Vierter Auswärtssieg in Folge: AEV gewinnt auch in München

Der AEV bleibt auswärts eine Macht: In einem überzeugenden Auswärtsspiel beim von einem Softdrinkhersteller üppig alimentierten EHC München holte Mike Stewarts Team zwei verdiente Punkte nach Augsburg. Torhüter Ben Meisner hielt den Sieg fest, klärte fast 50 Schüsse der Oberbayern – unter anderem alle drei Penalties – und Augsburg siegte mit 4:3 nach Shoot-out.

Mike Stewart versuchte es im Derby mit einer ungewöhnlichen Rochade: Als überzähliger Ausländer saß der zuletzt überzeugende Torhüter Jeff Deslauriers auf der Tribüne, für ihn rotierte Verteidiger Brett Stamler zurück in den Kader und Ben Meisner ins Tor. Der hatte von Beginn an viel zu tun, und auch sein Gegenüber Danny aus den Birken war beim flotten Spiel von Beginn an sehr beschäftigt. Und das, obwohl beide Teams hart auf den Mann spielten, jeden Zweikampf an der Bande annahmen – nach vorne ging’s dann immer ziemlich schnell. Es musste auch schnell gehen, denn sonst wurden Pässe abgefangen oder Spieler abgedrängt. Trotzdem gab es einige Torchancen, mit Vorteilen für die schwäbischen Underdogs. Da sich die Topreihen gegenseitig egalisierten war es die vierte AEV-Reihe, der das erste Tor gelang: Matt Mackay spielte nach außen auf Adrian Grygiel, und der konnte sich erst gegen Florian Kettemer durchsetzen, und verwandelte dann seinen eigenen Nachschuss (16. Minute). Die fast 800 AEV-Fans, die absurderweise in einen seitlichen Block gepresst wurden, während direkt daneben einer von den Ordnungskräften komplett freigehalten wurde, feuerten das Team jetzt noch lautstärker an, und der Funke kam auf dem Eis an: Immer wieder lag jetzt das 2:0 in der Luft, aber aus den Birken und seine Vorderleute wehrten sich – noch.

Grygiel, Ciernik, Trevelyan: 3:0 nach 33 Minuten

Nach einem Hohen Stock mit Verletzungsfolge wurde kurz vor Drittelende Ramoser zum Duschen geschickt, und der AEV befand sich in fünfminütiger Überzahl. In der 22. Minute platzte dann endlich der Knoten bei Ivan Ciernik: Er fuhr in kurzer Distanz vor dem Münchner Tor und lenkte den Puck ins Netz – Michael Wolf konnte ihn nur noch unhaltbar abfälschen. Und es kam noch besser: Nachdem sie sich bei mehreren Unterzahlsituationen wacker geschlagen hatten, gelang im nächsten Powerplay der nächste Treffer. München-Schreck TJ Trevelyan (sechs Treffer in den letzten fünf Spielen gegen den EHC) schoss sein obligatorisches Tor, nach 33 Minuten stand es 3:0. Leider nicht lang, denn nur 15 Sekunden darauf jubelten die Oberbayern, der Puck war nach einem Schuss von Kahoun vom Himmel gefallen, traf Ben Meisner am Rücken und tropfte von dort ins Tor. Nach diesem Glückstreffer erwachte der EHC und startete die Aufholjagd.

Starkes Münchner Schlussdrittel


Vor allem im letzten Drittel war Augsburg im Verteidigungsdrittel eingeschnürt, kam kaum bis zur Roten Linie, während der EHC Ben Meisner mit Schüssen eindeckte. Nach zehn Minuten wies die Statistik deren 14 aus, der AEV hatte derweil aus den Birken nur einmal geprüft. Und der 15. Schuss saß, Michael Wolf hatte aus knapp fünf Metern ins Kreuzeck gezielt, knapp vier Minuten darauf traf wieder Kahoun aus vollem Lauf zum jetzt verdienten Ausgleich. Endlich hörte man das Münchner Publikum. Aber der Ausgleich schien den EHC zu lähmen, und Augsburg konnte wieder öfter die Verteidigungszone verlassen. Ein weiterer Treffer blieb aus, auch die Verlängerung brachte keinen Sieger. Der wurde dann im Penaltyschießen gekürt, und er hieß Ben Meisner. Der Deutschkanadier im Augsburger Tor parierte alle drei Schüsse, Mike Iggulden vollstreckte für den AEV – und Augsburg feierte vor der Kurve den Penalty-Sieg.

Sonntag kommt der Schwenninger ERC


Am Sonntag um 16.30 Uhr kommt der ERC Schwenningen ins Curt-Frenzel-Stadion. Seit der Verpflichtung von Will Acton kehrten die Schwarzwälder auf die Erfolgsspur zurück: Der Kanadier schoss in drei Spielen drei Tore und bereitete sechs vor.
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