Sudden Death! Sensationelle Aufholjagd in Köln

Der AEV spielte in Köln aus einer sicheren Defensive heraus, und Jeff Deslauriers hielt seine Vorderleute mit zum Teil sensationellen Paraden im Spiel. So ermöglichte der Torhüter die Aufholjagd in den letzten acht Spielminuten: Arvids Rekis und Jon Matsumuto konnten die 2:0-Führung der Haie ausgleichen, und Daniel Weiß erzielte mit der Schlusssirene den Siegtreffer.

Wieder ohne den gesperrten Brady Lamb, und immer noch ohne den verletzten TJ Trevelyan reiste der AEV am Sonntag zum nachmittäglichen Spiel in Köln. Wieder im Tor: Jeff Drouin-Deslauriers, der sich gleich mehrmals auszeichnen konnte, denn Köln begann stürmisch. Sein ganzes Können musste er auspacken gegen Dragan Umicevic, der in der fünften Minute von der Strafbank kommend allein vor ihm auftauchte, und in der elften Minute, als der Augsburger Torhüter mit einem spektakulären Spagat rettetn konnte. Nach 14 Minuten war er dann machtlos: Köln im Angriffsdrittel, ein Augsburger Spieler bekommt den Puck an den Rücken, und dann geht zu es wie beim Billard vor dem Augsburger Tor, bis Johannes Salmonsson im Nachstochern zum 1:0 trifft. Die Haie sind weiterhin spielbestimmend, erst im Mitteldrittel können sich Mike Stewarts Spieler etwas emanzipieren und das Spiel ausgeglichen gestalten.

Jeff Deslauriers hält den AEV im Spiel ...

Trotzdem blieb der zweite Abschnitt torlos, und auch im Schlussabschnitt passierte lang nicht viel, sieht man von mehreren Paraden der beiden Goalies ab. Augsburgs Deslauriers hat weiterhin mehr zu tun als Kölns Dshunussow, aber beim nächsten Powerplay des KEC hat er keine Chance: Nach 48 Minuten steht es 0:2, und angesichts der bisher spärlichen Chancen sieht es nicht so aus, als könnte der AEV das Spiel noch drehen. Doch ein Sonntagsschuss von Verteidiger Arvids Rekis bringt Augsburg zurück ins Spiel (52. Minute), und dann hilft Sebastian Uvira seinem Ex-Club: Bis letzten Dezember wurde er im Curt-Frenzel-Stadion wegen seiner oft rustikalen Art geliebt, heute wurde er in Köln wegen seinen lockeren Fäusten verdammt.

... und ein Ex-Augsburger hilft unfreiwillig


Denn er hätte gern gekämpft gegen AEV-Verteidiger Evan Oberg, der jedoch dachte gar nicht daran, und diese Disziplin zahlte sich aus, denn Uvira bekam 2 Strafminuten mehr als Oberg – und Jon Matsumoto traf zum Ausgleich im Powerplay. Kurz darauf erklingt erneut die Torsirene! Aber die Haie haben sich jetzt zu früh gefreut, Deslauriers hält kurz nach dem Ausgleich gegen die beiden Kölner Eriksson und Jonas, und kurz darauf rettet der Pfosten gegen die jetzt wütend stürmenden Kölner. Ein letzter Save kurz vor Schluss, der Puck kommt zu Adrian Grygiel, der Daniel Weiß auf die Reise schickt: Tor! Siegtreffer in letzter Sekunde, 0,4 Restsekunden zeigt die Stadionuhr: innnerhalb von acht Minuten drehte der AEV ein fast verloren geglaubtes Spiel.

Nach diesem psychologisch wertvollen Sieg stehen am kommenden Wochenende weitere schwere Aufgaben an: Am Freitag (19:30 Uhr) gastieren die Hamburg Freezers – erstmals mit Amerika-Rückkehrer David Wolf – im Curt-Frenzel-Stadion, und am Sonntag geht es nach Düsseldorf
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