Trotz Hanowski-Doppelpack nur zwei Punkte in Düsseldorf

Ben Hanowski (hier beim Gastspiel der DEG im Curt-Frenzel-Stadion) beendete in Düsseldorf die AEV-Torflaute und legte im Mitteldrittel nach: Er traf doppelt gegen die DEG. Links Bernhard Ebner.
 
Hamburg, Ingolstadt und Straubing müssen noch in die Hölle des Südens - und so hat der AEV weiterhin berechtigte Chancen auf die Playoff-Teilnahme.
Düsseldorf: ISS Dome |

Kein Punkt, nicht einmal ein Tor: So startete der AEV aus der Länderspielpause. Nach zwei Niederlagen (0:6 in Iserlohn, 0:1 zuhause gegen Berlin) wartete bereits am Dienstag der nächste dicke Brocken auf Mike Stewarts Team: Bei der DEG musste gewinnen werden. Das gelang - aber statt drei Punkten, die nach zwischenzeitlicher 3:1- und 4:2-Führung drin waren wurden es am Ende nur zwei. Weil Meisner alle DEG-Penaltys hielt und Jon Matsumoto seinen verwandelte gewann der AEV mit 5:4 n.P. (1:1, 2:0, 1:3, 0:0).

Stamler und Mancari überzählige Ausländer

Nachdem TJ Trevelyan wieder einsatzbereit ist und mit Blake Kessel ein neuer Verteidiger verpflichtet wurde, hat Mike Stewart jetzt die Qual der Wahl: Nur neun der elf Ausländer dürfen eingesetzt werden, und während gegen Berlin der gesperrte Evan Oberg und Brett Stamler auf der Tribüne Platz nehmen mussten, erwischte es beim Gastspiel in Düsseldorf Mark Mancari und wieder Stamler. Ben Meisner, der bereits gegen Berlin einen tollen Job gemacht hatte, stand auch in Düsseldorf im Tor, Jeff Deslauriers saß nur auf der Bank.

Der AEV startete toll ins Spiel, aber leider gefiel den Schiedsrichtern Aumüller und Köttsdorfer nicht, wie Thomas Holzmann den Puck ins Tor bugsiert hatte: Nach Videostudium entschieden sie auf Torraumabseits. Kurz darauf galt es dann: Ben Hanowskis Treffer in der neunten Minute zählte. Das 1:0 war das erste AEV-Tor nach über zwei Wochen bzw. 129 Spielminuten, und gleichzeitig Blake Kessels erster Scorerpunkt. Aber Düsseldorf kam noch im ersten Drittel zurück, Drayson Bowman erzielte drei Minuten vor der ersten Pause den Ausgleich.

Hanowski mit Doppelpack

Im Mitteldrittel dauerte es keine drei Minuten, und der AEV war wieder in Führung. Wieder war es Ben Hanowski, der von Drew LeBlanc angespielt worden war und Mathias Niederberger ein zweites Mal überwinden konnte. Und keine Minute darauf platzte der Knoten auch in der dritten Panther-Reihe: Youngster Matt Mackay legte auf, und Oldie Ivan Ciernik schoss das 3:1. Es wurde still im weiten Oval, nur die etwa dreißig mitgereisten Augsburger jubelten und feierten ihr Team.

Ausgerechnet mit dem Ausgleich: Daniel Kreutzer ist DEL-Topscorer

In den Schlussabschnitt gingen beide Teams angeschlagen: Arvids Rekis blieb mit Schwindel in der Kabine, bei der DEG fehlte bald Rob Collins, den der Schuss eines Mitspielers außer Gefecht setzte. Düsseldorf kam damit besser zurecht, und Ken Andre Olimb brachte mit dem 2:3-Anschluss sein Team zurück ins Spiel, und damit auch wieder etwas Stimmung in die meist sehr ruhige Halle in Düsseldorf-Rath. Aber nur für eine Minute, dann stellte Jamie Bettauer mit einem verdeckten Schuss den alten Abstand wieder her. Jetzt fielen die Tore fast im Minutentakt, ein Oberg-Fehler führte zum 3:4 durch Norm Milley - und in der 52. Minute war es Kapitän Daniel Kreutzer, dem mit dem 4:4 historisches gelang: Mit 786 Scorerpunkten ist er jetzt DEL-Topscorer - und die fast 4.900 Zuschauer feierten ihren Kapitän und ihr Team.

Matsumoto und Meisner entscheiden Shoot-out

Weitere Tore blieben aus, auch in der Verlängerung ertönte keine Sirene. Also musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden: Augsburgs sicherster Schütze Iggulden schoss vorbei, dasselbe passierte auf der anderen Seite Daniel Kreutzer. Besser machte es Jon Matsumoto, der Niederberger tunneln konnte. Nachdem Ben Meisner gegen Dimitriev und Bowman hielt gewann der AEV trotz des verschossenen letzten Hanowski-Penaltys.

Der Zusatzpunkt könnte noch wichtig werden, denn die Liga bleibt eng - und mit Hamburg kommt am Freitagabend ein direkter Konkurrent um Platz 10 zum Sechs-Punkte-Spiel ins Curt-Frenzel-Stadion. Auch die Hanseaten sicherten sich am Dienstagabend zwei Punkte, gewannen nach Verlängerung gegen München und rangieren jetzt auf Platz 9, vier Punkte vor dem AEV (Platz 12). Auch der aktuelle 10 (Straubing) und 11. (Ingolstadt) müssen noch in Augsburg antreten - die Panther haben die Playoff-Qualifikation also weiterhin selbst in der Hand.
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