Toller Jahresabschluss: Augsburger Panther siegen in Iserlohn

Auswärtssiege sind schön! In Bremerhaven (Bild) hat's nicht ganz geklappt, dafür feierte der AEV in Iserlohn einen 3:1-Sieg.

Der AEV, ältester Eislaufverein Deutschlands und die kleine Eishockey-Hochburg Iserlohn haben bewegte Vergangenheiten, oft gemeinsam bzw. gegeneinander. So begleiteten zum letzten Spiel des Jahres fast 500 Augsburger den AEV im Nostalgie-Sonderzug ins Sauerland. Und sie wurden nicht enttäuscht, der AEV erkämpfte sich den Sieg und gewann 3:1 (1:0, 1:0, 1:1).

Ein Tor, zweimal Metall und zwei Große Strafen

Das Spiel begann auf beiden Seiten fast mit Bestbesetzung: Beim Tabellenzwölften Iserlohn fehlte nur Periard, beim AEV die Langzeitverletzten Grygiel und Trevelyan. Die Tore hüteten Matthias Lange und Jonathan Boutin.

Der AEV nutzte gleich das erste Powerplay, Gabe Guentzel versenkte den Puck im zweiten Nachschuss in der dritten Minute. Ein paar Minuten darauf musste der Torschütze für 2+10 Minuten auf die Strafbank: Ein Iserlohner traf mit seinem Kopf die Schulter der AEV-Verteidigers, der dafür (zu) hart bestraft wurde. Aber Augsburg ist nicht nur stark bei Überzahl, sondern auch beim Penalty-Killing. Obwohl sich im Verlauf des ersten Abschnitts die Strafbank weiter füllte, gelangen den Sauerländern nur zwei Metalltreffer - Boutin im Tor und die Unterzahlformationen konnten weder während fast zwei Minuten mit zwei Mann weniger, noch während einer fünfminütigen Strafe gegen Scott Valentine überwunden werden. Der Verteidiger hatte im Liegen einen Puck wegschlagen wollen, sein Schläger wurde von dem des Gegenspielers direkt an dessen Nase abgelenkt. Nachdem diese blutete wurde er zum Duschen geschickt.

Spätes Tor im Mitteldrittel

Im Mitteldrittel wurden die Strafen gleichmäßiger verteilt: Der AEV holte jetzt bei den Chancen auf - im ersten Drittel hatte Iserlohn mehr als doppelt so häufig aufs AEV-Tor geschossen. Tore fielen trotzdem keine weiteren, bis kurz vor der zweiten Sirene: Trevor Parkes schießt aufs Tor, Matthias Lange wehrt zwar ab, aber zu kurz. Hanowski schiebt den im Torraum liegenden Puck in die Maschen - fünf Sekunden vor Drittelende kann Iserlohn das natürlich nicht mehr kontern.

Holzmann fälscht zur Entscheidung ab

Den Schlussabschnitt verwaltete der AEV im Stil einer Spitzenmannschaft: Man ließ den IEC anrennen aber kaum gefährlich schießen; vor allem Oldie Arvids Rekis verteidigte souverän und blockte was in seine Richtung geflogen kam. Außerdem wurden die Iserlohner durch frühes Stören beim Spielaufbau nachhaltig gestört, nach vorn waren es immer wieder schnelle Konter, die aber Lange entschärfen konnte. Machtlos war der Goalie dann in der 56. Minute: Kapitän Tölzer schießt hart aufs Tor, vor dem sich Thomas Holzmann postiert hatte. Der große Augsburger nimmt Lange dadurch die Sicht und fälscht auch noch den Puck ab. Dieses dritte Tor war die Entscheidung, denn der Anschlusstreffer gelang dem IEC erst zwei Minuten vor Spielende und damit zu spät. Der AEV verhinderte auch den Einsatz eines sechsten Feldspielers: Mike Davies provozierte Iserlohns Topstürmer Jones verbal so sehr, dass der sich zu einem Stockschlag in Davies' Unterleib hinreißen ließ. Mit zwei Minuten kam er dabei noch glimpflich davon, aber er fehlte natürlich in der geplanten Schluss-Offensive der Sauerländer: Statt mit sechs gegen fünf zu stürmen musste der IEC mit vier gegen fünf verteidigen und machte es dem AEV dadurch einfach den Sieg über die Zeit zu bringen.
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