Spielverderber: FCA gewinnt Pokalspiel gegen FV Ravensburg

Mit dem 0:2 in der 68. Minute erstickte Bobadilla alle Ravensburger Hoffnungen auf eine Pokalsensation. (Foto: Alex Heinle)
 
Der FCA ist erfolgreich in die Saison gestartet. Gegen die Oberschwaben aus Ravensburg stand es nach einem mitunter mühsamen Kampf 2:0. (Foto: Alex Heinle)

Das erste Pflichtspiel der Saison führte den FC Augsburg nach Ravensburg, genauer nach Pfullendorf: Denn dorthin wich der Fünftligist FV Ravensburg für sein Spiel gegen den FCA aus. Das Erstrunden-Pokalspiel war auch der erste Pflicht-Auftritt für den frischgebackenen Trainer des Jahres Dirk Schuster, der Markus Weinzierl an der Seitenlinie der Fuggerstädter beerbte. Die Ravensburger konnten die Augsburger nur in der Anfangsphase unter Druck setzen. Danach setzte sich die größere Klasse des FCA in Form der Tore von Koo und Bobadilla durch.

Eine Woche vor dem Bundesligaauftakt gegen den VfL Wolfsburg am Samstag, 27. August, 15.30 Uhr in der WWK Arena, vertraute Schuster auf altbewährte Kräfte. In der Startelf fand sich keiner der Neuzugänge. Verzichten musste Schuster verletzungsbedingt auf den Kapitän Paul Verhaegh und Gojko Kačar sowie Philipp Max. Dieser bestreitet am Samstag, 20. August, 22.30 Uhr (deutscher Zeit), mit der deutschen U 23 das olympische Finale gegen Gastgeber Brasilien. Rechtzeitig fit für die Partie wurde dagegen Raul Bobadilla.

Spielehersteller Ravensburger - aber Fußball?


Auf dem Papier war das eine klare Sache: auf der einen Seite der Fünftligist FV Ravensburg und auf der anderen der Bundesligist. Aber die erste Pokalrunde ist jedes Jahr für eine Überraschung gut.

Die Ravensburger haben bereits drei Saisonspiele bestritten und sind noch ohne Niederlage. Unter dem Hashtag #in Deutschland kennt uns keine Sau schickten die Spieler vor dem Spiel eine Kampfansage an die Augsburger und in der Tat verbinden selbst ausgewiesene Fußballfachmänner Ravensburg eher mit dem Spielehersteller Ravensburger.

Der Kampfansage ließen die Ravensburger eine druckvolle Anfangsphase folgen. Ein Eckball in der zweiten Minute und eine Direktabnahme vom Ravensburger Wiest aus 18 Metern waren der Lohn dafür.

Der Weitschuss war so etwas wie der Weckruf für die Fuggerstädter. Die bayerischen Schwaben ließen in der Folge die Schwaben aus Baden-Württemberg und den Ball laufen. Die Chancen häuften sich nun. Die erste hatte Bobadilla mit einem Freistoß (8. Minute) vom rechten Strafraumrand. Der Paraguayer zirkelte den Ball direkt an die Latte – Glück für Ravensburg. Nur drei Minuten später kam Finnbogason nach einem abgeblockten Schuss aus spitzem Winkel von rechts zum Abschluss. Der Ball strich nur knapp am langen Eck vorbei. Das nächste Ausrufezeichen für den Favoriten setzte Caiuby in der 17. Minute, als er im Sechzehner frei zum Schuss kam, aber Kraus im Ravensburger Kasten parierte glänzend.

FCA gegen FVR: Nur 0:1 zur Pause

Gerade als man den vergebenen Chancen schon nachtrauern wollte, netzte Ja-Cheol Koo (29. Minute) zum 0:1 ein. Die Flanke von links kam zu Caiuby, der mit einem misslungenen Hackentrick versuchte den Ball ins Ravensburger Tor zu spitzeln, dabei aber verpasst. Irritiert von der Aktion stand Koo goldrichtig und lenkte den Ball halb gewollt – halb unbeabsichtigt ins Tor.

Nach dem Führungstreffer machte der FCA weiter Druck, die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte jedoch, so auch in der 38. Minute als gleich drei gute Chancen innerhalb weniger Sekunden vergeben wurden. Erst wurde Caiubys Kopfball von Kraus auf der Ravensburger Torlinie pariert, dann wurde Koos Schuss von der Linie gekratzt und dann scheiterte Finnbogason am Pfosten.

Clevere Augsburger

In der zweiten Halbzeit tat der Bundesligist nicht mehr als nötig war und überlies den Ravensburgern mehr Spielanteile. Mit dem 0:2 in der 68. Minute erstickte Bobadilla alle Ravensburger Hoffnungen auf eine Pokalsensation. Kohr fing den Befreiungsschlag der Gastgeber ab, stürmte Richtung Strafraum und übergab an Bobadilla. Bobadilla nahm die Kugel mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich und schoss das Leder dann humorlos zur Entscheidung in den Kasten.

Aufregung kurz vor Ende

Obwohl die Partie eigentlich entschieden war, wurde es am Ende der Partie noch einmal hitzig: Hitz wurde von Litz im Fünfmeterraum angegangen und schob ihn zur Seite. Das passte Soyudogru gar nicht, der Hitz kurzerhand ins Tor umschubste. In der Folge kam es zur Rudelbildung und Platzverweis für Soyudogru.

Mit einer durchaus souveränen Vorstellung erledigte der FC Augsburg seine Pflichtaufgabe beim Fünftligisten und bescherte seinem neuen Trainer einen gelungenen Einstand. Für das Heimspiel gegen Wolfsburg wird eine Steigerung nötig sein.
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