Vizeeuropapokalsieger AEV: EV Zug gewinnt Finale um den Dolomiten Cup

Über 500 Fans begleiteten ihren AEV nach Südtirol. Den vierten Sieg beim Dolomiten Cup konnten sie nicht feiern, sahen aber ein spannendes Finale und vier Augsburger Treffer.

Viele Strafzeiten im Finale verhinderten einen vierten Erfolg des AEV in Südtirol und so holt sich der Schweizer Vizemeister EV Zug in einem dramatischen Finale mit 5:4 (2:1, 3:1, 0:2) den Pokal.

Wieder ohne Trevor Parkes – der Stürmer spielte zeitgleich in Turnier mit Team Canada in St. Petersburg, um zu den Olympischen Spiele nominiert zu werden - und mit Jonathan Boutin im Tor sahen sich die Augsburger sogleich in die Defensive gedrückt: Die kleinlich und unsicher pfeifenden Schiedsrichter ließen nämlich im ersten Drittel den AEV nie im Powerplay spielen, während Zug mehrmals die Chance bekam mit einem Mann mehr zu scoren. Und die nutzten sie: Schon die erste Strafe führte zum 1:0 durch Viktor Stålberg in der dritten Minute. Zug hatte einen Spieler vor Goalie Boutin geparkt, der deshalb kaum reagieren konnte und den Abpraller passieren lassen musste. Es folgten zwei Minuten vier gegen vier, wo sich der AEV nicht schlecht anstellte, aber nicht zum Ausgleich kam. Bei der nächsten Strafe funktionierte das Penaltykilling, auch eine doppelte Unterzahl wurde überstanden, dann jedoch klingelte es wieder bei fünf gegen vier. Boutin war die Sicht versperrt, gegen den Schuss ins lange Eck durch Raphael Diaz in der neunten Minute war er machtlos.

Drei Powerplay-Tore für den EV Zug

Wieder wanderte mit Jaroslav Hafenrichter ein Augsburger aufs Sünderbänkchen, aber seine Kollegen verteidigten gut und konnten im Anschluss endlich mehr nach vorne unternehmen. Mit Erfolg: Scott Valentine schloss eine schöne Kombination mit dem Anschlusstreffer ab (16. Minute). Jetzt war der AEV im Spiel und der Schweizer Goalie Tobias Stephan bekam Arbeit. Die machte er zum Leidwesen der vielen mitgereisten Augsburger Fans gut, so dass es nach 20 Minuten 2:1 stand.

Auch im Mitteldrittel durfte Mike Stewarts Team das Unterzahlspiel üben – was im Halbfinale gegen Gap klappte ging gegen Zug schief: Auch der dritte Treffer durch Reto Suri fiel im Powerplay. Das erste Überzahlspiel für Augsburg gab es nach über einer halben Stunde, und da vorher schon Drew LeBlanc auf die Strafbank geschickt wurde fiel es mit knapp zwanzig Sekunden ziemlich kurz aus. Die Augsburger hatten aber schon bei vier gegen vier ziemlichen Druck gemacht, so dass der erneute Anschlusstreffer nicht überraschte. Wieder war es Verteidiger Valentine, der in der 33. Minute traf. Und endlich, nach fast 34 gespielten Minuten, wurde Augsburg ein komplettes Überzahlspiel zugesprochen. Der Puck lief flott durch die Reihen, den Weg ins Tor fand er jedoch nicht. Die Schwaben drängten auf den Ausgleich, hatten die stärkste Phase des Spiels – und wurden zweimal eiskalt erwischt: Nochmals Suri in der 39. Minute und Tim Kast 15 Sekunden vor Drittelende bauten den Zuger Vorsprung aus.

Valentines Hattrick reicht nicht zum Finalsieg

Doch der AEV kämpfte sich im Schlussabschnitt zurück ins Spiel, Valentines vollendeter Hattrick (54. Minute) und Brady Lambs Direktabnahme im Powerplay (56. Minute) ließen den Zug fast noch entgleisen. Der Schweizer Vizemeister kam ins Schwimmen, aber er ging nicht unter – das 5:5 wollte nicht mehr fallen. Statt zum vierten Mal AEV heißt der Sieger des Dolomiten Cups zum zweiten Mal EVZ - die Schweizer hatten das Einladungsturnier 2010 schon einmal gewonnen.

Wolfsburg Halbfinalgegner beim Gäuboden Cup

Schon am kommenden Freitag geht die Vorbereitung für den AEV weiter, das nächste Turnier findet anlässlich der Gäubodenfests in Straubing statt, der Gegner ist Vizemeister Wolfsburg. Vor dem Finalspieltag am Sonntag (Gegner: Gastgeber Straubing oder der ERC Ingolstadt) findet am Samstag im Curt-Frenzel-Stadion der Hockey Day statt.
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