Weinzierl spricht über Baba, weitere Neuzugänge und den Pokalsieg

Markus Weinzierl sagte vor dem Pokalspiel, dass Abdul Rahman Baba in Elversberg in der Startelf steht. Foto: Klaus Rainer Krieger

Der FC Augsburg fiebert dem Saisonstart entgegen. Trainer Markus Weinzierl formuliert vor dem Pokalauftakt ein kesses Ziel. Zudem wünscht sich der FCA-Coach weitere Neuzugänge. Seine Aussagen zu Baba überraschen.

Markus Weinzierl ist eher ein zurückhaltender Charakter. Wenn er spricht, wählt er seine Worte mit Bedacht. Haut er dann doch einmal einen raus, folgt ein fast spitzbübisches Lächeln. So wie auf der Pressekonferenz vor dem Pokalauftakt in Elversberg am Freitag (20 Uhr) als Weinzierl, nachdem er gefragt worden war, ob der FC Augsburg in diesem Wettbewerb eher von Runde zu Runde denke oder ein klares Ziel vor Augen habe, antwortete: "Wir wollen den Pokal gewinnen."

Freilich weiß auch der Trainer des Bundesligafünften, dass es bis ins Finale nach Berlin ein weiter Weg ist. Und freilich enthielt diese Aussage einen gehörigen Spritzer trockenen Weinzierlschen Humors. Aber so richtig konnte er sich nach dieser kessen Zielvorgabe nicht zu einem wirklich breiten Lausbub-Lächeln durchringen. Denn Weinzierl weiß, dass seine Elf an einem guten Tag in der Lage ist, jedem Gegner einen Pokalabend zu verderben. Das reicht vielleicht nicht für den goldenen Pott - aber im Cup zu überwintern, das wäre doch schonmal etwas.

Weinzierl: "Elversberg wird brennen"

Aber erstmal ist Elversberg. Und nach dem Erstrundenaus im Vorjahr in Magdeburg wissen sie beim FCA, dass "wir ein blaues Auge kassieren, wenn wir nicht 100 Prozent geben", so Weinzierl. Der Regionalligist aus Elversberg sei "gefährlich", warnt er, denn: "Sie werden brennen." Aber der FC Augsburg sei "Favorit, aber das müssen wir auch zeigen".

Weinzierl jedenfalls ist überzeugt, dass die Pflichtspielpremiere kein Reinfall wird. In der intensiven Vorbereitung habe er "gemerkt, wie heiß die Spieler auf die neue Saison sind". Sein Sechser Dominik Kohr, der - wie Neuzugang Philipp Max - neben Weinzierl auf dem Podium Platz genommen hatte pflichtete ihm bei: "In der Vorbereitung herrschte ein andererer Spielfluss und eine andere Einstellung als letztes Jahr", verriet er.

Baba in der Startelf: Wechsel doch noch nicht fix?

Ein Malheur à la Magdeburg soll ein wenig überrschend auch Abdul Rahman Baba verhindern. "Er ist fit und er wird spielen", kündigte Weinzierl an. Dieses Mal mit äußerst ernster Mimik. Auch der abseits der Trainerbank so besonnene Fußballlehrer scheint zunehmend genervt von der Diskussion um den Ghanaer.

Die Aussagen Weinzierls deuten darauf hin, dass die Tücher um den Transfer des Linksverteidigers zu Chelsea London offenbar doch noch nicht so trocken sind, wie zuletzt angenommen.

Denn eigentlich wäre Elversberg die ideale Chance gewesen, den Neu-Augsburger Philipp Max in die Elf zu integrieren, anstatt den scheidenden Baba zu bringen. Zumal der 21-Jährige laut Wienzierl ein guter Fußballer sei und deshalb "sofort von Null auf 100" einsatzbereit wäre. Wobei Max ohnehin nicht bei Null starten würde, hat er doch in der laufenden Spielzeit bereits eine Zweitligapartie mit dem Karlsruher SC absolviert.

FC Augsburg: Weinzierl wünscht sich Neuzugänge
Der Sohnemann des ehemaligen Bundesliga-Kultstürmers soll - geht es nach Weinzierl - nicht das Ende der Transferaktivitäten gewesen sein. "Ein, zwei, drei dazu", wünscht sich der Trainer. Wen er sich vorstellt und für welche Position, dazu könne er nichts sagen. Generell habe seine Mannschaft aber einen "tollen Kern", die Spieler genießen "riesiges Vertrauen". Daher habe Weinzierl keine Bedenken, wenn es mit Neuzugängen nicht mehr klappt, "die Saison mit den Spielern anzugehen, die da sind".

Für die Vorgaben in der Bundesliga schaltete Weinzierl dann übrigens wieder ein Paar Gänge zurück - und wählte das Credo des FC Augsburg als Antwort: "Unser Ziel? Nicht absteigen."
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