Sieg im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion: Panther kämpfen Berlin mit 2:1 nieder

Zuhause gewinnen die Augsburger Panther gegen die Eisbären Berlin mit 2:1. (Foto: David Libossek)

What a game! Boistarke Augsburger (hochdeutsch: sehr starke Augsburger) erlegen mit viel Willen und Einsatz die Berliner Eisbären mit 2:1. Die intensiv geführte Partie wollten 5180 Zuschauer sehen, die mit bester Stimmung die Panther immer wieder nach vorne peitschten.

Erstes Heimspiel nach dem „Black Friday“ vergangene Woche. Mit Evan Trupp und Adrian Grygiel haben die Augsburger Panther längerfristige Ausfälle zu kompensieren, Mark Cundari und Arvids Rekis wurden noch geschont. Mit von der Partie waren hingegen wieder Scott Valentine und Michael Davies. Das knappe Ergebnis war hervorragend aufgelegten Torhütern (Jonathan Boutin auf Augsburger Seite und Petri Vehanen auf Berliner Seite) und der katastrophalen Chancenauswertung der Panther geschuldet.

1. Drittel

Mit gewohnter Angriffslust starteten die Panther gegen die Eisbären aus Berlin. In der 2. Spielminute gab es die erste Chance in Führung zu gehen, aber T. J. Trevelyan noch ohne Scheibenglück. Die nächste sehenswerte Aktion wurde von Steffen Tölzer eingeleitet, der den Puck in den Slot passen konnte (7.), aber ein gegnerische Kelle kam den Panthern noch zuvor. Im Gegenzug dann die Berliner mit einer Möglichkeit aus guter Position, aber der Schuss fand nur den Schoner von Boutin. In der 9. Spielminute gab es die erste Überzahl für die Panther (Fischbuch, Stockschlag). Und gegenwärtig stellen ja die Panther das beste Powerplay der Liga. Größter Aufreger war aber ein Check gegen Davies, dessen Kopf in die Bande krachte, aber nicht geahndet wurde.

Generell sorgten die Schiedsrichter mit etlichen Entscheidungen für Verwunderung bei den Panthern und dem Augsburger Publikum. In der 13. Minute konnten die Panther wieder etwas für die Statistik „Lattentreffer“ tun, Valentine aus vollem Lauf an die Querlatte. In der 14. Minute gab es schließlich die zweite Strafe für Berlin, diesmal war es Barry Tallackson, der Trevor Parkes nicht regelkonform stoppen konnte. Aber die Panther hatten das Powerplay Momentum immer noch nicht gefunden. Zwei Minuten vor Drittelende waren es schließlich die Berliner, die jubeln durften. Nach einem Konter, mitten in eine Drangphase der Panthe hinein, ließ Boutin prallen und MacQueen konnte zum 0:1 abstauben.

2. Drittel

Das zweite Drittel begann wieder mit einer AEV Großchance, Davies kam mit viel Speed ins Bären-Drittel scheiterte aber an Vehanen und Hafenrichter konnte den Rebound ebenfalls nicht verwerten. Die dritte Strafzeit brachte den Ausgleich. Einfach mal den Schläger in einen scharfen Pass reingehalten (Lamb) und schon klingelte es, Torschütze Thomas Holzmann zum 1:1. Im Anschluss die Panther mit viel Druck und besten Gelegenheiten, unter anderem in der 28. Minute: Thomas Holzmann war frei vor dem Kasten, aber der Puck ging doch deutlich darüber.

Die nächste Strafzeit gab es nach Bandencheck gegen Thiel in der 30. Spielminute (Kai Wissmann). Generell war der AEV die aktivere Mannschaft, großes Manko war aber die Chancenauswertung. Die Panther konnten beste Chancen im Minutentakt nicht nützen. Entweder war Vehanen dran oder es fehlten die berühmten wenigen Zentimeter. Aber die Berliner waren immer wieder mit Nadelstichen in Form von Kontern gefährlich. Kurz vor Drittelende war wiederum Vehanen mit einem unglaublichem Big-Save Endstation der Augsburger Angriffsbemühungen.

3. Drittel

Das letzte Drittel begann mit einer Strafzeit gegen Augsburg. Überraschenderweise hatten die Referees einen Hohen Stock geahndet (gegen Augsburg wurde das zweimal übersehen). In Unterzahl kämpften die Panther hingebungsvoll und Boutin zeigte einen großartigen Save. Noch vor Ablauf der Augsburger Strafzeit musste ein Berliner auf die Kühlbank. Und Augsburg war wieder in Überzahl dran. Und wieder das gleiche Bild, Panther mit guten Chancen und ein Vehanen, der nicht willens war, einen weiteren Treffer hinzunehmen. Stieler in der 45. Minute mit einem super Solo, aber der Finne im Berliner Tor bestechend. Auf den Rängen gaben die Pantherfans lautstark Unterstützung.

Die nächste Strafe gegen die Hauptstädter gab es in der 47. Minute. In Überzahl folgte eine kleine Keilerei, nachdem Parkes gegen Vehanen nachsetzte, der Goalie selbst wurde für übertriebene Härte bestraft. Dann 5 gegen 3, nach einem Crosscheck gegen Drew LeBlanc. Und endlich: Nach (Schlag-)Schuss Lamb konnte Davies die Scheibe aus der Luft (sozusagen volley) ins Tor hämmern. Der Augsburger 2:1 Führung folgte eine nervenaufreibendes Hin und Her, mit Chancen auf beiden Seiten. Aber Boutin glänzte wieder mit starkem Spiel und die dezimierte Abwehr war ebenfalls auf ihrem Posten. Und auch mit einem Feldspieler mehr, Vehanen verließ das Spielfeld in der 59. Minute, konnten die Berliner nicht mehr ausgleichen.

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