Werbung fürs Berlin-Spiel: Kantersieg in Nürnberg!

Der Vorlagenkönig: Jon Matsumoto bereitete vier der sechs Tore in Nürnberg vor
Die Nürnberger Arena ist für den AEV seit Jahrzehnten eine schier uneinnehmbare Festung. Zuletzt gab es auch zu Hause teils empfindliche Schlappen wie das 2:11 im Januar oder das 1:3 im September. Die letzten zehn Spiele gewannen die Franken in Folge - bis zum Freitagabend, da setzte sich endlich wieder einmal der AEV durch. Und dieser erste Auswärtssieg seit März 2012 fiel deutlich aus, Augsburg gewann mit 6:2 (2:1, 2:1, 2:0).

Das Spiel ging toll los für Augsburg: Ein Schlagschuss von Brady Lamb wurde von TJ Trevelyan nach sieben Minuten in den Winkel hinter Andreas Jenike abgefälscht, und es gab Chancen auf weitere Tore für den AEV: Adrian Grygiel und Aleksander Polaczek vergaben Alleingänge in Unterzahl, und das rächte sich zum Ende des fränkischen Powerplays - neun Sekunden hätte Thomas Holzmann noch abzusitzen gehabt, da traf David Steckel zum Ausgleich, nachdem die Augsburger Verteidigung den Puck nicht aus der Gefahrenzone brachte. Aber der AEV ließ sich dadurch nicht beirren, keine Minute später brachte Mackay sein Team wieder in Front. Oberg hatte den Puck zu Thiel hinters Tor gespielt, der passte auf Mackay: 2:1 nach 13 Minuten.

So ging es ins Mitteldrittel, wo sich die Augsburger immer wieder in Unterzahl wiederfanden - Nürnberg aber keinen Nutzen daraus ziehen konnte. Erst Casey Borer traf in der 30. Minute nach einer fränkischen Sturm- und Drangphase, aber die Icetigers konnten sich nur drei Minuten über den Ausgleich freuen, dann traf TJ Trevelyan, der von Jon Matsumotos Vorarbeit profitierte. In der 38. Minute wurde es kurios: Wieder schießt Matsumoto aufs Tor, Jenike denkt wohl es wäre Unterbrechung wegen einer angezeigten Strafe gegen Foster, und Ben Hanowski kann den Puck einfach über die Linie schieben.

Strafzeitenflut im Schlussabschnitt


Das Schlussdrittel war geprägt von vielen Unterbrechungen: Nürnbergs Spieler fielen nach dem 5:2 durch Evan Oberg (Assist wieder von Matsumoto) durch viele Frustfouls auf, und die Schiedsrichter durch intensives Videostudium. Ersteres hielt sie davon ab ins Spiel zurückzufinden, und nach fast zehn Minuten kamen die Unparteiischen zum Schluss: Thomas Holzmanns Treffer zum 6:2 zählt! Das war der Schlusspunkt einer unterhaltsamen Partie, und das Team hat sich mit dieser Reklame ein ausverkauftes Haus gegen die Eisbären am Sonntag verdient.


"Die Wette" - Spielbeginn gegen Berlin um 17:45 Uhr

Spielbeginn gegen Berlin ist wegen einer Fernsehübertragung erst um 17:45 Uhr. Trotzdem sollte Steffen Tölzer nach der tollen Auswärtsleistung seine Wette gewinnen, und Aleksander Polaczek erstmals ein ausverkauftes Curt-Frenzel-Stadion erleben.


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