Weiter Ärger mit dem Curt-Frenzel-Stadion

Fassade des Curt-Frenzel-Stadions Die Mängelbeseitigungsmaßnahmen können nicht wie vom Bandenhersteller zugesagt, durchgeführt werden. Foto: Jörg Hofmann

Wie in der letzten Eislaufsaison wird auch in der kommenden im Curt-Frenzel-Stadion wieder nur eine eingeschränkte Nutzung der Eisbahn 2 möglich sein. Die beauftragte Firma muss Insolvenz anmelden.

Während der Publikumslauf ungehindert stattfinden könne, dürfe Eishockey nur von Kinder- und Jugendmannschaften gespielt werden, teilte die Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung (AGS), die als Baubetreuerin für die Stadt Augsburg am Curt-Frenzel-Stadion tätig ist, in einer Pressemitteilung mit. Grund hierfür sei, dass "die Mängelbeseitigungsmaßnahmen nicht wie von dem Bandenhersteller zugesagt, durchgeführt werden können".

„Unmittelbar nach dem Abtauen des Eises im März dieses Jahres haben wir den Auftragnehmer zur Beseitigung sämtlicher Mängel anwaltlich aufgefordert. Damit begannen Verhandlungen mit diesem und seinem Nachunternehmer, die einen vollumfänglichen Sanierungsplan der Bandenanlage zum Gegenstand hatten“, schildert Mark Dominik Hoppe, Geschäftsführer der AGS. Die Vereinbarung seien am 30. Juli 2015 unterzeichnet worden, die Arbeiten sollten am 17. August 2015 beginnen und bis zum 5. Oktober 2015 – und damit rechtzeitig zur Eisbereitung - abgeschlossen sein.

Am 13. August sei hingegen überraschend mitgeteilt worden, dass die Arbeiten wegen Problemen mit dem Nachunternehmer nicht ausgeführt werden würden. Der Bandenhersteller erklärte, dem Nachunternehmer wären nach eigener Aussage die Konten am 4. August gesperrt worden. Die beauftragte Firma selbst, so deren Vertreter, müsse wegen nicht nur vorübergehender finanzieller Schwierigkeiten zeitnah Insolvenz anmelden. Damit sei nach anwaltlicher Einschätzung eine Realisierung von Mängelbeseitigungsansprüchen kaum noch zu erwarten.

Um den zumindest eingeschränkten Betrieb der Eisbahn 2 gewährleisten zu können, sei die Verkehrssicherheit der Bandenanlage herzustellen. „Hierfür wird zeitnah alles Erforderliche in die Wege geleitet. Die Arbeiten werden rechtzeitig zur geplanten Eisbereitung abgeschlossen werden“, so Hoppe.
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