in Köln mit der Schlusssirene den Siegtreffer erzielt, zuhause kam er aufgrund von Verletzungen zu sehr viel Eiszeit. Zwar erwies sich TJ Trevelyans Verletzung als nicht so schwerwiegend, Drew LeBlanc jedoch gesellte sich nach dem Schwenningen-Spiel zu Arvids Rekis (beide Gehirnerschütterung) und Mike Iggulden ins AEV-Lazarett. Seine Reihe war hauptsächlich mit dem Stören der Kölner betraut, setzte daneben aber auch offensiv Akzente. Richtigen Wirbel veranstalteten jedoch Jon Matsumoto, TJ Trevelyan und Ben Hanowski. Letzterer war es dann, dem zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt - kurz vor der ersten Pause - der verdiente Ausgleich gelang.

Das Mitteldrittel war zuletzt immer das stärkste des Mike-Stewart-Teams, und auch gegen Köln konnten seine Spieler davonziehen: Wieder Ben Hanowski traf gleich in der ersten Minute zur Führung, die James Bettaus mit einem Schlagschuss in der 25. Minute ausbaute, und drei Sekunden vor dem Drittelende war wieder die erste AEV-Reihe erfolgreich: Kölns Erikkson hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen, Matsumoto das Bully verloren, aber trotzdem konnte TJ Trevelyan die Verwirrung der Rheinländer ausnutzen und zum umjubelten 4:2 einnetzen. Drei Minuten zuvor hatten die Kölner noch Hoffnung geschöpft, als Hager durchs Angriffsdrittel getanzt war und zum zwischenzeitlichen Anschluss traf.

Zum Beginn des Schlussabschnitts waren dann die Kölner hellwach, und der AEV mental noch in der Kabine: Nach nur 13 Sekunden waren sie wieder im Spiel, Jones gelang das 4:3. Wer jetzt befürchtet hatte, die ersatzgeschwächten Augsburger würden einbrechen sah sich getäuscht. Mit viel Kampf und Einsatz zermürbte man den KEC, die Spieler blieben jetzt von der Strafbank weg, und auch in der Schlussminute, als es die Haie mit sechs Feldspielern und ohne Goalie versuchten, wurde der knappe Vorsprung gehalten.

Am Freitag zuhause gegen die DEG


Nach den zwei Siegen am Wochenende rangiert der AEV jetzt auf Tabellenplatz vier, nur einen Punkt hinter dem Zweiten. Die tolle Ausgangsposition soll am kommenden Wochenende gegen Düsseldorf (Freitag, 19:30 Uhr) und in Straubing (Sonntag, 16:30 Uhr) verteidigt werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.