Ton-Probleme im Eisstadion: "Da wirsch halbert taub"

Pure Emotion zeigen die Fans trotz durchwachsener Akkustik. Foto: Klaus Rainer Krieger

Die Liste an Mängeln im Curt-Frenzel-Stadion wird seit Jahren länger und länger. Vom fehlenden Namens-Schriftzug bis zur fehlerhaft montierten Bande an Eisbahn II reichen die Probleme. Auch mit der Beschallung im Stadion sind Fans und Panther seit Jahren unzufrieden. Eine Lösung für die Probleme mit der Akkustik ist nach wie vor nicht in Sicht.

Eigentlich wurde schon zu Beginn der Saison 2013/14 eine neue Tonanlage im Stadion installiert. Doch "fehlende Boxen im Bereich Bob's Terasse, Rauschende Mikrofone, fehlender Bass und unterschiedliche Lautstärken in den verschiedenen Stadionbereichen begleiteten uns die ganze Saison über", ärgern sich die Panther.

In der Spielzeit 2014/15 habe man zur Optimierung ein Unternehmen aus der Veranstaltungstechnik engagiert. Der externe Dienstleister habe die Soundeinstellungen "überarbeitet, optimiert und für tauglich befunden".

Doch in der Praxis ergab sich ein anderes Bild. Der Verein zieht daher nun ein ernüchterndes Fazit: "Auch zwei Jahre nach Installation der Anlage sind wir als Augsburger Panther Eishockey GmbH mit der Verständlichkeit des Stadionsprechers und der Klangqualität vieler Audioeinspielungen noch immer in keinster Weise zufrieden."

Ähnlich sehen das auch die Panther-Fans. 32 Seiten sind im AEV-Forum im Internet seit Dezember 2013 zum Thema "Lautstärke und Songauswahl" zusammen gekommen.

"Vor allem ist es absolut unverständlich, dass am Ton andauernd herumgespielt wird - mal so, mal so. Die Abstimmung im ganzen CFS ist einfach grausam - es gibt Bereiche, da hörst du fast gar nix und andere, da wirsch halbert taub", findet etwa ein Fan namens RoMa.

"Auf der Tribüne halten sich die Leute die Ohren zu (gestern mehrfach zu beobachten) oder bringen Ohrstöpsel mit. Ich denke, das kann nicht im Sinne der Panther sein!", meint auch Nutzer Basti1977.

Nun wurde ein weiterer externer Beschallungsspezialist eingeschaltet. Derzeit sei dieser noch mit Analysen im Stadion beschäftigt, erklärt Daniel Schafnitzel, beim AEV für Medien und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Bis Freitag oder spätestens bis zum Spiel gegen Hamburg am 2. Oktober soll zumindest die Auswertung der Analyse vorliegen. Dann soll es konkret darum gehen, die ermittelten Probleme zu beheben.

Spätestens bis zum Deutschland Cup im November soll das alles über die Bühne gebracht werden. Dann wolle man sich dem internationalen Publikum mit einer funktionierenden Lautsprecheranlage präsentieren, so der Wunsch. "Diese Tatsache sehen wir aktuell stark gefährdet", fürchten die Panther jedoch. Denn trotz des gesteckten Ziels ist eine konkrete Lösung, wie die technischen Probleme behoben werden könnten, bislang nicht in Sicht.

Einen Vorschlag für den Notfall hat Huehnermatze im AEV-Forum parat: "Spieler raus aufs Eis, Musik aus und dann die Fans den Rest machen lassen!"
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